Vor dem Relegations-Rückspiel in Kiel Jetzt hilft Köln nur noch der reine Wille

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Sebastian Andersson (1. FC Köln) vergibt gegen Holstein Kiel beim 0:1 im Relegationshinspiel am  26. Mai seine einzige Schusschance.

Köln – Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel der Relegation gegen Holstein Kiel schwindet beim 1. FC Köln die Hoffnung auf die Rettung. Die alte Devise „Die Null muss stehen“, die bei allen Angriffsbemühungen beim FC im Vordergrund stand, rächte sich bitter. Was jetzt Hoffnung macht? Einzig der Wille, den diese Mannschaft in einigen aussichtslosen Endspielen bereits gezeigt hat, findet unser Autor in seinem Kommentar.

Friedhelm Funkel muss die Mannschaft aufrichten

Friedhelm Funkel wird in den nächsten Tagen einiges zu tun haben, um seine Spieler aufzurichten. Denn nach dem 0:1 im Relegations-Hinspiel gegen Holstein Kiel sieht es düster aus für den 1. FC Köln.

Das Momentum durch den Sieg über den FC Schalke ist dahin. Der Vorteil der geringeren Belastung in den letzten Wochen dürfte auch kein großer mehr sein. Und bei Holstein kehren mit Alexander Mühling und Jonas Meffert zwei der Besten ausgeruht nach abgelaufener Gelb-Sperre zurück.

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1. FC Köln eine Mannschaft ohne Waffen

Was bleibt dem 1. FC Köln jetzt noch? Welche Optionen hat Funkel? Nicht viele. Es bleibt dabei: Der von Sportchef Horst Heldt völlig unausgewogen zusammengestellte Kader hat kaum Waffen. Automatismen und eine Spielidee hat Vorgänger Markus Gisdol nie entwickelt, für den Feuerwehrmann Funkel ist dafür die Zeit zu knapp. Einen wirklichen Stürmer gibt es nicht, Sebastian Andersson hat nach langer Pause nie richtig trainiert, wird nur immer gerade so für die Spiele fit gemacht und sollte eigentlich am Mittwoch nicht spielen. Jetzt musste er doch ran, was das für sein Knie bedeutet, dürfte erst das Abschlusstraining zeigen. Dass es keine Alternative gibt, ist eine Bankrotterklärung für die Arbeit des Sportchefs, und selbst wenn der 1. FC Köln dem Relegations-Tod noch einmal von der Schippe springen sollte, muss darüber diskutiert werden, ob man nach zwei derartigen Transferperioden noch an Heldt festhalten kann.

Rächt sich beim 1. FC Köln jetzt der Mutlos-Auftritt in Berlin?

Aber wie soll die Rettung überhaupt gelingen? Rächt sich jetzt, dass man in Berlin nicht auf Sieg gespielt und damit die direkte Rettung vergeben hat? Büßt man jetzt dafür, dass man sich im Heimspiel am Mittwoch auf die zweite Halbzeit verlassen wollte – worauf die Kieler vorbereitet waren und sich entsprechend dagegenstemmten? Viele Optionen hat Funkel nicht, am Ende ist Kölns einzige Hoffnung der Wille, den gerade Kapitän Jonas Hector vorlebt. Das gelang bereits in einigen aussichtslosen Spielen, selbst gegen Gegner wie Dortmund oder Leipzig. Andererseits taten diese Köln den Gefallen und gaben ihnen Räume.

1. FC Köln und das Prinzip Hoffnung gegen Holstein Kiel

So nett wird Holstein nicht sein, und deshalb geht es in Kiel wohl nur ums irgendwie Überleben: Mal einen Ball reinstolpern, einen Standard verwerten – eine andere Hoffnung gibt es nicht für den Bundesligisten. Dass es allerdings so weit gekommen ist, ist ein Trauerspiel – und muss aufgearbeitet werden.

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