FC-Transfers Duda lindert Sturm-Sorgen – neue Gerüchte um Bayern- und Belgien-Talente

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Ondrej Duda lieferte gegen Borussia Dortmund eine starke Partie ab.

Köln – Als der 1. FC Köln am vergangenen Freitag ohne Stürmer Sebastian Andersson (29) nach Dortmund aufbrach, war das ein harter Schlag für die ohnehin nicht gerade großen Hoffnungen auf einen Erfolg beim haushohen Favoriten.

Dass am Ende kaum einer über das Fehlen des Schweden sprach, lag nicht nur an Ellyes Skhiris (25) Doppelpack zum 2:1-Erfolg, sondern auch an Ondrej Dudas (25) überzeugendem Auftritt als „falsche Neun“.

1. FC Köln: Sebastian Andersson und Anthony Modeste nicht fit

Da neben Andersson (Knie-Probleme) auch Anthony Modeste (32), nach nur drei Tagen im Mannschaftstraining, und Tolu Arokodare (20), nach erst zweieinhalb Monaten bei einem Bundesliga-Team, nicht bereit für die Startelf waren, entschied sich Markus Gisdol (51) für die Variante ohne gelernten Stürmer, ließ Duda sowie auch Jan Thielmann (18) in vorderster Front anrennen – und der Plan des FC-Trainers ging voll auf!

Alles zum Thema Markus Gisdol

„Natürlich ist es für uns nicht ganz einfach, wenn ein oder zwei Stürmer nicht zu 100 Prozent zur Verfügung stehen“, gibt Gisdol zu und erklärt: „Dann ist es wichtig, dass man es anders baut, dass Spieler wie Ondrej da sind.“

Bereits vor dem Heimspiel gegen Union Berlin (1:2) hatte Gisdol darüber nachgedacht, Duda in die Spitze zu stellen. Eine Position, die der Slowake in der Bundesliga zuvor nie gespielt hatte – dafür aber in der Nationalmannschaft. Dort ist der Ex-Herthaner im Sturm gesetzt, konnte dadurch in dieser Rolle Erfahrungen auf hohem Niveau sammeln.

Ondrej Duda in der Nationalmannschaft als Stürmer im Einsatz

Ein großer Vorteil für den FC. Gisdol: „Als ich ihn bei der Nationalmannschaft gesehen habe, war mir klar, dass er auch die Neun spielen kann. Er spielt die halt anders.“

Duda ist für den Trainer als Neuner nicht bloß eine Notlösung, falls sonst kein Angreifer zur Verfügung steht – er verschafft Gisdol mehr Flexibilität und auch die Möglichkeit, einen Gegner zu überraschen. Gegen Dortmund schlug der 25-Jährige, der in Köln bislang immer Zehner oder Achter gespielt hatte, nicht nur die beiden Eckbälle vor den FC-Treffern, er lieferte auch aus dem Spiel heraus seine bislang beste Vorstellung der Saison ab.

Gisdol denkt daher sogar öffentlich darüber nach, ob es überhaupt nötig ist, im Winter im Angriff nachzulegen, sagt: „Es geht nicht darum, einen Stürmer zu fordern für die Winterpause, da ist man einfach immer zu schnell dabei. Wenn alle fit sind, ist das ein guter Kader.“

Geschäftsführer und Vorstand des 1. FC Köln in Klausurtagung

Dennoch stand das Thema Wintertransfers natürlich weit oben auf der Agenda, als sich Geschäftsführung und Vorstand nach dem Sieg in Dortmund zur turnusmäßigen Klausurtagung trafen.

Fest steht: Der FC muss weiterhin jeden Euro umdrehen. Finanzboss Alexander Wehrle (45) rechnet aktuell mit rund 40 Millionen Euro Umsatzverlust durch die Corona-Krise – für Verstärkungen könnten neues Fremdkapital oder Abgänge, um Gehaltsspielraum zu schaffen, nötig sein.

Sportboss Horst Heldt (50) und (Noch-)Kaderplaner Frank Aehlig (52) müssen sich genau überlegen, wofür sie das (eigentlich nicht vorhandene) Geld ausgeben.

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FC-Sportchef Horst Heldt freute sich über den 2:1-Erfolg bei Borussia Dortmund.

Und so wird auch die gesundheitliche Entwicklung von Andersson, der Dienstag erneut nur individuell trainieren konnte, und Modeste, dessen Rückkehr für Gisdol „richtig gut“ ist, entscheidend dafür sein, ob und vor allem wo der FC nachlegt.

1. FC Köln wieder an Francis Amuzu interessiert?

Denn nicht nur im Angriffszentrum sind die Alternativen rar gesät. Durch die schwere Knie-Verletzung von Florian Kainz (28), der erst im Frühjahr zurückerwartet wird, ist Ismail Jakobs (21) der einzige Linksaußen im Kader. Marius Wolf (25), Dimitrios Limnos (22), Dominick Drexler (30), Tim Lemperle (18) und Jan Thielmann fühlen sich allesamt auf der rechten Seite wesentlich wohler.

Eine mögliche Verstärkung für die linke Außenbahn wäre der Belgier Francis Amuzu (21). Der Flügelflitzer des RSC Anderlecht, der in den Jugend-Mannschaften des Klubs Seite an Seite mit Sebastiaan Bornauw (21) zum Profi reifte, wurde bereits im Sommer als Neuzugang gehandelt.

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Francis Amuzu (l.) bei Anderlechts Liga-Spiel gegen KAA Gent am 8. November

Laut „Graphic Sports Online“ soll der FC seine Fühler nun erneut nach Amuzu ausgestreckt haben. Da der U21-Nationalspieler in dieser Saison erst dreimal in Anderlechts Startelf stand, könnte eine Leihe allen Parteien weiterhelfen.

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„Spox“ bringt noch eine weitere Option ins Spiel: Bayern-Talent Leon Dajaku (19), der keine Aussichten auf Einsatzzeiten bei den Profis hat.

In der 3. Liga traf er diese Saison in elf Partien dreimal (plus eine Vorlage). Zwischen den Klub-Verantwortlichen sollen bereits Gespräche über eine Leihe stattgefunden haben.

Vedad Ibisevic eine Option für den 1. FC Köln?

Als Alternativen für den Angriff geistern bislang der ablösefreie Vedad Ibisevic (36, bei Schalke rausgeschmissen), zu dem der FC laut „Sky“ mittlerweile Kontakt aufgenommen haben soll, und Bayerns Joshua Zirkzee (19) rund ums Geißbockheim.

Sportboss Heldt will sich noch nicht in die Karten blicken lassen: „Ich halte es nicht für ausgeschlossen, aber es ist auch nicht klar und eindeutig, dass wir etwas machen werden. Wir haben noch ein paar Spiele, die wir einfließen lassen müssen.“

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