Die Stimmen zur Pleite gegen Union Berlin „So gewinnen wir kein Spiel dieses Jahr!“

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Keeper Timo Horn (1. FC Köln) ist verzweifelt, Max Kruse dreht nach seinem Siegtor jubelnd ab.

Köln – Der achte Spieltag, die fünfte Niederlage. Trotz 90 Minuten Manndeckung konnte der 1. FC Köln wieder nicht zu Null spielen und ging am Ende mit 1:2 gegen Union Berlin als Verlierer vom Platz. Weder in der Defensive noch in der Offensive konnten die FC-Profis überzeugen, wie die Einzelkritik des EXPRESS zeigt.

Die Stimmen zum Spiel am Sonntagabend im Rhein-Energie-Stadion lesen Sie hier:

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): „Unser Abwehrverhalten ist in den entscheidenden Momenten nachlässig. Und das trägt auch nicht zum Selbstbewusstsein bei. Wir machen uns das Leben selber schwer. Wir verlieren aus dem Spielaufbau den Ball und bekommen wieder einen Elfmeter. Wenn wir nicht in der Lage sind, gegen Union Lücken zu finden, dann muss man auch mal einen Punkt akzeptieren. Jeder einzelne Zähler hilft uns. Natürlich fehlt uns Selbstvertrauen. Wir sind viel zu leise auf dem Platz, da muss man sich mehr wehren. Das hat mir nicht gefallen. Da muss ich meine Mannschaft mehr in die Verantwortung bringen. Wir haben große Hoffnung, dass Jonas Hector bald wieder zurückkehrt. Er war vor dem Spiel und in der Halbzeit in der Kabine und spricht diese Dinge an. Wenn du dir von Anfang an in der Saison im Klaren bist, es geht ums Überleben, dann dürfen uns solche Rückschläge nicht permanent so zurückwerfen.“

Rafael Czichos (1. FC Köln): „So wie wir verteidigen, das ist einfach schlecht, so holst du nie einen Punkt in der Bundesliga. Auch nach vorne sind wir viel zu ungenau. Das erste Gegentor war ein Gestocher von mir und Marius, am Ende landet er beim Gegenspieler. Heute ist ein sehr bitterer Tag. Es bleibt uns nichts übrig, als weiter Gas zu geben. Wenn wir unsere Fehler nicht abstellen, gewinnen wir kein Spiel dieses Jahr.“

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Salih Özcan (1. FC Köln): „Es ist ganz bitter, das war der gefühlt 100. Elfmeter gegen uns. Ich kam bei der Szene leider zu spät, aber wir dürfen vorher den Ball nicht verlieren, dann passiert das gar nicht. Wir waren gut im Spiel und haben den Gegner nur durch unsere eigenen Fehler eingeladen, das ist schon hart. Das müssen wir unbedingt vermeiden. Wir brauchen in den nächsten Spielen auch mehr Zug zum Tor und müssen uns mehr Chancen erspielen.“

Max Kruse: „Köln wollte das Spiel nur kaputt machen"

Max Kruse (Union Berlin): „Wenn man die Situation sieht und sieht wie wir auftreten, dann muss man sagen, dass wir spielen, was wir uns vorgenommen haben. Heute war es der Kampf und die Geduld. Köln hat sehr destruktiv gespielt und wollte das Spiel nur kaputt machen. Der Sieg ist verdient, wie er zustande gekommen ist, ist dann irrelevant. Ich bin froh über meinen neunten Scorerpunkt, eine Momentaufnahme. Beim Elfmeter hat der linke Fuß in den letzten sieben, acht Jahren gut funktioniert. Schade, dass ich den Rekord nicht habe. Aber über unsere Serie sollten die Leute schreiben und nicht über meinen Rekord, deshalb habe ich ihn nicht reingemacht.“

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): „Köln stand sehr tief, hat Lösungen schwer gemacht. Dafür hat es die Mannschaft gut gemacht. Da sind wir nach einem 2:1 überglücklich natürlich. Wir machen Schritte in die richtige Richtung. Nach acht Spieltagen spreche ich nicht über Entwicklung. Wenn du nicht viel Raum bekommst, geht es über Kampf. Und das ist das Gesicht von Union, dass es beizubehalten gilt.“

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Timo Horn vom 1. FC Köln: „Wir müssen wieder aufstehen“

Timo Horn (1. FC Köln): „Wir müssen Woche für Woche wieder aufstehen. Union war nicht besser als wir, aber sie haben das Momentum auf ihrer Seite. Das 1:0 war ein Zufallsprodukt und der sechste Elfmeter im achten Spiel ist einfach zu viel. Das muss man ganz nüchtern analysieren. Bei uns kommt dann das Pech dazu, wenn der Ball in der letzten Minute nur an den Pfosten prallt statt reinzugehen. Ich bereite mich immer auf die Elfmeterschützen des Gegners vor. Der Trainer hat im Training gesagt, dass ich mal eine Finte einbauen soll, und das hat geklappt. Umso bitterer, dass dann der Nachschuss reingeht. Das ist sinnbildlich für unsere Situation, in der wir stecken. Es hilft nichts, wir müssen aufstehen und weitermachen. Wenn wir nicht an uns glauben, wer dann. Wir wissen, was wir können und dass wir uns da unten rauskämpfen können. Es sind ein paar Mannschaften unten drin, die wir mit einem Sieg überholen können. Es geht nur darum, die Klasse zu halten.“

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