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„Ehrlich hinterfragen“ Kohler & Calmund kritisieren Transfers – Koschinat über FC-Job

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Sportchef Horst Heldt (l.) und Trainer Markus Gisdol, hier beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen Arminia Bielefeld am 31. Januar 2021, stehen in der Kritik.

Köln – Der 1. FC Köln kämpft in der Bundesliga ums sportliche Überleben. Klar, dass das auch das Thema beim hochkarätig besetzten Talk „Loss mer schwade“ mit XXL-Manager Reiner Calmund (72), Ex-Fortuna-Coach Uwe Koschinat (49) und Jürgen Kohler (55), Weltmeister von 1990, war.

  • Jürgen Kohler hält Uwe Koschinat für einen geeigneten Gisdol-Nachfolger beim 1. FC Köln
  • Reiner Calmund: FSV Mainz 05 tätigte bessere Wintertransfers als der 1. FC Köln
  • Jürgen Kohler meldet Zweifel an der Andersson-Verpflichtung an

Uwe Koschinat: „Die FC-Gerüchte schmeicheln mir"

Die Trainerfrage nach der Zukunft von Markus Gisdol (51) stellte sich am Sonntag (21. März) nach dem 2:2 gegen Borussia Dortmund erst einmal nicht – und trotzdem wurde Koschinat auf die Gerüchte angesprochen, auch er wäre in der Verlosung als neuer FC-Coach.

Seine Antwort: „Köln ist mein Lebensmittelpunkt, von daher liegt so ein Gerücht natürlich nahe. Es ist eine nette Episode, dass ich im Zusammenhang mit dem FC gehandelt werde. Es wäre auch ein komplettes Verleugnen der Situation, wenn ich sagen würde, dass mir das nicht schmeichelt oder dass ich mir das nicht vorstellen kann. Aber es gab keine Kontakte vonseiten des FC und ich bezweifle, dass man im Inneren des Vereins so unruhig ist, wie es von außen kolportiert wird.“

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Hochkaräter im Loss-mer-schwade-Talk: EXPRESS-Sportchef Marcel Schwamborn am 21. März 2021 mit Uwe Koschinat, Reiner Calmund und Jürgen Kohler (v.l.).

Weltmeister Kohler hält ihn durchaus für eine denkbare Lösung: „Uwe Koschinat kann eine Mannschaft im Abstiegskampf stabilisieren, das hat er ja auch beim SV Sandhausen gezeigt. Uwe steht für Nachhaltigkeit. Er hat nicht so oft die Vereine gewechselt, er hat eine hohe Identifikation mit dem Verein, außerdem müsste der Verein keine Wohnung suchen, er hat schon eine in Köln.“ 

Doch der so Gelobte bricht stattdessen eine Lanze für seinen Kollegen: „Ich kenne Markus Gisdol sehr gut, habe ihn im Fussballlehrer-Lehrgang als sehr analytischen Typ kennengelernt. Er ist in der Lage, nüchterne Entscheidungen zu treffen. Er ist mittlerweile sehr abstiegskampferprobt. Ihm sind mit Andersson, Hector, Bornauw wichtige Stützpfeiler ausgefallen. Das musst du als Team erst mal verkraften. Es zeichnet Markus Gisdol aus, mit welcher Konsequenz er immer wieder auf junge Spieler setzt.“

Reiner Calmund: „Mainz 05 hat die besseren Nachlader“

Reiner Calmund (72) sieht die Gründe für die Krise eher in der Kaderplanung von Sportchef Horst Heldt (51): „Die Probleme liegen nicht nur beim Trainer. Der FC hat mit Cordoba und Uth wichtige Offensivspieler verloren, Andersson ist dauerverletzt. Das ist ein Hammer, der sich bemerkbar macht. Im Winter haben die Mainzer mit Glatzel, Kohr und da Costa bessere Nachlader gehabt, als der FC mit einem Mittelstürmer aus Belgien, der absolut nicht funktioniert, und Max Meyer, der auf der Insel überhaupt nicht gespielt hat. Der FC hat vielleicht auf klangvolle Namen gesetzt, beide sind aber nicht effektiv.“

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Jürgen Kohler: „Beim Andersson-Transfer bleiben Zweifel“

Die Problematik sieht auch Kohler: „Beim Andersson-Transfer bleiben mir noch Zweifel: Er hatte schon in Kaiserslautern Verletzungsprobleme, bei Union Berlin auch. Da habe ich doch das Gefühl, dass man das Risiko bewusst eingegangen ist, nachdem bei Streli Mamba bereits der Transfer wegen dessen Verletzung geplatzt war. Da muss man schauen, ob man bei der Kaderplanung alles richtig gemacht hat. Das sollte man schon ehrlich hinterfragen.“

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Jürgen Kohler kritisiert das Risiko bei der Verpflichtung von Sebastian Andersson, hier bei einer Trainingsbehandlung am 8. Dezember 2020

Reiner Calmund lobt Chef-Duo Alexander Wehrle und Horst Heldt

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Allerdings will Calmund das alles nicht als Grundsatz-Kritik am Führungs-Duo verstanden wissen, im Gegenteil: „Auf den Geschäftsführer-Positionen ist der FC so besetzt, das hat wirklich nichts mit Abstiegsplätzen zu tun. Horst Heldt wird im Bundesliga-Markt gehandelt, zwitschern mir die Vögelchen zu. Ich weiß auch nicht, ob Horst so glücklich ist. Das hat nichts mit den Fans und der Stadt zu tun, sondern eher mit der Struktur des Vereins. Ähnlich ist es ja auch bei Alexander Wehrle. Er ist ein absolut anerkannter Mann. Es gibt die Diskussionen, geht Alex zur DFL oder nach Stuttgart. Erwin Staudt ist ein absoluter Fan von Wehrle. Der Gemeinsame Ausschuss vom FC muss jetzt mal klarstellen, dass Alexander Wehrle und Horst Heldt – egal was passiert im nächsten Jahr – dem FC zur Verfügung stehen. Die Signale sind sehr deutlich, dass einige Vereine gerne Heldt hätten. Bei Wehrle ist das noch intensiver.“ Laut Calmund zeigt auch Eintracht Frankfurt Interesse.

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