FC-Spiel mit dem Abstiegs-Feuer Köln vertraut anderen mehr als sich selbst

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Trainer Friedhelm Funkel beim 0:0 des 1. FC Köln in Berlin am Samstag, 15. Mai 2021

Köln – Durch ein 0:0 bei Hertha BSC und die Ergebnisse der Konkurrenz hat der 1. FC Köln am 34. Spieltag weiter die Chance auf den Klassenerhalt. Gegen Schalke 04 wartet kommenden Samstag (22. Mai, 15.30 Uhr) ein absolutes Endspiel, um den siebten Abstieg der Klub-Geschichte zu verhindern. Der EXPRESS-Kommentar zur prekären FC-Situation.

Kommentar zum Abstiegs-Finale des 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hat sein Schicksal in die Hände anderer gelegt. Erzrivale Gladbach und Stuttgart entscheiden darüber, ob die Geißböcke noch die Chance haben, erstklassig zu bleiben. Die Borussia und der VfB müssen Bremen und Bielefeld kommenden Samstag am Siegen hindern – sonst nützen dem FC auch drei Punkte gegen Schalke nichts.

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Ein Szenario, das sich die Kölner hätten ersparen können. Mit einem Erfolg bei Hertha BSC hätte der FC wieder alles selbst in der Hand gehabt. Doch Friedhelm Funkel entschied sich bewusst dafür, möglichst wenig Risiko einzugehen. Statt in Berlin alles auf Sieg zu setzen, sollte auf keinen Fall eine Pleite riskiert werden – im Wissen der Zwischenstände von Bielefeld und Bremen.

1. FC Köln: Tanz auf der Rasierklinge geht vorerst gut

Ein Spiel mit dem Abstiegs-Feuer! Was wäre gewesen, wenn Bielefeld gegen Hoffenheim noch der späte Siegtreffer gelungen wäre? Und wenn Bremen in Augsburg nicht kurz vor Schluss das 0:2 kassiert hätte, sondern zum 1:1 ausgeglichen hätte? Dann wären die Chancen auf den Kölner Klassenerhalt jetzt dramatisch schlecht.

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Ismail Jakobs, Jannes Horn und Salih Özcan (v.l.) nach Abpfiff im Berliner Olympiastadion (am 15. Mai 2021)

Für den Moment ging der Tanz auf der Rasierklinge gut. Da Gladbach und Stuttgart am 34. Spieltag noch um Platz sieben kämpfen, erwarten Bremen (mit Trainer-Rückkehrer Thomas Schaaf) und Bielefeld starke Gegner. Die Kölner Taktik zeigt aber auch ganz deutlich: Der FC hat im Kampf um den Klassenerhalt mehr Vertrauen in das Versagen der Konkurrenz als in sich selbst. Passt zu dieser trostlosen Saison…

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1. FC Köln braucht gegen FC Schalke 04 viel mehr Mut

Hertha wirkte gerade in der Schlussphase extrem platt. Die Berliner gingen personell auf dem Zahnfleisch, Coach Pal Dardai musste mehrere Regionalliga-Kicker einwechseln. Da war ein Auswärtssieg im Bereich des Möglichen – aber nicht so!

Im Spiel nach vorne war wie so oft kein Plan zu erkennen. Spätestens mit der Auswechslung von Sebastian Andersson war auch die Hoffnung auf einen Zufallstreffer dahin. Alternativen auf der Bank? Fehlanzeige. Die beiden anderen Sturm-Verpflichtungen dieser Saison, Emmanuel Dennis und Tolu Arokodare, sind zu schwach für den Kader.

Gegen Schalke bedarf es jetzt eines ganz anderen Auftritts. Mut, Selbstvertrauen, Risikobereitschaft – all das muss Funkel seinen Spielern in den kommenden Tagen einimpfen. Ob die Siegchancen gegen den befreit aufspielenden Absteiger, der gerade Champions-League-Aspirant Eintracht Frankfurt mit 4:3 abgeschossen hat, dann besser stehen als gegen angeschlagene Berliner, wird sich zeigen.

Genauso, ob sich der FC auf mehr Schützenhilfe verlassen kann als Fortuna Düsseldorf vor einem Jahr. Damals ließ sich Köln am 34. Spieltag in Bremen bekanntlich mit 1:6 abschießen und verhalf Werder noch zum Sprung in die Relegation.

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