Top-Verdiener, maximaler Frust Findet Modeste beim FC noch mal in die Spur?

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Anthony Modeste, hier im Spielersatztraining am Sonntag nach dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg, stand in dieser Saison noch nicht in Markus Gisdols Startelf.

Köln – Als der 1. FC Köln im November 2018 die Rückkehr von Anthony Modeste (32) verkündete, war der Jubel riesig. Auf dem Platz halten sich die Erfolgserlebnisse des Franzosen seitdem aber in Grenzen!

Aktuell gilt: Top-Verdiener – maximale Frustration. Findet Tony noch mal in die Spur?

Anthony Modeste gegen VfL Wolfsburg unzufrieden in die Kabine

Gegen den VfL Wolfsburg stand Modeste zur Einwechslung bereit – sollte in der Nachspielzeit kommen, um das 2:2 über die Zeit zu bringen. Seine Nummer 27 leuchtete schon auf der Auswechseltafel, doch Schiedsrichter Sven Jablonski (30) pfiff ab. So kam der FC-Angreifer nicht mal zu einem Sekunden-Comeback, stapfte stattdessen bedient in die Kabine.

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Als Anthony Modeste eingewechselt werden sollte, war das FC-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg beendet.

Der nächste Eintrag in seine immer länger werdende Frust-Akte seit der Rückkehr aus China!

Erst der ewige Kampf um die Spielgenehmigung und der Tod seines geliebten Vaters Guy (†64), dann die fehlende Spielzeit in der Zweiten Liga unter Markus Anfang (46), eine achtmonatige Torlos-Phase nach dem Aufstieg, und nun die langen Verletzungspausen durch Knie- und Bandscheibenprobleme. Beim sensiblen Stürmer hat sich viel angesammelt!

Trainer Markus Gisdol (51) hat Verständnis für Modestes Unzufriedenheit, sagt: „Ich kann jeden Spieler verstehen, der sauer ist, wenn er nicht spielt.“ Gerne hätte er ihn gegen Wolfsburg noch gebracht. Doch Gisdol dürfte bewusst sein, dass auch ein Mini-Einsatz Tonys Laune nicht wirklich verbessert hätte.

Anthony Modeste unter Markus Gisdol und Achim Beierlorzer zunächst gesetzt

Modeste Gemütszustand zeigte sich bereits nach dem sensationellen 2:1-Sieg in Dortmund, der dem Coach den Job rettete. Der 32-Jährige stand erstmals seit einem Monat wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Sein Gesichtsausdruck beim Abpfiff, als die FC-Bank vor Jubel und Erleichterung explodierte, passte nicht zum Fakt, dass Köln gerade zum ersten Mal nach 18 Spielen ohne Sieg gewonnen hatte. Das hat man auch am Geißbockheim registriert.

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Anthony Modeste (ganz hinten) nahm die FC-Erlösung gegen Borussia Dortmund mit verschränkten Armen zur Kenntnis.

Das Kernproblem: Bei Modeste, der sich gewiss noch mehr als jeder FC-Fan nach den 25 Toren aus der Saison 2016/17 sehnt, klaffen Anspruch und Wirklichkeit mehr denn je auseinander!

Nicht nur, dass der Stürmer nach monatelangen Trainingspausen derzeit noch gar nicht richtig fit sein kann. Er konnte seine Chancen unter Gisdol und Ex-Coach Achim Beierlorzer (53), die beide nach Amtsauftritt zunächst auf den Franzosen setzten, auch einfach nicht nutzen.

Seine beste Phase erwischte Tony nach dem Restart im Mai, als er in vier Spielen dreimal traf. Und selbst da wirkte er gefrustet, weil er hinter Jhon Cordoba (27/Hertha BSC) nur Joker war, zeigte nach einem Treffer in Augsburg einen „Bank-Jubel“.

Anthony Modeste ist Top-Verdiener des 1. FC Köln

Das FC-Dilemma: Auch wenn Modeste nicht zur Trainer-Idee passt, kann es sich der Klub auf keinen Fall leisten, ihn auf der Bank oder gar der Tribüne versauern zu lassen. Mit seinem Gehalt jenseits der drei Millionen Euro ist er Top-Verdiener – und zwar noch zweieinhalb Jahre lang.

Zudem weiß jeder, wie schnell sich Modestes Laune drehen kann, wenn der Tor-Knoten doch noch einmal platzt!

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Anthony Modeste, hier gegen Wolfsburg, wartet auf mehr Spielzeit.

Sportchef Horst Heldt (50) und Gisdol, über dessen Verhältnis zum Angreifer immer wieder diskutiert wird, werden nicht müde, zu betonen, wie wichtig Tony ist. Der Trainer erklärte zuletzt noch: „Wir werden ihn in den nächsten Wochen brauchen.“

Anthony Modeste braucht beim 1. FC Köln Geduld

Aber auch: „Er ist körperlich noch nicht bei hundert Prozent. Da müssen wir im Training geschickt vorgehen.“

Zieht Modeste mit und akzeptiert seine aktuelle Rolle? Die sieht so aus, dass er sich inzwischen nicht nur gegen Neuzugang Sebastian Andersson (29), der für Gisdol Stoß-Stürmer Nummer eins ist, durchsetzen muss, sondern auch gegen das neue System mit Ondrej Duda (26) und/oder Jan Thielmann (18) als falsche Neun.

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„Beide sind sehr mannschaftsdienlich und fleißige Arbeiter“, lobt Gisdol und schiebt hinterher: „Mal schauen, was wir aus dieser Konstellation noch machen können in den nächsten Wochen.“ Klingt, als bräuchte Modeste viel Geduld…

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