FC zeigt Reaktion nach Freiburg Gisdol nullt sich zur nächsten Job-Rettung

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Markus Gisdol holte mit dem 1. FC Köln ein 0:0-Unentschieden gegen Hertha BSC.

Köln – Markus Gisdol (51) hat auch das zweite Schicksalsspiel beim 1. FC Köln überstanden. Seine Mannschaft kam zu einem 0:0 gegen Hertha BSC und rettete damit ihrem Trainer mit einem beherzten Auftritt bereits zum zweiten Mal in dieser Saison den Job.

Bei einer Niederlage gegen den „Big City Club“ hätte Gisdols Stuhl bedenklich gewackelt. So sitzt der FC-Trainer auch in der englischen Woche bei Schalke 04 (Mittwoch, 18.30 Uhr) fest im Sattel.

„Wir wollten schon gewinnen. Wir wissen, dass Hertha in keiner leichten Situation ist. Das wollten wir besser ausnutzen, aber haben nach vorne zu wenige Lösungen gefunden. Hintenraus hatten wir auch Glück“, meinte FC-Keeper Timo Horn (27).

Markus Gisdol rotiert beim 1. FC Köln nach Freiburg-Debakel

Mit Herz, Leidenschaft und Mut zum Punktgewinn: Nach dem 0:5 in Freiburg stellte Gisdol wieder auf Dreierkette um, mit der Köln in Dortmund (2:1) gewann.

Dazu nahm er fünf Änderungen in der Startelf vor – allesamt Konsequenzen aus dem Debakel beim Sport-Club. Am härtesten erwischte es dabei Jorge Meré, der aus der Startelf auf die Tribüne rotierte.

Marius Wolf rückte in die für ihn ungewohnte Sturmspitze, Kingsley Ehizibue und Sava Cestic erhielten neue Bewährungschancen.

1. FC Köln zeigt Reaktion nach Freiburg-Debakel

Der FC fand nach den vielen Umstellungen schwer ins Spiel. Die Anfangsphase gehörte klar der Hertha. Doch die Mannschaft kämpfte sich ins Spiel und leistete der vermeintlichen Star-Truppe aus der Hauptstadt mächtig Gegenwehr.

„Ich wünsche mir heute eine positive Reaktion meiner Mannschaft“, hatte Gisdol vor Spielbeginn gefordert. Und seine Mannschaft tat ihm den Gefallen, kämpferisch und läuferisch konnte man den Elf auf den Platz keinen Vorwurf machen. Es war in den ersten 45 Minuten ein ganz anderer Auftritt als bei der Schmach im Breisgau.

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Hinten brannte so gut wie nichts an, und selbst im Offensivspiel gab es einige Ansätze, auch wenn die ganz große Torchance bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit ausblieb. Da traf Hector auf Zuspiel von Not-Stürmer Marius Wolf das Außennetz. „Wir sind im Spiel. Man sieht, dass beide Mannschaften nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Ich hoffe, dass wir in der zweiten Halbzeit ein Tor mehr schießen als die Berliner“, sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle (45) nicht unzufrieden in der Pause.

Kapitän Jonas Hector gibt nach Schlusspfiff Entwarnung

Nach dem Wechsel knüpfte der FC an die konzentrierte Leistung an. Die Hertha fand offensiv kaum statt. Die erste große Chance der zweiten 45 Minuten hatte Wolf gegen seine Ex-Kollegen. Nach flacher Hereingabe von Ehizibue jagte die BVB-Leihgabe den Ball aus sieben Metern in die Wolken – da war mehr drin.

Dann folgte der große Schreck: Jonas Hector blieb nach einem harten Check von Herthas Alderete liegen und fasste sich dabei an den Nacken. Die FC-Verantwortlichen hielten die Luft an, Hector hatte schließlich gerade erst eine monatelange Nackenverletzung auskuriert. Der Ex-Nationalspieler stand zwar wieder auf, musste jedoch ausgewechselt werden, für ihn kam Özcan.

Immerhin konnte er nach Schlusspfiff Entwarnung geben. Hector: „Ich gehe davon aus, dass alles in Ordnung ist. Aufgrund der Verletzung, die ich diese Saison schon hatte, bin ich einen Ticken sensibler. Ich denke aber, dass alles im grünen Bereich ist.“

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Markus Gisdol mit Jonas Hector nach dessen Auswechslung gegen Hertha

Ohne den Kapitän geriet der FC ins Schlingern. Piatek und Guendouzi hatten die dicksten Berliner Chancen. Der Franzose traf sogar den Pfosten. Doch der FC überstand die kribbelige Phase und hielt hinten die Null. Offensiv ging nach Wolfs Chance dagegen nichts mehr – der FC ist damit inzwischen 485 Minuten ohne eigenes Bundesliga-Tor.

Durch das 0:0 beendete der FC die Hinrunde ohne einen einzigen Heimsieg. Weil auch Mainz 05 (1:1 bei Borussia Dortmund) und Arminia Bielefeld (0:0 in Hoffenheim) punkteten, bleibt der FC auf dem Relegationsrang stecken.

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