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„Wir sind nicht die Mafia“ Bot Drexler den FC-Ultras seinen Rücktritt an?

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Dominick Drexler (l.) mit Teamkollege Noah Katterbach am vergangenen Samstag beim Derby des 1. FC Köln im Borussia-Park.

Köln – Der „Spacken“-Eklat um Dominick Drexler (30) hat rund um den Derby-Sieg des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach hohe Wellen geschlagen. Am Samstagmittag hatte sich der Profi via Pressemitteilung entschuldigt, am Samstagabend stellte sich der gebürtige Bonner den Anführern der Ultra-Szene, wie EXPRESS exklusiv berichtete.

  • Initiative zum Treffen ging vom Mannschaftsrat des 1. FC Köln aus
  • Dominick Drexler soll den FC-Ultras Rücktritt angeboten haben
  • Ultras hoffen auf mehr Verständnis von den Profis des 1. FC Köln

Wie kam es zu dem Treffen von Ultras und FC am Geißbockheim?

Die Initiative ging von Dominick Drexler und dem Mannschaftsrat aus. Timo Horn (27) hatte schon am Freitag in einer Nachricht an Fans geschrieben, es dürfe „keine Kluft“ zwischen Anhängern und Mannschaft entstehen. Drexler wollte sich offenbar nicht per Pressemeldung, sondern direkt persönlich entschuldigen. Das holte er bei dem Treffen mit den Fanvertretern nach.

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Was sagte FC-Profi Dominick Drexler?

Drexler betonte bei dem Treffen, dass er sich persönlich für den Vorfall entschuldigen wollte. In einem Bericht schreibt ein Fan-Teilnehmer: Der Spieler habe „höllische Angst“ gehabt und musste „fast weinen“. Drexler wirkte auf die Ultras aufrichtig, soll „mehr oder weniger auch gesagt haben, dass er sofort aufhört für den FC zu spielen oder uns im Sommer anrufen will, ob es okay ist, dass er bleibt“.

Wie reagierten die Ultras des 1. FC Köln?

Die Ultras wiesen Forderungen nach Konsequenzen von sich. „Wir haben ihm erklärt, dass wir nicht die Mafia sind. Wir waren aber auch so ehrlich, dass wir gesagt haben, dass er die Kuh hier nie mehr richtig vom Eis kriegt.“ Drexler solle mit Kampf und Leistung überzeugen und darauf verzichten, dass Wappen zu küssen. Dann könne er die Sache vielleicht ein wenig wiedergutmachen.

Was sagen die anderen Anhänger des 1. FC Köln?

Am Geißbockheim, in den sozialen Netzwerken und auch beim EXPRESS kamen ganz unterschiedliche Wortbeiträge an. Es gibt Fans, die Pyrotechnik ablehnen und den Ultras auch kritisch gegenüberstehen. Sie kritisieren, dass Drexler und die FC-Profis so auf die Fans zugingen. Der Klub aber wollte die Aktion bewusst nicht verbieten.

Droht für den 1. FC Köln eine Strafe wegen eines Corona-Verstoßes?

Bislang nicht. Bei der Abfahrt standen die Ultras mit ihren Bengalos mit Abstand und Maske. Bei der Rückkehr waren die Menschengruppen nicht organisiert, das Team musste sich durchkämpfen. Die Tests in dieser Woche werden Aufschluss geben, was passiert ist. Ein vorsätzlicher Verstoß gegen Corona-Regeln war das aber kaum.

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Wie geht es jetzt beim 1. FC Köln weiter?

Die Mannschaft hofft, dass sich die Aufregung jetzt legt. Auch der Fanvertreter fand versöhnliche Worte, sah in dem Austausch einen Anfang. „Wenn wir wenigstens einen Draht zur Mannschaft haben, um denen zu vermitteln, warum wir was machen, könnte es eventuell helfen, dass die verstehen, was wir wollen. So könnte sich das Negative durch den Vorfall in etwas Positives entwickeln.“

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