FC-Kapitän verhindert nächste Pleite Comebacker Hector schenkt Köln Pünktchen Hoffnung

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Jonas Hector (2. v. l.) nach seinem 1:1-Ausgleichstreffer für den 1. FC Köln gegen Werder Bremen am 7. März 2021. Vorbereiter Emmanuel Dennis und Max Meyer waren die ersten Gratulanten.

Köln – Vom Dauer-Sorgenkind zum Retter! Jonas Hector bewahrte den 1. FC Köln gegen Werder Bremen am Sonntag (7. März) vor dem nächsten heftigen Dämpfer im Abstiegskampf. Der Kapitän traf bei seinem Comeback nach sechs Wochen Pause (Oberschenkelprobleme) zum späten 1:1-Ausgleich.

  • 1. FC Köln spielt 1:1 gegen Werder Bremen
  • Jonas Hector gleicht nach Josh Sargents Führung aus 
  • Diskussionen um FC-Tor

Der Vorsprung auf Platz 17 bleibt damit bei vier Punkten. Chefcoach Markus Gisdol (51) nach Abpfiff: „Zum Glück war der Fußballgott heute da und hat gesagt: Dieses Spiel darf der FC nicht verlieren.“

1. FC Köln erstmals seit 0:5 in Freiburg wieder mit Viererkette

Alles zum Thema Jonas Hector

Gisdol setzte gegen Bremen erstmals nach der 0:5-Demontage in Freiburg wieder auf eine Viererkette, mit Jorge Meré und Jannes Horn im Zentrum. Winter-Neuzugang Max Meyer feierte wie erwartet seine Startelf-Premiere, während Emmanuel Dennis zunächst zuschauen musste.

Der FC übernahm die Iniative, ging die Partie deutlich aktiver als das vorherige Heimspiel gegen Stuttgart (0:1) an. Das große Problem: Aus dem Spiel heraus tat sich Köln gegen die tiefstehenden und auf Konter lauernden Bremer gewohnt schwer.

Bis zum Strafraum sah das FC-Spiel noch ganz ansehnlich aus – dann war Endstation! Flanken segelten ins Nichts oder zu den Bremern, da im Sechzehner ein Abnehmer fehlte. Jonas Hector später: „Das ist auch dem geschuldet, dass wir ohne echte Spitze spielen. Das ist kein Vorwurf an die Jungs vorne drin, die im Strafraum nicht unbedingt zu Hause sind.“

Dennoch hätte Köln fast einen Traumstart erwischt: Nach einem Eckball von Rexhbecaj kam Thielmann frei zum Schuss, doch Teamkollege Skhiri stand im Weg und rettete für Werder (3.). Extrem ärgerlich! Nach 20 Minuten hatte der Tunesier selbst den nächsten Hochkaräter, scheiterte nach einer Ecke per Kopf an Werder-Keeper Pavlenka.

U21-Bundestrainer Stefan Kuntz erneut im Rhein-Energie-Stadion

U21- Bundestrainer Stefan Kuntz, wie schon gegen Stuttgart live im Rhein-Energie-Stadion dabei, konnte zwei seiner Olympia-Kandidaten im direkten Zusammenspiel beobachten. Ismail Jakobs und Noah Katterbach beackerten die linke Seite. Die beiden Eigengewächse zählen genau wie Rexhbecaj und Salih Özcan zu Kuntz' Vorauswahl für die Spiele in Tokio.

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Noah Katterbach stand am Sonntag (7. März 2021) gegen Werder Bremen erstmals seit dem 19. Spieltag wieder in der Startelf des 1. FC Köln.

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Und Werder? Die Hanseaten wachten erst nach der Pause auf, wurden dann aber gleich richtig gefährlich. Rashica bediente Augustinsson, doch Horn hielt den Abschluss aus zehn Metern (47.). Die Bremer wurden etwas aktiver und schockten den FC: Von Meré allein gelassen, köpfte Sargent eine Schmid-Flanke zum 0:1 ein (66.).  

Markus Gisdols Joker sorgen für Ausgleich

Gisdol reagierte mit vier Wechseln, brachte unter anderem Hector und Dennis – mit Erfolg! Der Leih-Stürmer aus Brügge ging bei einer Katterbach-Flanke zum Ball, behinderte damit Pavlenka. Der Bremer Torwart konnte die Kugel nicht klären und Hector brauchte nur noch einschießen (83.). 

Bremen protestierte, das Tor wurde vom Video-Schiri überprüft und zählte. Hector: „Für mich war das kein Foul, das hat der Schiedsrichter auch so gesehen. Mit dem Punkt müssen wir leben. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, waren bei den entscheidenden Situationen aber nicht zwingend genug.“

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Köln drückte noch auf den Sieg, verpasste es aber, das Spiel ganz zu drehen und sich damit Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Startelf-Debütant Meyer: „Jeder Punkt hilft, aber heute wäre mehr drin gewesen.“

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Max Meyer (r.) stand am Sonntag, 7. März 2021, gegen Werder Bremen erstmals in der Startelf des 1. FC Köln. 

Die nächsten Gegner werden nicht leichter: Union Berlin, Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg.

Übrigens: Zwischen Bremen-Coach Florian Kohfeldt und Gisdol lief nach dem Hinspiel-Zoff dieses Mal alles ganz ruhig und harmonisch – auch wenn beim Handschlag nach Abpfiff beide nicht glücklich ausssahen...

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