Saison-Aus für Köln-Trio FC zieht ins Quarantäne-Schloss – und lässt Dennis zu Hause

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Der Mannschaftsbus des 1. FC Köln vor dem Schloss Bensberg: Am Mittwochabend (12. Mai 2021) bezogen die Profis und das Trainerteam ihr Quarantäne-Hotel.

Köln/Bergisch Gladbach – Ab sofort sind die FC-Profis Schlossherren. Am Mittwochabend (12. Mai 2021) bezogen die abstiegsbedrohten Kölner ihr Quarantäne-Camp in Bensberg, wohnen bis Saisonende im Fünf-Sterne-Luxushotel. Ohne Emmanuel Dennis (23)!

  • 1. FC Köln startet Quarantäne-Trainingslager
  • Bundesligist wohnt ab jetzt im Schlosshotel Bensberg
  • Friedhelm Funkel lässt drei Spieler zu Hause

Aus für Emmanuel Dennis beim 1. FC Köln 

Der Hammer bei der Abfahrt nach Bensberg: Leih-Stürmer Dennis stieg nicht mit in den Mannschaftsbus. Der Klub wollte die Personalie am Abend nicht kommentieren – doch Dennis' Zeit beim 1. FC Köln dürfte damit vorzeitig beendet sein!

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Emmanuel Dennis verließ am Mittwochnachmittag vorzeitig das Franz-Kremer-Stadion. Rechts: Teampsychologe Moritz Anderten

Nur wer im Quarantäne-Trainingslager wohnt, darf mit dem Team von Friedhelm Funkel (67) trainieren und in der Bundesliga auflaufen. So lauten die klaren DFL-Vorschriften. Da Dennis (null Liga-Tore) nicht zum FC-Tross zählt und nur bis Saisonende von Club Brügge ausgeliehen ist, bleibt sein Transfer ein einziges Missverständnis. Er kann eigentlich jetzt schon die Koffer packen!

Tim Lemperle und Marvin Obuz ebenfalls gestrichen

Der Nigerianer hatte am Mittwochnachmittag vorzeitig das Training beendet, war ohne rechten Schuh in die Kabine gehumpelt. Dass eine Blessur der Hauptgrund für sein Aus ist, darf allerdings bezweifelt werden. Denn Kapitän Jonas Hector (30), der für das Spiel bei Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr) auszufallen droht, und Dauerpatient Sebastian Andersson (29) trainierten gar nicht mit der Mannschaft, checkten aber sehr wohl mit ins Quarantäne-Camp ein.

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Jonas Hector am Mittwochabend (12. Mai 2021) auf dem Weg zum Mannschaftsbus

Neben Dennis strich Funkel auch die beiden Youngsters Tim Lemperle (19) und Marvin Obuz (19), die zuletzt ohnehin wenig Aussichten auf Kader-Plätze hatten und nun zumindest weiter für die U21 auflaufen dürfen.

So wohnt der 1. FC Köln im Schlosshotel Bensberg

Auf die restlichen FC-Profis wartet in den kommenden Tagen in Bensberg der wohl luxuriöseste Abstiegskampf der Liga-Geschichte! Das frühere Jagdschloss wurde 1997 für 75 Millionen Euro zu einem Fünf-Sterne-Grandhotel mit 84 Zimmern und 36 Suiten umgebaut. Zur Anlage gehört auch ein riesiger, idyllischer Garten. Maximaler Komfort für den Klassenerhalt.

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Max Meyer (l.) und Marco Höger bei der Abfahrt ins Schlosshotel Bensberg am Mittwochabend (12. Mai 2021)

Chefcoach Funkel hatte seinen Spielern an den letzten Tagen in Freiheit noch so viel Familien-Zeit wie möglich gegeben. Nach dem freien Dienstag (nur Corona-Tests) standen die FC-Profis erst am späten Mittwochnachmittag wieder auf dem Trainingsplatz.

Im Anschluss hieß es: Bus beladen und ab nach Bensberg! 19.32 Uhr fuhr die Mannschaft dann am Schloss vor. Rund 30 Kilometer (bei normalem Verkehr 30 Minuten) liegt das Grandhotel vom Geißbockheim entfernt. Bis Saisonende (22. Mai) wird das FC-Team täglich pendeln. 

Friedhelm Funkel will keinen Lagerkoller aufkommen lassen

Insgesamt 45 Personen (Spieler, Trainer, Funktionsteam, Medienabteilung) zählen zu Kölns Quarantäne-Tross, jeder hat ein Einzelzimmer. Und die können sich sehen lassen!

In Bensberg steht alles unter dem Motto „moderne Eleganz“. 2016 wurden die Zimmer mit dem Interior Design Award ausgezeichnet. Internationales TV-Programm, Sky, extra breite Betten, Klimaanlage und eine Kaffeemaschine gehören zu den Standards in jedem Raum.

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So könnten die FC-Profis im Schlosshotel wohnen.

Der übliche Tagesablauf der Funkel-Truppe: 7 bis 8.30 Uhr Frühstück, 11 Uhr Training. Nach der Rückkehr ins Hotel gibt es Essen und dann Freizeit. Die Zimmer müssen die Spieler übrigens selbst sauber halten, Kontakt zum Personal soll vermieden werden. Der Zimmerservice schaut nur jeden dritten Tag vorbei, um frisches Bettzeug und Handtücher zu bringen.

Der Klub lässt nichts unversucht, um keinen Lagerkoller aufkommen zu lassen. Das hatte Coach Funkel im EXPRESS-Interview bereits angekündigt: „Wir werden mit Sicherheit einen Tisch-Kicker mitnehmen, einen Billardtisch haben und eine Dartscheibe. Wir wollen für möglichst viel Abwechslung sorgen.“

Donnerstagabend wird gemeinsam das DFB-Pokalfinale geschaut. Bei den Spielern sind natürlich vor allem Konsolen-Duelle an der Playstation und Nintendo Switch sowie viele Video-Telefonate mit den Liebsten angesagt.

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Der Spa-Bereich bleibt für die FC-Profis geschlossen.

Ärgerlich: Die Pool- und Saunalandschaft auf mehr als 1000 Quadratmetern darf der FC aufgrund der Hygienevorschriften nicht nutzen.

Friedhelm Funkel wollte raus aus Köln

Funkel war es vor allem wichtig, während der von der DFL vorgeschriebenen Quarantäne-Zeit nicht in der Stadt zu wohnen: „Ich wollte unbedingt, dass wir ein Stück weit raus aus Köln sind, wo nicht viel los ist. Wo wir an die frische Luft gehen können, ohne dass wir anderen Leuten begegnen.“

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Im Schlosshotel, das derzeit keine anderen Gäste beherbergt, werden alle seine Wünsche erfüllt. An der Unterkunft sollte es im Kampf um den Klassenerhalt nicht liegen...

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