Für Mamba & Co. FC plant Corona-Klauseln in Neu-Verträgen und Gehaltsverzicht

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Die FC-Geschäftsführer Horst Heldt (r.) und Alexander Wehrle im Trainingslager in Donaueschingen

Köln – Wer die top Trainingslager-Bedingungen im mondänen Öschberghof sieht, dürfte kaum auf die Idee kommen, wie ernst die finanzielle Lage beim 1. FC Köln ist. Und doch stehen nun Gespräche mit den Profis über einen neuen Gehaltsverzicht an.

Und: Neue Spieler müssen in den Verträgen wohl mit einer Corona-Klausel leben!!

Die Budgetplanungen waren schwierig. Schon jetzt drohen 25 Millionen Euro Minder-Einnahmen – und da hofft man noch auf eine Teil-Öffnung der Stadien für Fans. In den Gesprächen zwischen Vorstand und Geschäftsführung war schnell klar: Ohne einen neuerlichen Gehaltsverzicht der Profis wird es nicht gehen.

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1. FC Köln: Gespräche über Gehaltsverzicht stehen an

Sonntag erreichte Finanzboss Alexander Wehrle (45) das FC-Camp. Nun könnte das Thema schnell auf den Tisch kommen.

„Wir müssen den richtigen Zeitpunkt abwarten. Und wir werden die Gespräch wieder intern führen“, hatte Horst Heldt (50) vorab gesagt. Wehrle kündigt nun an: „Sicher werden wir mit der Mannschaft über das Thema sprechen, aber noch nicht abschließend und was wir besprechen, bleibt auch intern.“

Timo Horn glaubt an gute Lösung

Die Bosse wollen sich ein Stimmungsbild machen. Im April hatten alle Spieler relativ schnell einem Verzicht von 20 Prozent der Gehälter zugestimmt. Gibt es dieses Mal mehr Widerstand?

Einige Verträge von Spielern, die kaum mehr in der Größenordnung verdienen werden, laufen aus, andere wie etwa Christian Clemens (29) kommen aus langen Verletzungen und hatten herbe Einkommenseinbußen. Außerdem war in der vergangenen Saison ein klares Ende des Verzichts in Sicht – jetzt ist weiterhin völlig offen, wann die Fans zurückkehren und die Einnahmen sich normalisieren.

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Marco Höger, Timo Horn und Jonas Hector (vordere Reihe, v.l.) sind Teil des Kölner Mannschaftsrates.

Torhüter Timo Horn (27), langjähriges Mitglied im Mannschaftsrat, erklärt im EXPRESS-Interview: „Es ist wichtig, dass man da eine einheitliche Lösung für alle findet. In der vergangenen Saison haben wir uns relativ schnell geeinigt, weil wir auch wissen, wie viele Jobs und Menschen am FC hängen. Es war für uns selbstverständlich, zu verzichten. Nun wurde angekündigt, dass wir in den nächsten Tagen oder Wochen wieder Gespräche führen werden. Und ich bin überzeugt, dass wir als Mannschaft wieder eine gute Lösung finden werden.“

Heldt und Wehrle hoffen nach EXPRESS-Infos auf Einsparungen von mindestens 10 Prozent.

Gehaltsverzicht bei laufenden Verträgen freiwillig

Klar ist: Bei Spielern mit laufenden Verträgen ist ein Verzicht freiwillig und kann nur mit Zustimmung erfolgen.

Das soll sich in Zukunft ändern. EXPRESS erfuhr: Wie schon Werder Bremen, wo Sportchef Frank Baumann (44) eine Corona-Klausel zur Bedingung machte, soll das Thema auch beim FC in neue Verträge einfließen. „Wir wollen und müssen uns für die finanziellen Ausfälle absichern“, hatte Baumann begründet.

Streli Mamba schon mit Corona-Regelung?

Wehrle hat die Option in den Transfergesprächen auf der Agenda: „Ich spreche nie über Vertragsinhalte. Aber natürlich ist das ein Thema in den Gesprächen mit Spielern und ihren Beratern. Das ist doch klar.“

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Streli Mamba will zum 1. FC Köln.

Da es keine Pandemie-Klausel im DFL-Standardvertrag geben wird, setzen Wehrle und Co. hier auf andere Lösungen. „So etwas geht nur in Nebenabreden.“ Noch sucht man nach einer juristisch wasserdichten Regelung. Schon bei Streli Mamba (26) könnte diese im Arbeitspapier stehen, sollte der Transfer über die Bühne gehen.

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