„Darf keine Rolle spielen“ FC-Coach Funkel trotzt dem Kölner Augsburg-Fluch

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Umkämpfte Duelle wie hier beim 0:1 im Hinspiel am 2. Januar mit Ellyes Skhiri (1. FC Köln) gegen Florian Niederlechner (FC Augsburg) stehen auch Freitag bevor.

Köln – Die Lage im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga spitzt sich zu. Plötzlich punkten die Kellerkinder, der Druck auf den 1. FC Köln als Tabellen-Siebzehnter wächst. Punkten ist Pflicht – und das ausgerechnet beim FC Augsburg. Die Spiele bei den bayrischen Schwaben gehören zum Grausigsten, was es im vergangenen Bundesliga-Jahrzehnt des FC gegeben hat.

  • Augsburg-Fluch begann für den 1. FC Köln mit Pokal-Viertelfinale
  • 1. FC Köln: Noch kein Bundesliga-Sieg beim FC Augsburg
  • Friedhelm Funkel: „Der Gegner spielt keine Rolle.“

Miserable Bilanz des 1. FC Köln beim FC Augsburg

Auch nach dem Sieg gegen RB Leipzig wird der Druck nicht kleiner – und Augsburg ist wahrlich kein gutes Pflaster. Dabei fing alles eigentlich ganz gut an. Als der FCA in der Zweiten Liga auftauchte und der große 1. FC Köln mal wieder in die Niederungen abgestiegen war, hielt sich Köln noch schadlos: Drei Siege und ein Unentschieden standen von 2006 bis 2008 zu Buche.

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Doch mit einem Pokalspiel fing die schwarze Serie an: Mit dem 0:2 beim damaligen Zweitligisten verpassten Lukas Podolski (35) & Co. am 10. Februar 2010 den Sprung ins Halbfinale. Zwar konnte der FC gegen den Aufsteiger acht Monate später das Heimspiel mit 3:0 für sich entscheiden, das blieb aber für die nächsten beinahe elf Jahre der bis dato letzte Sieg.

Im Vorjahr spielte der 1. FC Köln 1:1 in Augsburg

Das 1:2 in der Platz-fünf-Saison am Karsamstag war einer der Tiefpunkte einer sonst tollen Spielzeit, das 0:3 im Abstiegsjahr reichlich desolat. Auch bei den Heimpartien wie dem Hinspiel (0:1) kurz nach dem Jahreswechsel oder dem Elfmeterpunkt-Zoff 2015 um Marvin Hitz war selten etwas Gutes für den FC dabei. Immerhin holte Köln im vergangenen Jahr beim 1:1 einen Punkt durch das bislang letzte Bundesliga-Tor des einstigen Sturm-Stars Anthony Modeste (33), der sich bei seinem Jubel damals demonstrativ über seine Bankrolle beschwerte.

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Nach seinem Tor in Augsburg jubelte Anthony Modeste am 7. Juni 2020 still auf der Werbebande.

Und es gibt Dinge, die den Kölnern Mut machen, diese elende Serie in Augsburg zu beenden: Da ist das Selbstvertrauen nach dem überlebenswichtigen Sieg gegen RB Leipzig. Auch gegen den Tabellenzweiten hatte der 1. FC Köln erst einmal gewonnen – und noch nie zu Hause.

FC Augsburg ruft gegen 1. FC Köln Sechs-Punkte-Spiel aus

Zudem ist da der überragende Kapitän Jonas Hector (30), der gegen Leverkusen und Leipzig nicht nur abräumte, sondern auch noch torgefährlichste Offensivkraft war. Darauf wird sich Augsburg vorbereiten, doch die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich (49), rechnerisch fast gerettet, lässt in den vergangenen Wochen den letzten Biss vermissen. Allerdings hat Manager Stefan Reuter (54) die Partie zum „Sechs-Punkte-Spiel“ ausgerufen, sechs Stammspieler kehren ausgeruht in die Startelf zurück, es dürfte das für Augsburg so typische Kampfspiel werden, da muss der FC gegenhalten.

Friedhelm Funkel hofft auf Andersson-Rückkehr

Aber immerhin macht Hoffnung, dass Sebastian Andersson (29) ins Team zurückgekehrt ist, laut Trainer Friedhelm Funkel (67) sah es in den vergangenen Tagen gut aus. Der Schwede könnte die Belastung aus dem Einsatz in der folgenden Länderspielpause kurieren. Als Zielspieler könnte er dafür sorgen, dass die Augsburger-Abwehr, wo Felix Uduokhai (23) gelbgesperrt fehlt, beschäftigt wird.

FC-Coach Funkel gibt denn auch nichts auf den Augsburg-Fluch: „Es darf keine Rolle spielen, gegen wen du spielst. Wir müssen mit derselben Leidenschaft und demselben Einsatz in das Spiel in Augsburg gehen wie gegen Leipzig.“ Zumal der FC auch in direkten Duellen schon die Nase vorn hatte. Funkel: „Wir haben in Mainz und gegen Bielefeld gewonnen.“

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