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FC wie ein Absteiger Peinlich! Köln erlebt absolutes Debakel in Freiburg

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FC-Trainer Markus Gisdol betrachtete das Debakel ratlos neben seinen Assistenten Frank Kaspari und André Pawlak.

Freiburg – Ein 90-minütiges Bewerbungsschreiben für die 2. Bundesliga!

Der 1. FC Köln ist mit einer desaströsen Leistung völlig verdient 0:5 beim SC Freiburg untergegangen – der absolute Tiefpunkt der Saison. So hat der FC keine Chance auf den Klassenerhalt! Coach Markus Gisdol (51) ist nach seiner höchsten Köln-Pleite wieder angezählt, muss schleunigst Lösungen präsentieren.

1. FC Köln erwischt rabenschwarzen Nachmittag in Freiburg

Der Aufwärtstrend der Wochen vor Weihnachten (2:1 in Dortmund, 0:0 in Leipzig) ist wie weggeblasen. Angesichts von haarsträubenden, individuellen Fehlern in der Defensive und völliger Planlosigkeit in der Offensive besteht beim FC mehr denn je Grund zur Sorge.

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Köln ist in der Bundesliga nun seit vier Spielen sieg- und torlos. Die Gisdol-Elf wartet seit 395 Minuten auf einen eigenen Treffer – eine Grusel-Bilanz!

Marius Wolf: „Es hat alles gefehlt“

„Wir haben auf dem Platz einfach nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Es war keine kämpferisch gute Leistung, es hat alles gefehlt. So gewinnst du kein einziges Spiel“, fand Marius Wolf nach Schlusspfiff deutliche Worte.

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Demirovic (l.) lupft den Ball zum 1:0 für Freiburg über FC-Keeper Horn.

Der rabenschwarze Nachmittag im Breisgau nahm in der 19. Minute seinen Lauf: Nach einem langen Ball kam Timo Horn zu zögerlich raus, statt zu klären, legte der FC-Keeper Ermedin Demirovic die Kugel per Bogenlampe auf. Weil der Freiburg-Stürmer im anschließenden Kopfball-Duell auch entschlossener als Jorge Meré zu Werke ging, lag der Sportclub vorne. 

1. FC Köln war in der Offensive erneut erschreckend schwach

Hinten zu schläfrig und vorne zu harmlos. Denn der FC war in der Offensive wieder nicht existent, der Plan mit Anthony Modeste als zentralem Wandspieler ging in die Hose. Der Franzose, der erstmals in dieser Bundesliga-Saison in der Startelf stand, hing völlig in der Luft.

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Anthony Modeste und Ondrej Duda sind enttäuscht.

Torchancen? Fehlanzeige! Ein Schüsschen von Wolf mit dem schwachen linken Fuß war noch das Gefährlichste, was der FC in Hälfte eins zustande brachte.

Salih Özcan verschuldet beim 1. FC Köln das 0:2

Und wenn dann noch kapitale individuelle Aussetzer wie von Salih Özcan vor dem 0:2 dazu kommen, wird es für den FC ganz schwer, Punkte in der Bundesliga zu sammeln.

Nach einem ohnehin riskanten Pass von Ellyes Skhiri verstolperte der U21-Nationalspieler den Ball in der Gefahrenzone gegen Nicolas Höfler, der daraufhin frei vor Timo Horn auftauchte und locker zum 2:0 einschob (39.). Es war das erste Mal in dieser Saison, dass der FC zwei Tore in einem Auswärtsspiel kassierte.

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Ellyes Skhiri im Duell mit Baptiste Santamaria

Da Freiburg in allen Belangen überlegen war, reagierte Gisdol und nahm zur Pause die völlig indisponierten Duda und Özcan raus, brachte Rexhbecaj und Thielmann. Dazu stellte er auf Dreierkette um und beorderte Kapitän Jonas Hector, der seinen ersten Startelf-Einsatz seit dem Bielefeld-Spiel (26. September) feierte, von der Linksverteidiger-Position ins Mittelfeld.

Doch es wurde noch schlimmer! Modeste wirkte weiter wie ein Fremdkörper. Dabei hatte Gisdol vor dem Anpfiff große Stücke auf den einstigen Star-Stürmer gesetzt. „Anthony ist einer, der den Sechzehner sucht. Das habe ich zuletzt vermisst, dass wir gierig darauf sind, in den Strafraum zu kommen. Er hat nach langer Anlaufzeit die Fitness“, hatte der FC-Trainer hoffnungsvoll erklärt.

1. FC Köln erlebt in der zweiten Hälfte ein Debakel

Aber nicht nur Modeste, der nach 71 Minuten ohne Torschuss und nur 23 Ballkontakten vom Platz schlich, blieb an diesem Nachmittag alles schuldig – auch seine Kollegen machten es nicht besser. Wie Benno Schmitz, der ebenfalls seine Startelf-Premiere in dieser Saison gab. Der Rechtsverteidiger ließ sich vor dem 0:3 wie ein Schuljunge von Demirovic düpieren. Dessen flache Hereingabe vollendete Sallai in der Mitte gänzlich ohne Gegenspieler (59.).

In der Schlussphase ergab sich der FC dann völlig, kassierte durch Lienhart (69.) und Höler (79.) noch das 0:4 und 0:5.

Timo Horn ist nach dem Debakel des 1. FC Köln bedient

Ein mächtiger Schlag ins Kontor und ein brutaler Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Torhüter Horn völlig bedient: „So können wir natürlich nicht auftreten. Wir geraten in der ersten Halbzeit durch zwei Fehler in Rückstand, in der Halbzeitpause haben wir uns dann nochmal viel vorgenommen. Dann bekommen wir direkt das 0:3 und 0:4, die Köpfe gehen runter, aber insgesamt hatten wir über das ganze Spiel keine Chance. Das müssen wir jetzt ganz schnell abhaken und einfach weitermachen. In unserer Situation können wir es uns nicht leisten, über verlorene Spiele nachzudenken. Wir müssen nach vorne schauen und den FC in der Liga halten.“

1. FC Köln droht Absturz auf den Relegationsrang

Es war die höchste Saison-Niederlage für den FC. Nach dem Desaster im Breisgau droht am Sonntag zu allem Überfluss noch der Absturz auf den Relegationsrang. Sollte Arminia Bielefeld gegen Hertha BSC gewinnen, würde der FC auf Rang 16 abrutschen.

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Coach Gisdol gibt sich trotzdem weiter optimistisch: „Die Mannschaft ist sich bewusst, dass sie die gesamte Saison darum kämpfen muss, die Liga zu halten. Es gehört zur Charakterfestigkeit dazu, Niederlagen abzuschütteln. Auch deutliche. Wir haben oft genug gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind.“

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