FC-Kapitän Von der tragischen Figur zum Retter? Funkel-Schachzug löst Hector-Knoten

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Jonas Hector jubelt am 20. April 2021 über seinen Siegtreffer für den 1. FC Köln gegen RB Leipzig.

Köln – Mit diesem Kapitän ist der Klassenerhalt drin! Jonas Hector (30) hat dem 1. FC Köln vorm Saison-Finale gegen Augsburg, Freiburg, Hertha und Schalke endlich wieder Hoffnung beschert. Wird er dieses Mal von der tragischen Figur zum FC-Retter?

  • Jonas Hector schießt 1. FC Köln gegen RB Leipzig zum Sieg
  • Friedhelm Funkel beorderte FC-Kapitän in den Sturm
  • Führt Hector Köln nach seiner langen Pause zum Happy End?

Jonas Hector ist kein Mann der großen Worte. Als Sky-Reporter Marcus Lindemann (55) seine Leistung gegen RB Leipzig (2:1) am Dienstagabend (20. April 2021) mit jener von Bastian Schweinsteiger (36) im WM-Finale 2014 verglich, blieb der FC-Kapitän ganz bescheiden und lobte lieber die kämpferische Teamleistung.

Jonas Hector: Erst Dauerpatient, jetzt Hoffnungsträger des 1. FC Köln

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Doch spätestens seit seinem Doppelpack gegen den Champions-League-Teilnehmer weiß die ganze Bundesliga: Hector ist Kölns großer Hoffnungsträger im Kampf gegen den siebten Abstieg! „Jonas ist einfach überall“, staunte auch Mitspieler Sebastiaan Bornauw (22).

Und das, nachdem Hector fast die halbe Saison über gar keine Rolle spielen konnte: Erst stoppte ihn ein Schleudertrauma, dann waren es Oberschenkelprobleme – insgesamt 14 Spiele verpasste der Saarländer komplett, in vielen anderen war er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

Da wurden Erinnerungen wach: Bereits in der Abstiegssaison 2017/18 musste Köln die komplette Hinrunde auf den Leistungsträger verzichten. Als Hector damals nach seinem Syndesmoseriss zurückkam, war alles zu spät.

Friedhelm Funkel schickte Jonas Hector in den Sturm

Dieses Mal kann er von der tragischen Figur zum Retter werden – und den FC zum Klassenerhalt führen. Chefcoach Friedhelm Funkel (67) schwärmt: „Jonas geht vorweg, arbeitet über 90 Minuten für die Mannschaft.“

Und er trifft! Dank eines Trainer-Schachzugs platzte bei Hector, der in den vergangenen Wochen viel (Alu-)Pech hatte, der Knoten. Funkel beorderte ihn gegen Leipzig nach der Pause für Ondrej Duda (26) in den Sturm – eigentlich, um Hector Verschnaufpausen zu gönnen. Stattdessen machte er ihn zum Torjäger.

Der FC-Coach über seine Maßnahme: „Jonas war schon in den vergangenen Wochen der torgefährlichste FC-Spieler, nur das Glück war nicht auf seiner Seite. Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen, dass er die Rolle mit Ondrej tauschen kann, um sich vorne mal auszuruhen. Er hatte dann nicht mehr die ganz weiten Wege, und konnte mit seiner Kopfballstärke auch das eine oder andere Duell mit Upamecano gewinnen.“

Ganz entscheidend! Denn so fiel kurz nach Wiederanpfiff das 1:0. Beim 2:1-Siegtreffer lief Hector dann nach feinem Hackenpass von Duda der RB-Defensive davon und schloss trocken im Stile eines Torjägers ab.

Jonas Hector: „Tut mir gut“

FC-Keeper Timo Horn (27): „Wir müssen ja über die ganze Saison hinweg schon Ausfälle kompensieren, die uns das Leben deutlich schwerer machen, weil wir nicht die klare Spitze haben. Jonas hat diesen Part so ein bisschen eingenommen.“

Extrem wichtig für den FC – und für Hector selbst. „Mir ist egal, wer die Tore schießt. In den vergangenen Wochen haben sie uns auf jeden Fall gefehlt. Jetzt war ich es, ja, so sollte es sein. Vielleicht auch, weil ich zuletzt das eine oder andere Dinge versemmelt hatte. Deswegen tut es mir gut, zu treffen“, sagt der 30-Jährige, der im Frühjahr erstmals Vater wurde.

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FC-Keeper Timo Horn (l.) umarmte Jonas Hector nach dem Sieg gegen RB Leipzig am 20. April 2021.

Mit dem Tod seines Beraters, seines Bruders und den langen Verletzungspausen hat Hector ganz schwere Zeiten hinter sich. Umso glücklicher ist der gesamte Klub, ihn jetzt wieder jubeln zu sehen!

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Ob als Torjäger, Anführer, Dauerläufer oder Abräumer – im Saison-Endspurt braucht der FC seinen Kapitän an allen Ecken und Enden. Schon am Freitagabend (20.30 Uhr, live auf DAZN) beim FC Augsburg. Damit Kölns Saison ein besseres Ende als 2017/18 nimmt.

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