Viele Tote und Verletzte Amoklauf an russischer Schule – auch Kinder unter den Opfern

„Ein wichtiger Schritt“ Modeste wird zur FC-Hoffnung – Comeback gegen Frankfurt?

99201149-4595-42AC-B7B0-4F252DBE71D0

Anthony Modeste überzeugte beim 14:0-Testsieg des 1. FC Köln gegen Hohenlind mit acht Toren.

Köln – Anthony Modeste (32) ist wieder da! 103 Tage nach seinem bis dato letzten Spiel für den 1. FC Köln, bei der 1:6-Pleite gegen Werder Bremen, gab der Franzose sein Comeback im FC-Trikot. Und was für eins!

Beim 14:0-Sieg gegen den SC Borussia Lindenthal-Hohenlind erzielte „Tony“ satte acht Tore. Balsam für die geschundene Stürmer-Seele. Modeste schoss sich in den 90 Minuten gegen überforderte Gäste den Verletzungsfrust der vergangenen Monate vom Leib.

„Das freut mich natürlich. Tony war voll engagiert dabei und hat das ziemlich gut gemacht, darüber sind wir alle froh. Es ist immer wichtig für einen Stürmer zu treffen, auch wenn das nur in einem Testspiel ist. So ein Spiel tut ihm gut und gibt Auftrieb“, sagt Sportboss Horst Heldt (50) zum EXPRESS.

Anthony Modeste wird zur Sturm-Hoffnung des 1. FC Köln

Alles zum Thema Anthony Modeste

Vom Sorgenkind zur FC-Sturmhoffnung. Nach einer für Tony schwachen vergangenen Saison (vier Tore) hätte ihn so mancher beim FC wohl gerne von der Gehaltsliste bekommen. Dann kamen noch die hartnäckigen Verletzungsprobleme, weshalb ein Interesse von Besiktas Istanbul in der Sommerpause im Sande verlief. Damals gab es im Klub kontroverse Diskussionen, ob man den Angreifer ziehen lassen sollte.

Jetzt Gutschein für den Fanshop des 1. FC Köln gleich hier im EXPRESS-Gutscheinportal sichern

Laut Heldt gab es „keine offiziellen Gespräche oder Verhandlungen“ mit Besiktas. Kölns Sportchef sagt aber auch: „Ich kann mir vorstellen, dass es immer Vereine gibt, die sich für Tony interessieren. Er ist ein Spieler mit Qualität.“

Anthony Modeste muss Rückstand beim 1. FC Köln aufholen

Modeste blieb schließlich und drohte zum Problemfall zu werden. Seit er seine Knieschmerzen dank Bio-Statiker Ralph Frank im Griff hat, geht es aber endlich wieder aufwärts. Modeste kann schmerzfrei trainieren und muss jetzt in Windeseile seinen Rückstand aufholen. „Es ist natürlich schade, dass er die gesamte Vorbereitung verpasst hat und auch schon im Urlaub nicht an seinem Programm arbeiten konnte, aber umso erfreulicher ist es, wie er das in den vergangenen Tagen und Wochen gemacht hat. Das hilft ihm – und was ihm hilft, hilft auch uns“, sagt Heldt.

BADA4EAB-DAD4-4361-A09E-2A20FD717EA9

Anthony Modeste schiebt im Training Extra-Laufschichten mit Athletiktrainer Max Weuthen.

Weil die FC-Offensive in den ersten Ligaspielen mächtig lahmte, ruhen die Hoffnungen plötzlich wieder auf dem Europapokal-Helden – vielleicht sogar schon gegen Eintracht Frankfurt (18. Oktober, 15.30 Uhr). „Das muss der Trainer entscheiden. Wir haben noch mehr als eine Woche Zeit. Aber sicherlich war das für Tony und auch uns ein wichtiger Schritt. Wir müssen jetzt abwarten, wie er die Belastung verkraftet. Egal, gegen wen man spielt, die 90 Minuten hat man in den Knochen, wenn man länger nicht auf dem Platz stand“, lässt Heldt einen Einsatz offen.

Schwieriges Verhältnis zwischen Markus Gisdol und Anthony Modeste?

Und was macht Markus Gisdol (51)? Der FC-Trainer hatte Modestes Comeback in einer der letzten Pressekonferenzen auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Modeste habe die gesamte Vorbereitung verpasst und brauche „sicherlich noch mehrere Wochen“, um eine Alternative zu sein.

Das Verhältnis gilt nach wie vor als schwierig, nicht nur wegen der gemeinsamen Zeit in Hoffenheim, als Modeste das nötige Vertrauen des Coaches vermisste. Der Stürmer fühlt sich nicht genug wertgeschätzt. In der Corona-Phase ließ Gisdol den stolzen Franzosen trotz starker Leistungen häufig bis zur Schlussphase auf der Bank schmoren. Modeste zeigte seinen Unmut darüber mit dem „Bank-Jubel“ von Augsburg, als er sich nach seinem Tor demonstrativ auf die Werbebande setzte.

Anthony Modeste in Top-Form ist Gold wert für den 1. FC Köln

Doch ausgerechnet Modeste könnte Gisdol in den kommenden Spielen den Job retten. Gut möglich, dass der FC-Trainer seine Meinung nach dem Testspiel-Auftritt ändert.

Ein Modeste in Tor-Laune und mit Selbstvertrauen wäre in der jetzigen Kölner Krise Gold wert!

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.