FC-Profis verzichten auf Gehalt Ein wichtiger Schritt, er alleine löst die Probleme aber nicht

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Die Profis des 1. FC Köln, hier unter anderem Anthony Modeste und Frederik Sörensen (beide vorne) im Oktober 2020 beim Training, verzichten erneut auf Teile des Gehalts.

Köln – Der 1. FC Köln hat sich mit seinen Spielern auf einen erneuten Gehaltsverzicht während der Corona-Krise geeinigt. Der Verzicht war bereits in den Budget-Planungen eingeplant. Es ist ein wichtiger Schritt in der Krise, meint unser Autor. Ein Kommentar.

Es ist ein starkes Signal in schwierigen Zeiten: Die Profis des 1. FC Köln haben sich am Mittwochabend in einer Mannschaftssitzung mit den Geschäftsführern Horst Heldt (50) und Alexander Wehrle (45) zu einem neuerlichen Gehaltsverzicht bereit erklärt und verzichten nun dem Vernehmen nach auf rund zehn Prozent ihres Salärs. Damit folgen sie den Beispielen von Werder Bremen und dem SC Freiburg, wo die Profis ebenfalls der Corona-Krise erneut Rechnung tragen.

1. FC Köln: Erster Gehaltsverzicht im Frühjahr

Bereits im Frühjahr hatten, angefangen von Borussia Mönchengladbach, einige Bundesligisten solche Verzichtserklärungen mit den Profis vereinbart, auch der 1. FC Köln hatte sich mit den Spielern auf eine Reduzierung der Bezüge um 20 Prozent wegen des Wegfalls der Zuschauereinnahmen geeinigt.

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Nun fiel das Minus nach EXPRESS-Informationen niedriger aus und dennoch war es ein wichtiger Schritt, schließlich war der Verzicht in den Budget-Planungen schon eingepreist.

FC-Profis ist die schwere Situation bewusst

Sicher: Niemand fällt der Verzicht auf Geld leicht. Manche Profis stehen vor dem Vertragsende, andere waren lange verletzt. Und niemand weiß, ob die Gehälter im Fußball nicht künftig auf einem anderen Niveau sein werden, sollten die ersten Klubs angesichts der großen Probleme in die Knie gehen. So kann sich niemand der Auswirkungen der Pandemie entziehen. Auch nicht die Fußball-Profis, die in den vergangenen Jahren von den explodierenden Geldern profitiert haben.

Sportchef Horst Heldt hat offenbar das richtige Feedback bekommen: „Es waren gute Gespräche. Auch unsere Spieler machen sich Gedanken über die Situation.“

Klar ist aber auch: Wirklich lösen tut dieser Schritt die Probleme des 1. FC Köln nicht, es ist allenfalls ein kleiner, aber wichtiger in die richtige Richtung. Sollten auch nach dem Jahreswechsel weiter die Zuschauer draußen bleiben müssen, wird man die Planungen erneut über den Haufen werfen müssen. Gut möglich, dass die Mannschaftsitzung vom Mittwoch nicht das letzte Gespräch mit den Profis über die Corona-Krise und den Beitrag, den sie leisten können, war.

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