„So bleiben wir nicht in der Liga“ FC-Profis bitten Sportboss Heldt um Krisengipfel

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Hier kommen FC-Torwart Timo Horn (l.) und Kapitän Jonas Hector am 10. Januar 2021 vom Geheimgipfel mit Sportchef Horst Heldt.

Köln – Beim 1. FC Köln brennt es nach der 0:5-Demontage in Freiburg lichterloh.

Sportboss Horst Heldt (51) hat Markus Gisdol (51) zwar eine Job-Garantie für das Heimspiel gegen Hertha BSC ausgesprochen, doch die Zweifel am Trainer wachsen – auch in der Mannschaft? Nach der höchsten Saison-Klatsche baten die Führungsspieler Heldt um einen Krisengipfel!

1. FC Köln: Kapitäne sprechen Klartext mit Horst Heldt

EXPRESS erwischte Kapitän Jonas Hector (30) mit seinen beiden Vizes Timo Horn (27) und Marco Höger (31), als sie Sonntag, 13.55 Uhr, das Büro des Sportchefs verließen.

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Wichtig: Heldt hatte das Anführer-Trio nicht einbestellt – die drei FC-Routiniers wollten selbst mal Klartext reden!

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Jonas Hector (l.) und Marco Höger nach dem Gespräch mit Sportchef Horst Heldt

Unter anderem auf der Agenda: der fehlende Plan im Spiel nach vorne und Abweichungen der Freiburg-Taktik von den Trainingsinhalten. Es wurde kein Blatt vor den Mund genommen, allerdings auch nicht auf Gisdols Rauswurf gedrängt.

Heldt zum EXPRESS: „Die Inhalte des Gesprächs bleiben intern, aber die Spieler waren nicht bei mir, um den Kopf des Trainers zu fordern.“ Mit ihm hatte sich der Sportboss bereits am Morgen zur Besprechung getroffen.

Horst Heldt: Markus Gisdol gegen Hertha BSC auf der Bank des 1. FC Köln

Wie sehr die Mannschaft wirklich zu Gisdol steht, wird sich erst am Samstag, 15.30 Uhr, auf dem Rasen in Müngersdorf zeigen!

Fest steht: Vor dem Hertha-Heimspiel denkt Heldt nicht an einen Trainerwechsel. Angesprochen auf Gisdols Zukunft, kündigte er am Sonntagvormittag an: „Markus wird am Samstag auf der Bank sitzen.“

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Markus Gisdol beim Ersatzspieler-Training am Sonntagvormittag nach der Freiburg-Klatsche

Nicht weniger, aber auch nicht mehr! Auf den Chefcoach wartet damit das nächste Endspiel – Nummer zwei nach dem 2:1 in Dortmund, als Gisdol schon einmal kurz vor dem Aus gestanden hatte.

Horst Heldt kündigte Konsequenzen beim 1. FC Köln an

Nach der Nicht-Leistung in Freiburg sieht Heldt vor allem die Profis in der Pflicht, sagt: „Die Mannschaft war gut vorbereitet auf den Gegner. Es ist müßig zu diskutieren, wenn die Basis und die Grundtugenden fehlen. Unser Auftreten war nicht akzeptabel. Wir können jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen.“

Heißt konkret?

Knallhart-Training! „Wir werden uns nicht zum Kaffeetrinken treffen, das ist nicht möglich. Diese Woche wird eine andere sein.“

Weitere Aussprachen! „Wir werden die Zeit nutzen, um uns das Spiel erklärbar zu machen – vielleicht von dem ein oder anderen, vielleicht von der gesamten Mannschaft.“

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FC-Trainer Markus Gisdol (M.) in Freiburg mit Sportboss Horst Heldt (l.) und Noch-Kaderplaner Frank Aehlig

Rauswürfe! Mit Frederik Sörensen (28), Christian Clemens (29) und Robert Voloder (19) haben die Verantwortlichen bereits am Freitag drei chancenlose Reservisten aus dem Profi-Training geschmissen und zur U21 geschickt.

„Wir haben zu viel Quantität im Kader, müssen besser und intensiver trainieren können. Das ist keine schöne Maßnahme, aber es geht hier um den 1. FC Köln, nicht um Einzelne“, erklärt Heldt – und droht auch vermeintlichen Leistungsträgern mit dem Liga-Aus!

Profis des 1. FC Köln stehen auf dem Prüfstand

Der Sportboss weiter: „Jeder muss vor seiner eigenen Haustür kehren und sich selbst hinterfragen. Wer nicht damit anfängt, wird in die Richtung geschoben.“ 

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Nach dem Totalausfall in Freiburg steht jeder auf dem Prüfstand. „Ich bin sauer, dass wir uns immer wieder selbst in die Schwierigkeiten manövrieren und dann mit dem Rücken zur Wand stehen“, schimpft Heldt und rechnet mit der Mannschaft ab: „Wir haben alles vermissen lassen, was uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte. Das war ein außerordentlich schlechter Tag, den ich beim FC so noch nicht erlebt hatte.“

Sein dringender Appell: „Wir spielen für den 1. FC Köln und müssen alles dafür tun, in der Liga zu bleiben. So bleiben wir nicht in der Liga!“

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