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FC-Sportchef im EXPRESS-Interview Schmadtke spricht über sein Europa-Triple

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Dritter Verein, zum vierten Mal in Europa: Jörg Schmadtke ist der Baumeister des Kölner Erfolgs.

Köln – Auch auf dem Trip nach Fernost (hier die Einzelheiten) nutzt Sportchef Jörg Schmadtke jede freie Minute. Er führt Gespräche. Mit seinem Trainerteam. Den Spielern. Den Mitarbeitern. Der FC-Macher hat in Köln das Euro-Triple geschafft, ist nach der UEFA-Cup-Quali mit Alemannia Aachen und Hannover 96 auch mit dem FC ins internationale Geschäft vorgestoßen.

Routine wird das für ihn aber nie, wie er im EXPRESS-Interview verrät. Schmadtke, der seine Mannschaften stets von Grund auf aufbaute und mit relativ schmalem Budget das Euro-Wunder schaffte, hat dafür auch viel zu viel Spaß daran, wie er im EXPRESS-Gespräch verrät.

Jörg Schmadtke, Sie haben sich am Samstag kurz vor Schlusspfiff bei den Ersatzspielern und Mitarbeitern bedankt...
Ja, weil in der Hektik die Gefahr groß ist, jemanden zu vergessen. Und das sollte gerade an so einem Tag nicht passieren. Alle zusammen haben etwas Großes, etwas Historisches für den Klub erreicht.

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Für Sie selbst ist es das vierte Mal Europa mit dem dritten Klub. Also fast schon Routine?
Nein, die Europa League wird nie zur Routine. Das ist etwas ganz Besonderes. Gerade die Auswärtsspiele, wenn du an fernen Orten bist und deine Anhänger sind mit dabei. Wir waren mal mit Hannover im Herbst 2011 in Kopenhagen, es war schönstes Wetter und über 10.000 Fans waren mitgereist – ein gigantisches Gefühl.

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Jörg Schmadtke sagt: „Das Trainerteam ist immer der Schlüssel.“

Obwohl ja oft auch Mannschaften Probleme mit der Doppelbelastung bekommen. Christian Streich etwa warnte davor, in dieser Saison musste Mainz lange Zeit zittern, der Euro-Trainer Martin Schmidt am Ende gehen.
Natürlich ist das eine Herausforderung. Aber es ist machbar. Auch das haben wir damals in Hannover gezeigt. Wir werden alles dafür tun, die Reisebelastung zu minimieren. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, nach den Auswärtsspielen direkt nach Hause zu fliegen. Und die Spiele selbst sind nicht das Problem. Ich glaube, dass eine intensive Trainingseinheit manchmal mehr Kraft kostet, auch weil der Adrenalin-Kick fehlt, den du in so einem Spiel hast.

Also mit Freude nach Europa?
Selbstverständlich! Es gibt doch nichts Schöneres für einen Fußballer. Natürlich darf nicht viel in der Planung danebengehen. Aber das ist ja  die Herausforderung. Wenn ich sehe, wie sich diese ganze Stadt gefreut hat, nachdem wir Platz fünf erreicht haben. Sehen Sie: Unser Job ist es vor allen Dingen, Menschen glücklich zu machen. Ich denke, das haben wir beim FC mit der ersten Qualifikation fürs internationale Geschäft seit 25 Jahren geschafft. Und wir wollen auch weiterhin Menschen glücklich machen.

Welche Rolle spielt das Trainer-Team um Peter Stöger?
Die kann man ja gar nicht hoch genug bewerten. Das Trainerteam ist immer der Schlüssel.  Wie sie in alle Richtungen arbeiten, wie das Zusammenspiel mit der Mannschaft funktioniert – das ist schon außergewöhnlich und ein wesentlicher Grund für unseren Erfolg. Denn neben Geld gibt es noch eine wichtige Ressource: Der Umgang mit den Menschen. Und ich denke, da sind wir beim FC Spitze. Und das spricht sich auch unter den Spielern herum.

Viel wird über die Zukunft von Modeste diskutiert. Es soll Offerten geben aus China, aus Marseille (hier die Hintergründe). Sein Verhalten im letzten Spiel, seine Tränen sahen für viele nach Abschied aus...
Für manche ist das Glas halbleer, für mich ist es halbvoll. Soll heißen: Er könnte auch seine Zuneigung für diesen Klub und die Stadt ausgedrückt haben. Stand jetzt ist Anthony Modeste zu 100 Prozent Spieler des 1. FC Köln – und er hat bei uns einen langfristigen Vertrag. Und erst wenn ein exorbitantes Angebot kommen sollte, würden wir uns zusammensetzen.

Mal abgesehen von der Modeste-Frage: Muss der Mannschaft für die künftigen Aufgaben viel Qualität zugefügt werden?
Diese Mannschaft hat schon viel Qualität! Sonst wäre sie doch gar nicht so weit gekommen. Ich vertraue unserer Mannschaft, wir werden sicher ein paar i-Tüpfelchen setzen und sie an ein paar Positionen verstärken wollen. Da arbeiten wir schon mit Hochdruck dran.

Unter anderem ist der Mainzer Jhon Cordoba im Gespräch (hier die Einzelheiten). Der schien am Samstag ein Empfehlungsschreiben abgeben zu wollen.
Das ist sicher ein sehr interessanter Spieler. Aber mehr gibt es dazu jetzt nicht zu sagen.

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