FC-Abwehr-Puzzle Gisdol hat die Qual der Wahl – wer seinen Platz sicher hat

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Sebastiaan Bornauw und Jorge Meré bildeten im Pokal gegen den VfL Osnabrück die Innenverteidigung.

Köln – Gisdols großes Abwehr-Puzzle!

Während die Personaldecke im Angriff äußerst dünn ist, hat FC-Trainer Markus Gisdol (51) im Abwehrzentrum die Qual der Wahl.

Waren zu Beginn der Spielzeit noch Sebastiaan Bornauw (21) und Rafael Czichos (30) klar gesetzt, beginnt der Kampf um die Plätze im neuen Jahr von vorne.

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Denn während der vergangenen Wochen haben mit Sava Cestic (19) und Jorge Meré (23) zwei weitere Verteidiger Stammplatz-Ansprüche angemeldet. Zählt man den etatmäßigen Linksverteidiger Jannes Horn (23) dazu, buhlen sogar fünf FC-Profis um maximal drei freie Plätze.

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Sebastiaan Bornauw ist wohl der einzige FC-Verteidiger, der seinen Platz sicher hat. Der Belgier stand in der Bundesliga bisher mit einer Ausnahme immer 90 Minuten auf dem Platz. Lediglich gegen Union am achten Spieltag bekam er eine kleine Denkpause. Auch wenn der Blondschopf lange nicht die Form der vergangenen Saison hat, ist er für Gisdol unersetzlich.

Rafael Czichos kehrt beim 1. FC Köln nach Verletzung zurück

Rafael Czichos ging als Abwehrchef in die Saison. Bis zu seiner Adduktoren-Verletzung stand der Routinier immer in der Startelf, wurde lediglich bei der bitteren Derby-Niederlage gegen Gladbach zur Pause ausgewechselt.

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Rafael Czichos konnte nach seiner Adduktoren-Verletzung Mitte Dezember wieder individuell trainieren.

Ausgerechnet in Dortmund, wo er verletzt raus musste, zeigte Czichos seine beste Saisonleistung. Die Blessur hat ihn also zum völlig falschen Zeitpunkt erwischt. Für einen Einsatz von Beginn an gegen Augsburg wird es nach EXPRESS-Informationen noch nicht reichen. Danach muss er sich neu beweisen. Denkbar, dass Gisdol ihn in den nächsten Wochen mal zusammen mit Meré und Bornauw in einer Dreierkette testen wird – diese Konstellation gab es diese Saison noch nicht.

Jorge Meré feierte in den letzten Wochen seinen zweiten Frühling in Köln. Der Spanier, der bereits mehrfach abgeschrieben schien, war hauptverantwortlich dafür, dass in Leipzig (0:0) und beim Pokalspiel gegen den VfL Osnabrück (1:0) hinten die Null stand. „Wir brauchen ihn, man hat gesehen, wie wertvoll er sein kann“, lobte Gisdol den U21-Europameiter nach dem goldenen Punkt bei den Roten Bullen. Egal, ob Gisdol mit Dreier- oder Viererkette spielen lässt, Meré dürfte seinen Platz vorerst sicher haben.

Sava Cestic hat beim 1. FC Köln eine beachtliche Entwicklung genommen

Sava Cestic wurde beim Sensationssieg in Dortmund von Gisdol ins kalte Wasser geworfen und lieferte prompt eine starke Bundesliga-Premiere ab. Der Youngster, der vor der Saison noch als Leihkandidat galt, hat eine beachtliche Entwicklung genommen und ist plötzlich nah dran an den Stammplätzen.

Bei seinen bisherigen vier Einsätzen musste er lediglich gegen Leverkusen Lehrgeld zahlen. Setzt Gisdol wie in Leipzig und gegen Osnabrück auf Viererkette, wird er zum Jahresstart vermutlich zunächst auf der Bank sitzen.

Jannes Horn machte seine Sache als „Aushilfs-Innenverteidiger“ ordentlich. In Mainz half er mit, die Null zu halten. Er dürfte aber nach der Czichos-Rückkehr aus der Rotation rausrutschen und wieder auf seine angestammte Position als Linksverteidiger rücken. Dort muss er sich dann ein Duell mit Noah Katterbach (19) liefern.

Robert Voloder und Frederik Sörensen sind beim 1. FC Köln außen vor

Mit Robert Voloder (19) und Frederik Sörensen (28) hat der FC zwei weitere Innenverteidiger im Kader. Das Duo ist derzeit allerdings außen vor. Während die FC-Verantwortlichen Youngster Voloder gerne im Winter verleihen würden, um ihm Spielpraxis zu ermöglichen, läuft bei Sörensen alles auf eine Trennung im Sommer hinaus. Sollte nicht noch ein Verein im Januar anklopfen, dürfte der Däne Köln nach dem 30. Juni 2021 ablösefrei verlassen.

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