Gespräch „im Vertrauen“ Nach Tränen-Abgang: Funkel richtete FC-Doppelpacker Duda auf

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Ondrej Duda schaute nach seinem Traumtor zum 1:0 für den 1. FC Köln beim FC Augsburg am Freitagabend (23. April) selbst etwas ungläubig.

Köln – Erst Jonas Hector (30), jetzt Ondrej Duda (26) – der FC feiert den nächsten Doppelpacker. Der Slowake schoss die Geißböcke am Freitagabend (23. April) zum 3:2-Sieg in Augsburg, ist nun Kölns bester Torjäger und Vorlagengeber. Duda wird im Abstiegskampf immer besser und wichtiger!

  • Ondrej Duda trifft gegen FC Augsburg doppelt
  • Tränen und Traumtore: Mittelfeld-Star des 1. FC Köln erlebte diese Woche Achterbahnfahrt der Gefühle
  • Friedhelm Funkel und Horst Heldt erklären, wie wichtig Duda für den FC ist

Wenn in der „Sportschau“ demnächst wieder das Tor des Monats gesucht wird, dürfen die FC-Fans wohl fleißig abstimmen – es wäre ein Skandal, würde Ondrej Dudas Volley-Knaller zur 1:0-Führung in Augsburg nicht nominiert werden.

Friedhelm Funkel: „Das muss das Tor des Monats werden“

Skhiri flankte von links an die Strafraumgrenze und Duda haute den Ball aus 17 Metern per Direktabnahme unhaltbar ins Netz. Mit seinem schwächeren Fuß! „Ich habe überlegt, den Ball anzunehmen, weil er auf links kam. Als ich dann geschossen habe, wusste ich aber, dass ich richtig entschieden habe“, erklärt Duda seinen Wahnsinnstreffer.

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Augsburg-Keeper Rafal Gikiewicz streckte sich bei Ondrej Duda Schuss zum 1:0 am Freitagabend (23. April) vergeblich.

Für FC-Coach Friedhelm Funkel (67) ist die Sache schon klar: „Da keine Länderspiele sind, bei denen die Treffer traditionell immer viele Stimmen bekommen, müsste das das Tor des Monats April werden. Ondrejs Technik war perfekt, sensationell.“

Ondrej Duda: Nach Leistungsloch Top-Scorer des 1. FC Köln

Für Funkel und den FC ist Duda, der in Augsburg später noch das 3:0 nachlegte, im Kampf um den Klassenerhalt inzwischen unverzichtbar.

Nach einer starken Phase Ende 2020 war der Slowake Anfang des neuen Jahres in ein Leistungsloch gefallen, war vom 12. bis 22. Spieltag an nur einem Treffer beteiligt. Doch je näher das Saisonende rückt, desto stärker wird Duda: In seinen vergangenen acht Einsätzen sammelte er sieben Scorer-Punkte. Duda ist mit sieben Treffern inzwischen Kölns alleiniger Top-Torjäger, mit sechs Vorlagen zudem der mit Abstand beste Vorlagengeber.

Horst Heldt: Ondrej Duda ist „eleganter Fußballer“

Sportboss Horst Heldt (51) sagt zum EXPRESS: „Ondrej hatte in Augsburg einen absoluten Sahnetag. Jeder Einzelne hat eine Top-Leistung abgerufen, aber er hat natürlich herausgestochen. Er ist nicht nur ein sicherer Elfmeterschütze und eleganter Fußballer – er münzt das jetzt auch in Torgefahr um. Das freut mich und hilft uns.“

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FC-Trainer Friedhelm Funkel herzt seinen Doppelpacker Ondrej Duda nach dem Sieg in Augsburg am 23. April 2021.

Trainer Funkel ergänzt: „Ondrej ist ein exzellenter Spieler und so wichtig für die Mannschaft. Er ist auch viel gelaufen, war schon gegen Leipzig nach Ellyes Skhiri der zweitlaufstärkste Spieler.“ In Augsburg übertrumpfte Duda (13,10 km) den Tunesier (13,05 km) sogar.

Friedhelm Funkel: Hotel-Gespräch mit Ondrej Duda

Für den Ex-Herthaner (kam vor Saisonstart für sieben Millionen Euro) war die englische Woche aber auch eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Nach dem 2:1-Erfolg gegen RB Leipzig, als er Hectors Siegtreffer per Hacke aufgelegt hatte, ging Duda mit Tränen in den Augen vom Platz – er hatte üble Beleidigungen gegen seine Familie über sich ergehen lassen müssen.

Funkel richtete seinen Mittelfeld-Regisseur bei einem persönlichen Gespräch im Hotel in Augsburg wieder auf: „Das, was der Leipziger Spieler zu ihm gesagt hat, hat er mir im Vertrauen gesagt und das gehört nicht in die Öffentlichkeit. Aber es ist sehr, sehr beleidigend gewesen. Daher verstehe ich die Aufregung von Ondrej. Er ist ein Spieler, den man mitnehmen muss.“

Das ist Funkel gelungen. Erst Tränen, dann Traumtore!

1. FC Köln hat Werder Bremen im Visier

Auf dem Weg zum Klassenerhalt braucht der FC jetzt weitere Duda-Treffer. Kölns Nummer 18 macht klar: „Wir freuen uns über die Siege, aber es gibt noch keinen Grund zum Feiern, denn wir haben noch nichts erreicht und kämpfen weiter für den Klassenerhalt.“

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Durch Bremens 1:3-Pleite bei Union Berlin am Samstagnachmittag haben Duda & Co. nun Werder im Visier. Die Hanseaten liegen nur noch einen Punkt vor dem FC. Genau wie die Bielefelder, die Sonntagabend (18 Uhr) in Gladbach ranmüssen.

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