FC-Neuzugang Marius Wolf verrät:Ein Bayern-Sieg ging ihm unter die Haut

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Marius Wolf ist schon eine feste Größe beim 1. FC Köln.

von Alexander Haubrichs (ach)

Köln – „Unleash the wolf“ – „Entfessle den Wolf“ ist das Insta-Motto des FC-Neuzugangs Marius Wolf (25). Kaum war er da, war der Flügelspieler einer der Hoffnungsträger beim 1. FC Köln: Ein gestandener Bundesliga-Profi, Pokalsieger mit Eintracht Frankfurt, eine Bank auf der rechten Außenbahn und damit ein absoluter Wunsch-Transfer von Coach Markus Gisdol (51).

Im EXPRESS-Interview verrät er, in welcher Bettwäsche er als Kind schlief, was seine wichtigsten Tattoos sind und was passieren muss, damit man die Bayern schlagen kann.

„Als Kind hab‘ ich in FC-Bettwäsche geschlafen, safe“, schreiben sie augenzwinkernd auf Instagram. Wer hat Ihnen die denn eigentlich als Kind geschenkt?

Alles zum Thema Instagram

Marius Wolf: (lacht) Das war ein kleiner Scherz auf Instagram, weil ich in den letzten Jahren ja schon ein wenig rumgekommen bin. Und nein, ich hatte keine FC-Bettwäsche…

Gab es denn einen Traumklub in der Kindheit?

Das war Dortmund. Schon von klein auf. Mein Lieblingsspieler war Dede. Da wollte ich immer hin, auch wenn es dort jetzt nicht so gelaufen ist, wie ich mir das vorgestellt habe.

Marius Wolf: In Frankfurt hat es „Klick“ gemacht

Trotz ihrer 25 Jahre sind schon ganz schön rumgekommen. Aber erst in Frankfurt gelang der Durchbruch. Warum hat es da „Klick“ gemacht?

In Frankfurt wurde anders mit mir gearbeitet und mit mir umgegangen. Niko Kovac und sein komplettes Trainerteam haben mir die richtigen Dinge vorgegeben, an denen ich arbeiten muss. Sie waren absolut fair, jeder wusste, warum er spielt und warum nicht. Das hat uns extrem geholfen.

Frankfurt hat in den letzten Jahren sehr viele positive Geschichten geschrieben.

Wir waren zweimal in Folge im Pokalfinale, im zweiten Jahr dann sogar mit dem Pokalsieg. Beim ersten Endspiel war ich noch verletzt. Umso schöner war natürlich das zweite Jahr. Das war schon eine ganz besondere Nummer. Gegen die Bayern musst du den perfekten Tag erwischen, und sie einen schlechten. Und so einen haben wir erwischt.

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Den Pokalsieg tragen sie auf der Haut…

Ja, das war ein außergewöhnlicher Moment, deshalb musste der drauf. Seit ich 17 bin, sind Tattoos meine Leidenschaft. Ich habe die Geburtsdaten meiner Eltern und meiner Schwester tätowiert und sonst noch einiges.

„Ein Typ wie Kevin-Prince Boateng tut jeder Mannschaft gut“

Sie hatten bei der Eintracht viel Kontakt mit Kevin-Prince Boateng. Fehlt Köln so ein aggressiver Anführer?

Wir haben uns immer gut verstanden. Kevin hat gerade im Spiel sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da konnten wir jungen Spieler uns gut entwickeln. Auf dem Platz hilft so ein Typ jeder Mannschaft.

Was ist das Spezielle beim FC, in Köln?

Der FC lebt von den Fans, von der Stadt. Das ist schon vergleichbar mit Frankfurt. Schade ist, dass ich das jetzt in so einer komischen Zeit erlebe. Es wäre schon ein Traum, ein Heimspiel mit voller Hütte zu erleben. Köln ist einer dieser Klubs, die von der Wucht des eigenen Stadions profitieren. Wie eben die Eintracht auch oder Dortmund. Das gibt in den entscheidenden Phasen die Extraprozente, das wird uns so genommen.

Auch der Karneval wird Ihnen durch das Virus genommen…

…und auch das ist extrem schade. Ich habe noch nie Karneval gefeiert und war schon richtig gespannt. Aber auch diese Zeiten werden wieder kommen.

Eine Motivation über den Sommer hinaus zu bleiben?

In diesem Geschäft kannst du nicht planen. Ich habe kein Problem mich anzupassen, du weißt nie, wo du im nächsten Jahr bist. Es ist aber auch möglich, dass du fünf, sechs Jahre bei einem Verein bleibst.

Sie sind beim FC gleich eine feste Größe und haben wohl nun einen neuen Partner auf der rechten Seite: Dimitrios Limnios, mit dem sie gleich toll harmonierten…

Im Fußball kommt es nicht so darauf an, wie lange man sich kennt. Man muss die Dinge machen, die der Trainer einem vorgibt, dann kann es schon nicht mehr schlecht werden. Aber ja: Das war vielversprechend mit Dimi, darauf kann man aufbauen. Ich spiele gerne rechts hinten, wenn ich der Mannschaft da am meisten helfen kann.

Köln-Profi Marius Wolf: „Wir dürfen jetzt nicht den Faden verlieren“

Was fehlt dem FC um Spiele zu gewinnen?

Wir hätten schon gegen Frankfurt und Stuttgart mit ein bisschen Glück und Entschlossenheit gewinnen können. Wir sind auf einem guten Weg, haben uns deutlich gesteigert. Wir sollten jetzt auch gegen Bayern nicht den Faden verlieren, dann kommt mit Bremen das nächste wichtige Spiel.

Wie schwer wiegt der Rucksack der vielen nicht gewonnenen Spiele?

Es ist wie es ist, aber sowas streifst du nur mit harter Arbeit ab. Und wir neuen Spieler sind auch da, um frischen Wind reinzubringen. Ich bin sicher, wir schaffen das und verdienen uns bald unseren Sieg.

Es gibt nicht viele, die noch wissen, wie man die Bayern schlägt. Wie schwer wird das am Samstag?

Brutal schwer. Ob jetzt Gnabry über meine Seite kommt oder Sané – da hat jeder seine Qualität. Wir bereiten uns vor wie auf jeden anderen Gegner auch. Vielleicht erwischen wir ja einen perfekten Tag – und wie gesagt…