Gisdol dank Bubi-Power fest im Sattel Jüngste FC-Elf seit 1967 – Thielmann wie Poldi

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Ismail Jakobs (M.) ist mit seinen 21 Jahren Stammspieler unter FC-Trainer Markus Gisdol, stand auch gegen den VfL Wolfsburg in der Startelf.

Köln – Das nächste Ausrufezeichen gegen ein Spitzenteam.

Trainer Markus Gisdol (51) scheint mit dem 1. FC Köln erneut in höchster Not die Kurve zu kriegen, sitzt nach dem 2:2 gegen den noch ungeschlagen VfL Wolfsburg wieder fester im Sattel. Einer seiner größten Trümpfe: ganz viel Bubi-Power!

Horst Heldt: „Die vier Punkte hätte ich unterschrieben“

In Dortmund stellte Gisdol bereits die jüngste Anfangsformation aller Bundesligisten in dieser Saison auf (23,9 Jahre im Schnitt). Gegen Wolfsburg (23,26) – ohne den verletzten Routinier Rafael Czichos (30) – sogar die jüngste FC-Startelf seit 1967. Damals, vor 53 Jahren, mit jungen Legenden wie Wolfgang Overath (23), Wolfgang Weber (22), Heinz Flohe (18) und Hannes Löhr (24).

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Der 1. FC Köln 1967 – unter anderem mit Trainer Willi Multhaup, Wolfgang Overath und Heinz Flohe (obere Reihe, v.l.)

Das Ergebnis heute: Vier Punkte aus zwei Spielen gegen Champions-League-Kandidaten, nachdem der FC zuvor gerade mal drei Zähler aus acht Partien geholt hatte. Sportchef Horst Heldt (51) ist natürlich zufrieden: „Die vier Punkte gegen Dortmund und Wolfsburg hätte ich im Vorfeld unterschrieben und ein festes Siegel drauf gemacht.“

Jan Thielmann macht es wie Lukas Podolski

Gisdols Mut zur Jugend wird wie schon vor einem Jahr belohnt. Nach der riesigen Enttäuschung gegen Union Berlin (1:2) verhalf er Sava Cestic (19) zum Profi-Debüt, holte Jan Thielmann (18) zurück in die Startelf.

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Jan Thielmann (M.) erzielte gegen den VfL Wolfsburg sein erstes Bundesliga-Tor.

Dieser bedankte sich gegen Wolfsburg mit seinem ersten Bundesliga-Tor – im Alter von 18 Jahren, sechs Monaten und neun Tagen. Genau wie ein gewisser Lukas Podolski (35) im Dezember 2003 bei seinem ersten Profi-Treffer. Noch jünger waren in der FC-Historie nur Pierre Littbarski (60) und Klaus Kösling (62).

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Markus Gisdol nach dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg mit Timo Horn und Sebastiaan Bornauw (r.)

Verrückt: Gegen Wolfsburg war Torwart Timo Horn nicht nur eines von fünf Eigengewächsen in der Startelf, sondern mit seinen gerade mal 27 Jahren schon der älteste Kölner!

1. FC Köln setzt auf Jugend-Kurs

Geschäftsführer Alexander Wehrle (45): „Dass fünf Jungs aus unser Nachwuchsabteilung in der Startelf standen und so hervorragend gefightet haben, gefällt mir besonders gut.“

Die Entwicklung von jungen Spielern war für Heldt während der Sieglos-Serie einer der Hauptgründe, warum er Gisdol nicht infrage stellte. Für den Sportchef passt der Schwabe perfekt zur Klub-Philosophie, auf den starken eigenen Nachwuchs zu setzen. Jetzt halfen die Bubi-Aufstellungen dem Trainer aus der Patsche!

1. FC Köln muss zum Keller-Kracher nach Mainz

Gisdol lebt den Jugend-Kurs, freute sich gegen Wolfsburg über die jüngste FC-Elf seit den 60ern: „Nach dem Alter haben wir nicht ausgewählt, sondern nach der aktuellen Verfassung – aber das ist, was wir wollen: Die Jungs fördern. Wenn wir dadurch eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz haben, einen guten Mix, ist das klasse.“

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Und so geht der FC, weiter auf Platz 15, mit Rückenwind in den ersten richtigen Keller-Kracher der Saison in Mainz (Samstag, 15.30 Uhr, Sky). Der FSV rutschte mit einer 1:2-Pleite bei Arminia Bielefeld wieder auf Rang 17 ab.

Gisdol sagt: „Wir sind auf einem guten Weg und müssen an diese Leistungen jetzt anknüpfen.“ Dann winkt dem Trainer und seinem FC schon ein kleines Weihnachtspolster!

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