„Nimm dir mal den Druck“ FC-Trainer Gisdol glücklich über Modestes Tor-Comeback

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Anthony Modeste bejubelt seinen Treffer gegen den VfL Osnabrück.

Köln – Anthony Modeste (32) ist wieder da!

178 Tage nach seinem bis dato letzten Spiel von Beginn an für den 1. FC Köln feierte der Franzose beim zähen 1:0-Pokalsieg gegen den VfL Osnabrück seine Startelf-Rückkehr. Ein erfolgreiches noch dazu: Der Stürmer erzielte den entscheidenden Treffer und feierte sein Tor-Comeback nach 198 Tagen Durststrecke.

Markus Gisdol: „Wir freuen uns für ihn“

Es ist das vorläufige Ende einer langen Leidenszeit. Nachdem ihm hartnäckige Knieprobleme im Sommer die gesamte Vorbereitung gekostet hatten, kämpfte sich Modeste zwischenzeitlich ran, ehe ihn im Oktober Bandscheibenbeschwerden erneut zurückwarfen.

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Modeste war in dieser Zeit öfter in Behandlung als auf dem Platz. Der Angreifer kam nie richtig auf die Beine, der Frust saß beim sensiblen Franzosen tief. Lediglich 76 Minuten in der Bundesliga stehen für ihn in vier Partien zu Buche, Zahlen die seinen eigenen Ansprüchen bei weitem nicht genügen.

Das Tor gegen Osnabrück könnte endlich eine Art Befreiung für den einstigen Sturm-Star sein. „Wir freuen uns für ihn, dass er diesen Jahresabschluss mit dem entscheidenden Tor hat“, sagte Markus Gisdol (51).

Markus Gisdol: „Das Tor hat er sich erarbeitet“

Der FC-Trainer war zufrieden mit der Leistung, auch wenn er Modeste schon nach 69 Minuten vom Feld nahm. „Tony hat sich aufgerieben und sehr viel Gas gegeben, auch im Spiel gegen den Ball“, lobte Gisdol.

Modeste zahlte das Vertrauen des Trainers zurück. Nach feinem Pass von Ondrej Duda (25) tauchte Modeste frei vor dem Osnabrücker Tor auf und vollstreckte quasi mit dem Pausenpfiff. „Das Tor hat er sich erarbeitet. Vor dem Spiel habe ich ihm gesagt: ‚Tony du musst hier nicht treffen. Nimm dir mal den Druck weg vom Toreschießen. Das kommt schon. Arbeite heftig und gut für die Mannschaft.‘ Das hat er toll gemacht, hat sich da reingeworfen. Er hat sich belohnt mit diesem Tor“, freute sich Gisdol mit seinem Schützling.

Ist bei Anthony Modeste der Knoten jetzt geplatzt?

Die Worte des FC-Trainers zeigen, wie groß die Tore-Last auf Modeste Schultern lag. Der ehrgeizige Stürmer wollte es sich und den Fans unbedingt beweisen, dass er das Toreschießen noch nicht verlernt hat. Gisdol hofft nun, dass der Knoten bei Modeste geplatzt ist und der Angreifer im neuen Jahr von Verletzungen und Blessuren verschont bleibt. „Wenn wir ihn weiter stabilisieren und fit bekommen, dann werden wir wieder viel Spaß an ihm haben.“

Da nicht abzusehen ist, wann Sebastian Andersson (29, Knieprobleme) endlich fit ist, wird der FC einen Modeste in Topform im Abstiegskampf gut gebrauchen können.

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