„Suche keine Ausreden“ Wolf über die FC-Krise, sein Formtief & die Trainer-Diskussion

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Marius Wolf macht seinem Ärger (hier gegen Bremen am 7. März 2021) Luft.

Köln – Er ist das Mentalitätsmonster beim 1. FC Köln. Marius Wolf (25) ist zwar lediglich ausgeliehen, doch er geht beim FC auf und neben dem Platz voran. Obwohl er derzeit in einer kleinen Formkrise steckt, ist die Leihgabe Leistungsträger und Führungsspieler. Vor dem Spiel gegen seinen Stammklub Borussia Dortmund am Samstag (20. März, 15.30 Uhr, Sky) sprach Wolf über die FC-Krise, seine Leistungs-Delle, die Trainer-Diskussion um Markus Gisdol (51) und seine Köln-Zukunft.

  • 1. FC Köln trifft auf den BVB
  • Marius Wolf steckt in einer Formkrise
  • BVB-Leihgabe glaubt an Klassenerhalt mit dem FC

Marius Wolf über...

...das Spiel gegen „seinen“ BVB: „Es ist immer etwas Besonderes, gegen die Ex-Klubs zu spielen. Ich würde lügen, wenn ich ‚Nein‘ sagen würde. Ich werde aber alles dafür geben, dass wir gewinnen. Ich will der Mannschaft und dem Verein helfen, dass wir unsere Ziele erreichen. An den restlichen Spieltagen drücke ich dem BVB die Daumen.“

Alles zum Thema Markus Gisdol

...das Schicksalsspiel für Gisdol: „Es ist natürlich eine gewisse Anspannung vorhanden, die hast du im Abstiegskampf aber immer. Es ist wichtig, dass wir im Kopf klar sind und nicht so viel von außen an uns heranlassen. Wir gehen das Spiel daher an wie jedes andere. Es wird zwar viel geschrieben, aber ich denke, wir dürfen uns davon nicht ablenken lassen. Wir müssen uns auf unsere Arbeit konzentrieren, uns zu hundert Prozent reinwerfen und die Herausforderung annehmen.“

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...das Hinspiel: „Wir haben im Hinspiel alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir waren alle fokussiert und wir hatten das nötige Spielglück. Wir müssen Samstag den Kampf annehmen und unser Ding durchziehen. Wir haben gesehen, dass nichts unmöglich ist, warum sollten wir das am Wochenende nicht wiederholen können.“

...seine Rolle beim FC: „Ich sehe es als meine Aufgabe an, Verantwortung zu übernehmen. Es ist für mich der nächste Schritt, in eine solche Rolle hineinzuwachsen. Wir haben eine extrem junge Mannschaft, in der ich mit 25 schon zu den erfahreneren Spielern zähle. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass ich aktuell nur Leihspieler bin. Ich versuche, dem FC so gut zu helfen, wie ich kann.“

Marius Wolf vom 1. FC Köln übt Selbstkritik

...seine eigenen Leistungen: „Ich weiß selber, dass es bei mir nach der Verletzung nicht mehr rundgelaufen ist. Die vergangenen Spiele konnte ich meinen eigenen Ansprüchen nicht genügen. Ich habe versucht zu kämpfen, aber es nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich gehe da sehr kritisch mit mir um, ich weiß, dass ich das besser machen muss. Ich bleibe aber ruhig, ich habe in der Saison schon oft genug gezeigt, was ich kann. Ich bin aktuell in einem Loch, aus dem ich mich selber wieder rauskämpfen muss.“

...die Verletzung: „Im Kopf ist es kein Thema mehr, ich kann jedes Training und jedes Spiel Vollgas geben. Vielleicht war es etwas im Unterbewusstsein, dass die ein, zwei Prozent gefehlt haben. Ich habe keine Schmerzen mehr, deshalb suche ich mit der Verletzung keine Ausreden. Wenn ich dem Trainer signalisiere, dass ich spielen kann, dann muss ich auch Leistung abliefern.“

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...seine Position: „Ich bin von Haus aus Offensivspieler, aber ich habe oft genug in der Viererkette gespielt – auch in Frankfurt oder beim BVB. Es ist in Dortmund natürlich ein anderes Spiel, wenn du da in der Viererkette spielst, aber grundsätzlich will ich da meine Leistung abliefern, wo ich aufgestellt werde. Ich denke, ich habe auch schon gute Spiele als Rechtsverteidiger abgeliefert. Es hängt also nicht von der Position ab, sondern von meiner Leistung.“

...seine FC-Zukunft: „Ich versuche, die Saison so gut wie möglich zu Ende zu spielen. Ich denke daher auch erst mal an nichts anderes. Die Situation ist brenzlig genug. Ich bin mit dem Kopf zu hundert Prozent hier. Was dann im Sommer passiert und wo meine Reise hingeht, wird man dann sehen. Ich habe schließlich noch einen langfristigen Vertrag in Dortmund.“

...die Qualität im Team: „Ich denke, man hat es in vielen Spielen gesehen, dass die Mannschaft Qualität hat. Wir haben eine extrem junge Mannschaft, in der einige noch eine Menge lernen müssen. Aber ich bin überzeugt, dass wir mit der Qualität in der Liga bleiben werden.“

...die Gründe für Absturz: „Es ist schwer zu erklären. Wenn ich es wüsste, würde ich es anders machen. Es waren einige Spiele dabei, in denen es uns nicht gelungen ist, Punkte dreckig über die Zeit zu bringen. Da hat uns vielleicht die letzte Entschlossenheit gefehlt. Symptomatisch war das Spiel gegen Union. Wenn man in so einem Spiel 1:0 führt, dann muss man das auch mal über die Zeit schaukeln.“

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