Keller-Krimi der Gegensätze Trainer, Transfers – warum Mainz plötzlich vor Köln steht

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Das Hinspiel am 12. Dezember 2020 gewann der 1. FC Köln um Ondrej Duda (r.) mit 1:0 bei den Mainzern von Jeremiah St. Juste.

Köln – In der Tabelle trennen Köln (Platz 16) und Mainz (15.) nur zwei Punkte. Dennoch wartet am Sonntagabend (11. April 2021, 18 Uhr, Sky) im Rhein-Energie-Stadion ein Abstiegs-Gipfel der Gegensätze. EXPRESS macht den großen Vergleich zum Keller-Krimi!

  • 1. FC Köln empfängt Tabellennachbar FSV Mainz 05
  • Wie konnte Mainz trotz des Mega-Rückstands im Winter an Köln vorbeiziehen?
  • EXPRESS vergleicht die Keller-Kontrahenten

1. FC Köln: Zehn Rückrunden-Punkte weniger als FSV Mainz 05

Form: Der 1. FC Köln holte nur zwei Punkte aus sieben Spielen, Mainz dagegen verlor lediglich eine der vergangenen acht Bundesliga-Partien – viel klarer kann der Trend nicht für die 05er sprechen!

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„Wenn wir so spielen, werden wir gegen Mainz gewinnen“, hat FC-Sportboss Horst Heldt (51) zwar nach der zeitweise guten Leistung beim 0:1 in Wolfsburg angekündigt. Doch man fragt sich, woher er dieses Selbstverständnis nimmt.

Zur Erinnerung: Am 20. Spieltag betrug Kölns Vorsprung auf den FSV noch acht Punkte – inzwischen hat der FC zwei Zähler Rückstand. In der Rückrundentabelle ist Mainz Fünfter, steht satte zehn Plätze und zehn Punkte vor Köln. Das verdeutlicht, was für eine harte Aufgabe auf das Team von Markus Gisdol (51) wartet.

Winter-Transfers des FSV Mainz 05 schlugen ein

Transfers: Ein entscheidender Grund für die Aufholjagd sind die Winter-Transfers von Sportvorstand Christian Heidel (57) und Sportdirektor Martin Schmidt (53). Mit Dominik Kohr (27), Danny da Costa (27, beide Eintracht Frankfurt) und Robert Glatzel (27) holten sie drei Leih-Profis, die voll einschlugen.

Stürmer Glatzel kommt meist von der Bank, steuerte aber schon zwei Tore und eine Vorlage bei. Das Frankfurt-Duo (zusammen ein Treffer, zwei Assists) ist gesetzt und hat geholfen, die zweitschlechteste Hinrunden-Defensive (durchschnittlich 2,12 Gegentore) in die drittbeste der Rückrunde zu verwandeln. Die Mainzer kassierten in zehn Partien gerade mal zehn Treffer, lediglich Wolfsburg (drei) und Leipzig (acht) stehen noch sicherer.

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Robert Glatzel (M.) jubelte am 21. März 2021 mit dem FSV Mainz 05 über sein Tor gegen die TSG Hoffenheim.

Kölns Winter-Transfers dagegen entpuppten sich nicht als die erhofften Verstärkungen. Emmanuel Dennis (23, eine Vorlage) stand in der Liga 383 Minuten auf dem Platz (deutlich länger als Glatzel mit 249), traf allerdings nicht. Max Meyer (25) deutete zwischendurch zwar an, dass er eine Hilfe sein kann, bekam gegen Dortmund und Wolfsburg insgesamt aber nur neun Minuten Spielzeit und wartet noch auf seinen ersten Scorer-Punkt.

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Bo Svensson brachte FSV Mainz 05 in die Spur

Trainer: Auch hier könnten die Unterschiede kaum größer sein. Ex-Profi Bo Svensson (41, 122 Bundesliga-Spiele für Mainz und Gladbach) ist bereits der vierte Trainer, auf den der FSV in dieser Saison setzt – während Heldt in Köln bislang voll auf Kontinuität, sprich Gisdol, vertraut.

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FC-Coach Markus Gisdol am Mittwoch, 7. April 2021, am Geißbockheim

Nach zwei Pleiten zum Saisonstart entließ Mainz zunächst Ex-FC-Coach Achim Beierlorzer (53). Dann durfte sich der bisherige Co-Trainer Jan-Moritz Lichte (41) probieren, holte aber nur sechs Zähler in elf Liga-Spielen. Anschließend übernahm Nachwuchsmann Jan Siewert (38) aushilfsweise für die Auswärtspartie beim FC Bayern (2:5-Klatsche) – bevor der FSV mit Svensson endlich sein Glück fand.

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Mainz-Trainer Bo Svensson beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld am Samstag, 3. April 2021

Der Punkteschnitt des Dänen ist mit 1,46 Zählern pro Spiel gewaltig für einen Abstiegskandidaten. Zum Vergleich: Gisdols Wert liegt in dieser Bundesliga-Saison bei 0,85.

1. FC Köln mit leichteren Schlusswochen als FSV Mainz 05

Restprogramm: Mainz ist gut beraten, ein Punkte-Polster mit in die letzten vier Spieltage zu nehmen. Denn dann warten mit Bayern, Frankfurt, Dortmund und Wolfsburg ausnahmslos Top-Gegner. 

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Der FC dagegen hat im Keller-Finale auf dem Papier ein deutlich leichteres Programm: Augsburg, Freiburg, Hertha und Schalke. Wobei Köln zuvor noch gegen Leverkusen und Leipzig ran muss. Dennoch könnten die Schlusswochen im Kampf um Rang 15 zum Trumpf werden. Falls der Rückstand dann nicht schon zu groß ist.

Köln gegen Mainz – ein Duell der Gegensätze, das der FC gewinnen MUSS!

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