„Es geht um das Überleben des Klubs“ Warum FC-Boss Heldt an Köln-Coach Gisdol festhält

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Halten weiter fest zusammen beim 1. FC Köln: Sportchef Horst Heldt (l.) und Trainer Markus Gisdol

Köln – Acht Monate ohne Sieg, Platz 16 in der Bundesliga-Tabelle – und doch will Kölns Sportchef Horst Heldt (50) nicht über den Trainer diskutieren. Nach dem 1:1 bei Werder Bremen wirft er sich erneut leidenschaftlich vor Coach Markus Gisdol (51).

Aber warum eigentlich? Darum hält Heldt an Gisdol fest!

Horst Heldt vertraut beim 1. FC Köln Markus Gisdol

In der Sommerpause hatte der Geschäftsführer des 1. FC Köln den Vertrag des Trainers bis 2023 verlängert. Und auch nach dem schwachen Saisonstart mit bislang nur drei Punkten zweifelt er nicht an dieser Entscheidung. Für Heldt geht es während der Corona-Krise um mehr als nur die aktuelle Leistungsfähigkeit im Abstiegskampf.

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Der FC-Sportboss beim Sport1-Doppelpass am Sonntag: „Wir sind über den Status der kurzfristigen Betrachtung längst hinaus. Wir müssen aufgrund der besonderen Herausforderungen dieser Zeit leider Gottes ein Stück weiterdenken. Es besteht eine existenzielle Bedrohung – es geht um das Überleben des Klubs! Deshalb muss das Ziel sein, mit wenig Geld dauerhaft in der Liga zu bleiben.“ 

Werder Bremen Vorbild für 1. FC Köln

Heißt zum Beispiel: „Wir müssen in Zukunft mehr denn je auf Jugendspieler setzen. Dafür brauchst du einen Trainer, der das tut.“ Wie Gisdol, der vergangene Saison Noah Katterbach (19), Ismail Jakobs (21) und Jan Thielmann (18) aufbaute.

Heldt sieht in dem Schwaben den richtigen Mann für seine FC-Pläne: „In den vergangenen 20 Jahren ist der Klub immer mal auf- und abgestiegen. Das wollen wir mit Kontinuität durchbrechen.“

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Sportchef Horst Heldt nennt Bremens Treue zu Trainer Florian Kohfeldt als erfolgreiches Beispiel.

Ein Vorbild für sein Trainer-Vertrauen: der Gegner von Freitag, Werder Bremen. „Letzte Saison haben viele gefragt: Wann schmeißt Bremen endlich Florian Kohfeldt raus. Am Ende haben sie es geschafft, und nun hatten sie einen guten Start. Wieso sollten wir das nicht auch durchleben? Wieso muss ich mich rechtfertigen, ob Gisdol der richtige Trainer ist? Ich sage: Er ist der richtige Trainer, weil er einen guten Job macht“, erklärt Heldt.

Horst Heldt: „Ich entlasse den Trainer morgen – wenn ich davon überzeugt bin“

Das persönlich gute Verhältnis zu Gisdol, die beiden sind Nachbarn und befreundet, spiele in der Bewertung seiner Arbeit keinerlei Rolle. Auf einen Einfluss auf eine mögliche Trainer-Trennung angesprochen, meint Heldt: „Ich mache es morgen, wenn ich davon überzeugt bin, dass es richtig ist. Es ist mein Job, das wird von mir verlangt. Ich bin in der Lage, Entscheidungen zu treffen. Ich treffe sie aber eben nur, wenn ich davon überzeugt bin. Wir sollten in Ruhe weiterarbeiten – Trainer, Geschäftsführung, Vorstand. Durch eine einzelne Maßnahme sind die Probleme ja nicht gelöst.“

Horst Heldt über die Situation des 1. FC Köln

Doch auch dem Sportboss ist klar, dass Kölns Saisonstart zu wünschen übrig ließ. „Wir sind nicht zufrieden, das ist keine Frage. Aber diese Situation war abzusehen.“

Heldt weiter: „Es gibt dafür ja Gründe. Wir sind ein mitgliedergeführter Klub und haben nicht die Möglichkeiten wie andere Vereine. Wir haben wichtige Leistungsträger im Sommer verloren, konnten den Kader erst spät zusammenstellen.“ Er erinnert: „Im Pokal-Spiel gegen Altglienicke hatten wir keinen Stürmer im Kader! Cordoba wollte nicht, Modeste war verletzt. Und so geht man in die neue Saison.“

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Vergangenes Jahr hatten viele Spieler offenbar ein Problem damit, dass von den Verantwortlichen um Ex-Boss Armin Veh (59) zu hohe Erwartungen transportiert wurden. „Es war deshalb wichtig, uns richtig einzuordnen“, so Heldt, der bereits vor Monaten betont hat, dass es für den FC nur um den Klassenerhalt geht. Inzwischen sieht er einen deutlichen Aufwärtstrend: „Wir haben jetzt von den letzten vier Spielen nur eins verloren.“

Das Warten auf einen Sieg geht aber trotzdem weiter – mit Gisdol!

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