Drei positive Corona-Tests beim FC Köln-Stars müssen in Quarantäne

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Schwerer Schock für FC-Sportchef Horst Heldt: Zwei Spieler und ein Betreuer sind positiv getestet worden.

Köln – Bittere Nachrichten für den 1. FC Köln: Nach EXPRESS-Informationen wurden zwei Profis und ein Physiotherapeut positiv auf das Coronavirus getestet!

Die Betroffenen müssen jetzt in Quarantäne – das Gruppen-Training am Geißbockheim soll aber dennoch wie geplant weiterlaufen.

Corona-Tests am Geißbockheim

Donnerstagnachmittag waren die FC-Spieler, das Trainerteam und die Betreuer (insgesamt rund 60 Personen) am Geißbockheim auf Corona getestet worden – flächendeckende PCR-Tests sind Teil des DFL-Hygienekonzepts und wurden bei allen Profi-Klubs durchgeführt.

Freitagnachmittag tauchten dann erste Gerüchte über positive Fälle beim FC auf. Am Abend bestätigte der Klub diese und erklärte in einer Stellungnahme: „Drei Personen wurden positiv getestet, alle sind symptomfrei. Nach einer Bewertung der Fälle durch das zuständige Gesundheitsamt müssen die drei positiv getesteten Personen in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Der 1. FC Köln wird aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Betroffenen keine Namen bestätigen.“

Trainingsbetrieb des 1. FC Köln soll weiterlaufen

Der Trainingsbetrieb könne „aufgrund der bereits seit dem 6. April praktizierten Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen“ aber wie geplant in Gruppen weiterlaufen, erklärte der FC: „Voraussetzung dafür ist, dass der entsprechende Personenkreis weiter so getestet wird, wie es im medizinischen Konzept der 'Taskforce Sportmedizin/Sonderspielbetrieb’ der Deutschen Fußball-Liga DFL vorgesehen ist.“ 

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Auch für Coach Markus Gisdol ging es Donnerstag nach dem Training zum Corona-Test.

In den vergangenen Wochen hatte der FC in zwei Gruppen trainiert, die drei positiv getesteten Personen stammen aus derselben Trainings-Truppe. Eigentlich hat der Klub gehofft, Mitte der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können – schließlich plant die DFL derzeit eine Fortsetzung der Bundesliga ab dem 15. Mai. Werden diese Pläne jetzt durchkreuzt?

Horst Heldt: „Gesundheit hat Vorrang“

FC-Sportchef Horst Heldt (50) sagt: „Die Gesundheit und die Privatsphäre unserer Spieler und Mitarbeiter hat Vorrang vor allen anderen Überlegungen. Die bisherigen Maßnahmen sowie die Strategie regelmäßiger Tests haben sich dahingehend bewährt, dass wir jetzt mit individuellen Lösungen reagieren können.“

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Professor Tim Meyer leitet die DFL-Taskforce. 

Der Vorsitzende der DFL-Taskforce, Prof. Tim Meyer (ärztlicher Direktor des Instituts für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes) erklärt: „Wir sehen jetzt im Alltag, dass unser Konzept frühzeitig Risiken erkennt und reduziert. Dazu werden wir stets im engen Austausch mit den zuständigen Gesundheitsbehörden und den medizinischen Experten sein. Wir sind überzeugt, dass wir den Spielern mit unserem Konzept die Ausübung ihres Berufs unter bestmöglichem Infektionsschutz ermöglichen können.“

Sebastiaan Bornauw: So laufen die Corona-Tests

Kölns Sportboss Heldt und sein Geschäftsführer-Kollege Alexander Wehrle (45) hatten die Mannschaft am Donnerstag im Geißbockheim-Restaurant über das DFL-Hygienekonzept und die weiteren Maßnahmen informiert, anschließend waren die Tests durch Mitarbeiter des Labors Dr. Wisplinghoff (aus Köln-Marsdorf) durchgeführt worden. 

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Laborleiter Dr. Fabian Wisplinghoff

FC-Verteidiger Sebastiaan Bornauw (21) erklärte gegenüber „Het Laatste Nieuws“: „Das war kein angenehmes Gefühl. Sie nutzen eine Art Ohrstäbchen, aber es ist viel größer. Dieses wurde uns einmal in den Hals gesteckt, um eine Probe zu entnehmen, das gleiche passierte mit der Nase. Das ging ziemlich tief.“ 

Hier lesen Sie mehr: Markus Gisdol im EXPRESS-Interview über die Folgen der Corona-Krise

Nächste Tests für Montag geplant

Samstag und Sonntag haben die Spieler frei, genau wie bereits am Freitag – die nächste Einheit ist für Montag geplant, dann soll auch wieder getestet werden.

Bornauw über die weiteren Maßnahmen, die der Mannschaft angekündigt wurden: „Wir werden mindestens alle fünf Tage getestet. Auf jeden Fall immer einen Tag vor einem Spiel, um zu wissen, ob wir tatsächlich Fußball spielen können.“ Zudem soll jedes Team vor der Liga-Fortsetzung „eine Woche lang in ein Hotel. Die Spieler sollen zu niemandem von außen Kontakt haben.“

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FC-Verteidiger Sebastiaan Bornauw mit Chefcoach Markus Gisdol

Erst mal müsste aber die Rückkehr ins Mannschaftstraining gelingen. „Man muss zwei aufeinanderfolgende negative Tests vorweisen, um wieder Kontaktsport betreiben zu können. Es heißt, wir können erst am Mittwoch zum ersten Mal mit Kontakt trainieren“, so Bornauw vor Bekanntwerden der positiven Testergebnisse.

Diese sind nun ein herber Rückschlag für alle DFL-Pläne!

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