„Gibt noch immer Ewiggestrige“ FC und Haie im Kampf gegen Homophobie ausgezeichnet

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Am 6. Spieltag der Saison 2019/20 trug der 1. FC Köln gegen Hertha BSC (0:4) im Rahmen eines Diversity-Spieltags ein Sondertrikot mit Regenbogen-Schriftzug des Hauptsponsors REWE.

Köln – Diesen Titel haben sich der 1. FC Köln und die Kölner Haie verdient!

Die beiden Klubs sind vom Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden. Der FC und der KEC hätten sich mit ihrem „Einsatz für den Abbau von Homofeindlichkeit und der Förderung von Diversity im Breitensport besonders verdient gemacht“.

Auszeichnung für 1. FC Köln und Kölner Haie

Die Vereine hatten sich im vergangenen Jahr unter dem Motto „Lebe wie du bist“ im Rahmen eines Diversity-Spieltags gemeinsam für Gleichberechtigung eingesetzt – unter anderem mit speziellen Trikots.

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Geschäftsführer Alexander Wehrle (45) nahm den Preis am Samstagabend in der Lanxess-Arena stellvertretend für den FC entgegen.

Für den Finanzexperten ist es selbstverständlich, dass sich sein Klub für Toleranz einsetzt, wie er auf der FC-Homepage erklärt: „Weil wir zu einer Stadt gehören, die diese Werte lebt, weil unsere Fans und Mitglieder diese Werte leben – und weil wir als 1. FC Köln das auch tun. In unserer Charta heißt es: Herzlich willkommen in der schönsten Stadt Deutschlands, egal, woher du kommst, was du glaubst, was du hast oder bist, wie du lebst und wen du liebst. Das steht da nicht nur – wir handeln auch danach.“

1. FC Köln ist Stammgast beim Christopher Street Day

2013 hat der FC die Berliner Erklärung unterschrieben und sich damit verpflichtet, homophoben Tendenzen im Sport entgegenzuwirken.

„Ein Jahr später haben wir gegen Bielefeld den ersten Aktionsspieltag zu diesem Thema ausgerichtet. Seit 2014 sind wir jedes Jahr mit einem eigenen Wagen beim Christopher Street Day dabei. Am heutigen Sonntag nehmen wir schweren Herzens ausnahmsweise nicht am CSD teil, weil das angesichts der aktuellen pandemischen Entwicklung das falsche Signal wäre“, erzählt Wehrle.

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Der 1. FC Köln bei der CSD-Parade 2018 – unter anderem vertreten durch Alexander Wehrle und Ex-Vize-Präsident Toni Schumacher.

Eigentlich wollten der Finanzboss, Geschäftsführer-Kollege Horst Heldt (50), Präsident Werner Wolf (64), Vize Carsten Wettich (40), Stadionsprecher Michael Trippel (66) und Ex-Keeper Thomas Kessler (34) bei der Fahrrad-Sternfahrt im Rahmen des CSD dabei sein und 11 Uhr am Geißbockheim auf den Sattel steigen. Wehrle: „Im nächsten Jahr möchten wir auf jeden Fall wieder mitfahren.“

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Alexander Wehrle: „Viele Vorurteile erfolgreich bekämpft“

Der Schwabe sieht den Fußball im Kampf gegen die Homophobie auf einem guten Weg: „Ich glaube, dass viele Vorurteile erfolgreich bekämpft und überwunden wurden. Das sieht man auch an der Akzeptanz, die der Frauenfußball inzwischen hat. Trotzdem gibt es in der gesamten Gesellschaft und damit auch im Fußball noch immer Ewiggestrige, für die Herkunft, Hautfarbe, Religion und sexuelle Orientierung nicht egal sind. Es ist zum Beispiel leider immer noch so, dass Fans anderer Mannschaften ihre Abneigung gegen FC mit den schwulenfeindlichen Gesängen und Bannern zum Ausdruck bringen.“

Doch die Kölner Anhänger wissen sich zu helfen. „Unsere Fans, von denen die Mehrheit heterosexuell ist, haben diese Schmähungen ja längst selbstbewusst gewendet und singen dann 'Mir sin kölsche Junge, han Spitzebützcher an…' Bei allen Fortschritten bleibt es wichtig, sich ausdrücklich für Vielfalt einzusetzen. Deshalb verstehen wir den Sonderpreis als Ansporn, das auch weiterhin zu tun“, erzählt Wehrle. (mze)

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