Keine Fans gegen Gladbach FC bestätigt Geister-Derby – Corona-Wert weiter gestiegen

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Während der gesamten Saison 2020/21 musste der 1. FC Köln auf die Unterstützung seiner Fans im Stadion (Foto vom 19. September 2020) verzichten.

Köln – Eigentlich wollte der 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) im Derby gegen Borussia Mönchengladbach MIT seinen Fans im Rücken in die Erfolgsspur finden – stattdessen gibt es das nächste Geisterspiel!

Die Zahlen der Corona-Infizierten in Köln blieben auch am Donnerstag zu hoch, die gemeldeten Werte über der festgelegten Grenze. Freitagmittag bestätigten der Klub und die Stadt schließlich, dass erneut keine Zuschauer ins Rhein-Energie-Stadion dürfen.

Mit Stand 2. Oktober 2020, 0 Uhr gab das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW) die 7-Tage-Inzidenz der Stadt Köln (Zahl der neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche) mit 36,9 an. Am Vortag lag der Wert zunächst bei 36,4 und wurde später sogar noch auf 40 korrigiert.

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Alle, die sich schon eine Karte für die Partie gegen Mönchengladbach sichern konnten, haben sich vergeblich gefreut. Denn: Für ein Derby mit Fans müsste der Wert unter 35 liegen.

89 Corona-Neuinfektionen in Köln

Für den Anstieg sorgten laut LZG NRW 73 Neuinfektionen am Mittwoch und 89 am Donnerstag, davor hatte der Inzidenz-Wert noch bei 34,4 gelegen. Insgesamt sind in Köln aktuell 5146 Corona-Fälle gemeldet.

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Das Rhein-Energie-Stadion wird gegen Gladbach, wie schon am 1. Spieltag gegen Hoffenheim, leer bleiben.

„Das tut mir sehr leid für unsere Fans und für unsere Mannschaft, der die Unterstützung im Derby richtig gutgetan hätte“, sagt Geschäftsführer Alexander Wehrle (45), der am Donnerstag noch auf eine kurzfristige Wende gehofft hatte: „Auf den Wert am Tag vor dem Spiel kommt es an."

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63) hatte am Mittwoch ebenfalls gesagt, dass für eine Fan-Zulassung bei einem am Samstag angesetzten Spiel die Kennzahl vom Freitag entscheidend sei. Doch auch die passte nicht!

1. FC Köln ohne seine Fans sieglos

Dabei wäre eine Fan-Rückkehr für den FC so wichtig gewesen. Die Mannschaft von Markus Gisdol (51) konnte keines der Heimspiele ohne ihre Anhänger gewinnen. Zunächst wären in Müngersdorf 9200 Zuschauer zugelassen gewesen.

Der Coach des 1. FC Köln erklärte auf der Pressekonferenz am Donnerstag noch: „Wir hoffen, dass wir Samstag ein paar Zuschauer haben, weil uns das hilft. Wir leben ganz klar auch von der Verbundenheit zu unseren Fans, die uns tragen. Wenn keine Zuschauer da sein sollten, darf das aber auch keine Entschuldigung sein. Dann müssen wir für die Fans, die zu Hause mit uns fiebern, liefern.“

1. FC Köln schon gegen TSG Hoffenheim ohne Anhänger

Der letzte Gegner Bielefeld konnte bei seinem 1:0-Erfolg gegen Köln auf 5.460 Heimfans setzen. Der FC spielte in der Bundesliga zuletzt am 29. Februar gegen Schalke 04 (3:0) vor eigenen Anhängern.

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Sportchef Horst Heldt (50) wartet sehnsüchtig auf die Fan-Rückkehr nach Müngersdorf: „Wir haben intensiv an einem Hygiene-Konzept gearbeitet, das schon vor Wochen vom Gesundheitsamt für gut befunden und verabschiedet wurde. Wir wären vorbereitet.“

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Das letzte Derby im März im Gladbacher Borussia-Park war das erste Geisterspiel der Bundesliga-Historie. Köln unterlag mit 1:2.

Bereits zum Liga-Auftakt gegen Hoffenheim (2:3) hatte der FC auf Zuschauer gehofft. Durch die kurzfristige Fan-Absage am Abend vor der Partie war dem Verein nach eigenen Angaben ein finanzieller Schaden von rund 700.000 Euro entstanden – unter anderem durch unnötig bestelltes Catering und Security-Personal.

Werder Bremen gegen Bielefeld ohne Fans

Werder Bremen muss ebenfalls ohne seine Fans auskommen. Das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld wird am Samstag ohne Zuschauer stattfinden. Diese Entscheidung fällte der Bremer Senat bereits am Donnerstag aufgrund der Entwicklungen des Infektionsgeschehens. „Die gegenwärtige Situation ist für alle eine echte Herausforderung“, sagte Werders Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald (59).

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