„Der hat hier nichts mehr zu suchen“ FC-Boss Heldt wünscht sich Bank-Frust

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FC-Sportboss Horst Heldt (l.) hat Verständnis für den Frust der Ersatzspieler.

Köln – Es war durchaus eine Überraschung, dass Innenverteidiger Jorge Meré (23) bei Kölns 2:4-Pleite gegen Leipzig zu Beginn nur auf der Bank saß. Der Spanier, der vor nicht allzu langer Zeit noch als das größte Juwel im Verein galt, hatte sich Hoffnungen gemacht, den rot-gesperrten Sebastiaan Bornauw (21) zu ersetzen.

Markus Gisdol setzte auf Rafael Czichos statt Jorge Meré

Stattdessen schenkte Trainer Markus Gisdol (50) dem lange verletzten Rafael Czichos (30) das Vertrauen. Ein deutlicher Fingerzeig, welchen Stellenwert Meré im Verein noch besitzt – immerhin war Czichos 100 Tage weg gewesen, hatte vorher nicht ein einziges Mal auf der Bank gesessen.

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Jorge Meré ist das Lachen beim 1. FC Köln in den letzten Monaten vergangen.

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Klar, dass der U21-Europameister in seiner aktuellen Situation Frust schiebt. „Es ist grundsätzlich nicht einfach, wenn man auf der Bank sitzt und nicht zum Einsatz kommt. Das ist auch gut so“, erklärt Horst Heldt (50): „Wer da nicht frustriert ist, ist deplatziert. Jeder hat den Ehrgeiz, spielen zu wollen – und so viel wie möglich. Das wollen wir keinem nehmen. Wem das egal ist, der hat hier nichts mehr zu suchen.“

Der FC-Sportboss wünscht sich also sogar Reservisten-Frust!

Horst Heldt: „Jorge ist ein absoluter Sportsmann“

Bitter für Meré: Sein Marktwert hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf nur noch 4,8 Millionen halbiert (Quelle: Transfermarkt). Kein Wunder: Der Spanier stand diese Saison lediglich fünfmal in der Startformation, in 18 Bundesliga-Partien kam er aus diversen Gründen überhaupt nicht zum Einsatz – vor allem, weil die Trainer nicht überzeugt von ihm waren.

Heldt sagt aber: „Jorge ist ein absoluter Sportsmann und er hat nicht so agiert, dass man jetzt mit dem Finger auf ihn zeigen müsste. Wenn man sich in ihn und auch andere, die zu wenig spielen, hineinversetzt – die sind immer verärgert.“

Beierlorzer-Stammduo unter Gisdol außen vor

Mit den „anderen“ meint Heldt wohl Spieler wie Birger Verstraete (26) oder Kingsley Schindler (26). Sie waren vor einem Jahr mit großen Ambitionen zum FC gewechselt. Während das Duo bei Achim Beierlorzer (52) noch gesetzt war, spielt es unter Gisdol keine Rolle mehr. Im Normalfall reicht es nicht mal für den Kader.

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