Rettung oder Abstieg? FC hat das Schicksal in der Hand – jetzt sind Typen gefragt

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Friedhelm Funkel beglückwünscht seinen Kapitän Jonas Hector nach dem Sieg gegen Schalke (22. Mai 2021). Steven Skrzybski  schließt sich an.

Köln – Der 1. FC Köln hat sich mit einem Zittersieg gegen Schalke 04 (22. Mai 2021) in die Relegation gerettet. Sebastiaan Bornauw verhinderte mit seinem Tor in der 86. Minute den siebten Abstieg der Vereinsgeschichte. „Wir müssen eine Extra-Runde drehen. Aber wir sollten das als Chance sehen“, sagte Horst Heldt und betont: „Ich bin erleichtert, dass wir diese Chance haben. Und wir sind der Bundesligist.“ Alles oder nichts - zwei Spiele entscheiden über die nähere Zukunft des Vereins. Jetzt sind Typen gefragt, findet unser Autor. Ein Kommentar.

Was war das für eine Nervenschlacht? Alle, die es mit dem FC halten, sind an diesem Samstagnachmittag um Jahre gealtert. Der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte war nur wenige Minuten entfernt, ehe Sebastiaan Bornauw für die Erlösung sorgte. Relegation. Immerhin. Nach so einer nervenaufreibenden Saison mit wenigen Aufs und vielen Abs war das Minimalziel um 17.21 Uhr erreicht. Es geht in die Verlängerung. Zwei Spiele Zeit, um der verkorksten Saison ein versöhnliches Ende zu bereiten.

1. FC Köln hat das Schicksal in der eigenen Hand

Der FC bekommt die Chance, das Schicksal selber in die Hand zu nehmen. Das wird alles andere einfach. Die Zweitliga-Spitzenklubs spielen sicher einen gepflegteren Ball als der FC. Doch zum Glück kommt es darauf in der Relegation nicht an. Da geht es nicht mehr um spielerische Glanzpunkte, schöne Ballstafetten oder sauber heraus kombinierte Angriffe, da zählen einzig und allein Kampf, Leidenschaft und Willen.

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Wer will die Bundesliga mehr? Der Underdog aus der zweiten Liga oder der wankende Riese aus der Bundesliga? Jetzt braucht es Typen, die in solchen Showdowns voran gehen. Davon hat der FC einige in seinen Reihen, wie die vergangenen Wochen eindrucksvoll gezeigt haben. Urgesteine wie Timo Horn oder Jonas Hector, die den Klub und die Stadt in der DNA haben oder jüngst Sebastiaan Bornauw, der vor nicht allzu langer Zeit noch um sein Leben gekämpft hat und jetzt zum Retter aufstieg.

1. FC Köln setzt in der Relegation auf Typen wie Jonas Hector

Angeführt vom ausgebufften Trainer-Fuchs Friedhelm Funkel, der mit seiner Erfahrung ganz viel gerade gerückt hat, springen sie alle in die Bresche, wenn es drauf ankommt. Vor allem auf den Kapitän war zuletzt Verlass. Nach einer schweren Saison mit sportlichen und vor allem privaten Rückschlägen geht Hector ans Maximum und darüber hinaus, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Die FC-Profis sind sich der Verantwortung gegenüber dem Klub, den Fans und der Stadt bewusst. „Wenn vor dem Stadion gefühlt 10.000 Fans stehen und uns empfangen, dann musst du in den Krieg ziehen“, sagte Bornauw martialisch.

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Ein Abstieg würde den FC an den Rande des Ruins treiben. Neben den massiven Corona-Einbußen drohen zusätzliche 40 Millionen Miese (TV-Gelder, Marketing), eine ungeahnte Spieler-Flucht und die wohl stärkste 2. Liga aller Zeiten. Das will keiner!

Also heißt es Mittwoch und Samstag: Auf geht’s Köln, kämpfen und siegen.

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