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Sturmflaute beim FC Gisdol zählt Angreifer an: „Habe ich mit ihm drüber gesprochen“

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Tolu Arokodare (l.) am 10. März im Training gegen Emmanuel Dennis. Arokodare wurde von FC-Trainer Markus Gisdol angezählt.

Köln – Der 1. FC Köln hat ein dickes Sturm-Problem: Seit dem fünften Bundesliga-Spieltag gegen den VfB Stuttgart (1:1) hat kein gelernter Stürmer mehr für den FC in der Bundesliga getroffen. Verletzungen und schlechte Form sind die Gründe für die Kölner Angriffs-Misere.

  • 1. FC Köln hat ein Offensiv-Problem
  • Letztes FC-Stürmertor in der Bundesliga am 5. Spieltag
  • Markus Gisdol zählt Tolu Arokodare an

Bei der 2:3-Niederlage am ersten Spieltag gegen Hoffenheim traf Stürmer Sebastian Andersson (29) nur vier Tage nach seiner Ankunft in Köln. Die Fans hatten schon Hoffnungen, dass der Schwede den zu Hertha BSC abgewanderten Jhon Cordoba (27), in der vergangenen Saison 13-facher Torschütze für den FC, ersetzen könnte.

Sebastian Andersson ist Dauerpatient beim 1. FC Köln

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Andersson traf aber nur noch einmal, am fünften Spieltag per Elfmeter gegen Stuttgart – und seitdem wartet der FC in der Bundesliga auf ein Stürmer-Tor. Denn Andersson ist seit Monaten Dauerpatient, Anthony Modeste (32) war nur noch ein Schatten seiner selbst und flüchtete im Winter zur AS St. Etienne. Der 1. FC Köln stand quasi ohne Stürmer da.

FC-Sportchef Horst Heldt (51) war im Januar also zum Handeln gezwungen, holte Emmanuel Dennis (23) vom FC Brügge, der immerhin schon in der Champions League gegen Real Madrid getroffen hatte. Auch er erzielte wie Andersson wenige Tage nach seiner Ankunft seinen ersten Treffer für den FC, das zwischenzeitliche 2:0 bei der DFB-Pokal-Pleite gegen Jahn Regensburg (3:4 im Elfmeterschießen).

Markus Gisdol über Emmanuel Dennis: „Das ist auch sein Job“

In den folgenden Spielen war vom Nigerianer wenig zu sehen, bei der 1:5-Niederlage in München wurde er gar zur Halbzeit ausgewechselt (EXPRESS-Note 6). Gegen Bremen saß er dann nur auf der Bank, machte mit seiner Aktion gegen Pavlenka dann aber den Ausgleich durch Jonas Hector (30) möglich. Doch auch Dennis steht nach nur rund sechs Wochen bei vielen Fans in der Kritik. Die Einwechslung gegen Bremen lässt aber hoffen.

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„Da wird immer wahnsinnig viel draus gemacht, ob ein Spieler spielt oder nicht. Wenn andere Spieler sich im Training aufdrängen, dann musst du dem natürlich gerecht werden, und das war im letzten Spiel der Fall. Es ist schön zu sehen, dass Dennis nach der Einwechslung Gas gegeben hat. Das hat uns gutgetan in dem Moment, aber das ist auch sein Job“, sagte FC-Trainer Markus Gisdol (51) am Donnerstag (11. März) über Dennis.

Markus Gisdol zählt Tolu Arokodare an

Und dann wäre da noch der zweite Leih-Nigerianer: Tolu Arokodare (20) ausgeliehen vom lettischen Erstligisten Valmiera FC. Der fast zwei Meter große Stürmer kam als Wundertüte, ihm wurde aufgrund des immensen Leistungsunterschiedes zwischen Lettland und Deutschland die meiste Zeit gegeben, um in der Bundesliga anzukommen.

Bisher kommt Arokodare auf neun Bundesligaspiele, allerdings nur auf 89 Minuten Einsatzzeit. Eine Bereicherung war er bislang nicht. Zudem fällt er Gisdol in letzter Zeit durch kleinere Undiszipliniertheiten auf, weshalb er in den jüngsten drei Partien gar nicht mehr im Kader stand.

Markus Gisdol: „Die Reaktion liegt bei ihm“

„Er muss sehr fleißig und diszipliniert arbeiten, das gehört zu einem Profi dazu, das habe ich in den letzten Wochen etwas vermisst. Deswegen ist er etwas ins Hintertreffen geraten. Da habe ich mit ihm drüber gesprochen, die Reaktion liegt bei ihm. Ich werde mir das genau anschauen, ob er die richtigen Schlüsse daraus zieht, Gas gibt und die Dinge macht, so wie wir sie brauchen im Profifußball“, erklärte Gisdol die Nicht-Nominierungen des 20-Jährigen.

Eins ist in jedem Fall klar: Die Mission Klassenerhalt wäre um einiges einfacher, wenn der FC einen funktionierenden Stürmer hätte. Wer das sein wird? Dennis wird seine Chancen bekommen, Gisdol hofft auf Anderssons Rückkehr – und Arokodare darauf, dass der Moment noch kommt, in dem er seine Qualitäten unter Beweis stellen kann.

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