Kuriose FC-Kauf-Klausel mit Wolfsburg-Veto 7-Mio-Preisschild für Derby-Held Rexhbecaj

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Kölns Derby-Held Elvis Rexhbecaj jubelte nach seinem 2:1 im Borussia-Park am 6. Februar 2021.

Köln – Elvis Rexhbecaj (23) war beim 1. FC Köln der unumstrittene Mann des Tages beim 2:1-Auswärtssieg in Mönchengladbach. Rex, der Derby-König! Die Leihgabe vom VfL Wolfsburg tütete mit seinem Doppelpack den ersten Derby-Sieg in Mönchengladbach seit 2016 ein. Dabei erzielte „Elvis“ nach 133 Sekunden das drittschnellste Derby-Tor der Geschichte. Schneller waren nur Rainer Bonhof (1972) und Heinz Flohe (1966) gewesen – jeweils in der ersten Minute. Und es war erst der zweite Derby-Doppelpack eines Kölners in diesem Jahrtausend, der erste gelang dem langjährigen Kapitän Miso Brecko (36) beim 2:4 im März 2009.

  • Elvis Rexhbecaj wird zum Derby-Held beim Sieg in Mönchengladbach
  • Markus Gisdol und Horst Heldt würden Rexhbecaj gerne beim 1. FC Köln halten
  • VfL Wolfsburg ruft sieben Millionen Euro für Rexhbecaj auf

„Elvis ist einer von den Jungs, die man als Trainer nur lieb haben kann“, schwärmte FC-Trainer Markus Gisdol (51) von Rexhbecaj. Der defensive Mittelfeldspieler ist mit nunmehr fünf Saisontreffern der torgefährlichste FC-Akteur.

1. FC Köln will Elvis Rexhbecaj über den Sommer halten

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Klar, dass die Kölner Verantwortlichen ihn gerne über den Sommer hinaus am Geißbockheim halten wollen. „Wir haben ihn ausgeliehen, und ich hatte vom ersten Moment an das Gefühl: Das ist eigentlich ein Kölner. Das hat man nicht immer bei Leihspielern. Das zeigt er in jedem Training mit seiner Einstellung. Natürlich wünscht man sich, dass so ein Spieler länger bleiben kann. Aber die Kassen sind nicht gefüllt. Wir müssen schauen. Ich weiß nicht, ob es möglich ist“, sagte Gisdol.

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Derby-Sieger-Foto in Gladbach: So feierten die Profis des 1. FC Köln in der Kabine.

Pierre Littbarski bei „Loss mer schwade“: „Elvis stirbt auf dem Platz“

Wolfsburgs Markenbotschafter Pierre Littbarski (60) meinte am Samstagabend (6. Februar) im Köln-Talk „Loss mer schwade“: „Wie der Elvis in dem Derby aufgetreten ist, das hat mir gefallen. Das ist ein Junge, der stirbt auch auf dem Platz für den Verein. Solche Typen wünscht man sich.“ Ob der VfL in der nächsten Saison wieder mit Rexhbecaj plane, wollte der Weltmeister noch nicht abschließend beurteilen. „Das ist eine Entscheidung, die Jörg Schmadtke und der Trainer treffen werden. In der Form ist er für uns auf alle Fälle interessant. Einen Achter, der Tore macht, können alle gut gebrauchen. Aber man muss auch eine Entscheidung treffen, wo sich der Spieler wohlfühlt. Yannick Gerhardt war ja auch auf dem Sprung, ist dann aber bei uns geblieben. Bei Elvis sehe ich es so: Er soll jetzt erst mal den FC retten, dann machen wir uns wieder Gedanken um seine Zukunft.“

Kuriose Kölner Kaufoption mit Wolfsburger Veto-Recht

Die Vertragsgestaltung allerdings ist etwas kurios: Zwar haben die Kölner eine Kaufoption über sieben Millionen Euro vereinbart, trotzdem hat sich Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke ein Vetorecht gesichert. Will der FC kaufen, kann der VfL laut „Kicker“ für eine Abstandszahlung von einer Million Euro den Leihprofi behalten. Die Chancen haben sich nach der Verlängerung von Gerhardt sicher erhöht. Aber die Frage ist auch: Ist der Preis in Corona-Zeiten noch realistisch und für den FC zu stemmen?

Da muss Horst Heldt (51) genau abwägen, ob er so viel Geld für Rexhbecaj in die Hand nehmen kann und will, schließlich ist der Profi längst nicht frei von Leistungsschwankungen – und eigentlich gilt ein Transfer in dieser Größenordnung im Sommer als ausgeschlossen.

Horst Heldt lässt die Zukunft von Elvis Rexhbecaj offen

Der FC-Sportboss lässt sich daher noch nicht in die Karten schauen. „Elvis hat das in Gladbach hervorragend gemacht. Fünf Tore sind ein toller Wert für einen defensiven Mittelfeldspieler. Wir haben uns nicht umsonst bemüht, ihn auszuleihen. Wir werden im Sommer miteinander sprechen. Es ist zu früh, zu spekulieren. Wir müssen uns gedulden“, sagte Heldt über den Derby-Helden.

Elvis selbst macht sich derzeit ebenfalls noch keine Gedanken um seine Zukunft. Sein Fokus liegt voll und ganz auf dem Abstiegskampf mit dem FC. „Meine Zukunft ist jetzt noch nicht wichtig, nur der Abstiegskampf zählt. Da muss ich nicht über meine Person reden. Wir werden schauen.“

Wie die Zukunft auch aussieht: Mit seinem Doppelpack hat er sich in den Herzen der FC-Fans jedenfalls unsterblich gemacht!

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