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FC-Trainer Baumgart, Stöger & Co. – welche Kandidaten wann und wie infrage kommen

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Sportchef Horst Heldt (l.) und Trainer Markus Gisdol bei der 0:1-Niederlage des 1. FC Köln beim VfL Wolfsburg am 3. März 2021

Köln – Während Markus Gisdol (51) am Sonntag (11. April 2021, 18 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 um seinen Job kämpfen muss und sich von den Diskussionen um seine Person nicht beeindrucken lässt, brodelt die Gerüchteküche rund ums Geißbockheim gewaltig. Wie geht es auf der Trainerbank des 1. FC Köln weiter? Friedhelm Funkel (67), Peter Stöger (54), Thorsten Fink (53) und nun auch Steffen Baumgart (49) – EXPRESS erklärt, welche Coach-Kandidaten wann und wie infrage kommen!

  • Markus Gisdol kämpft um Trainer-Job beim 1. FC Köln
  • Mit Friedhelm Funkel, Peter Stöger, Thorsten Fink und Steffen Baumgart werden gleich mehrere Nachfolge-Kandidaten gehandelt
  • EXPRESS erklärt mögliche Szenarien

Hält Markus Gisdol beim 1. FC Köln bis Saisonende durch?

Es ist längst kein Geheimnis mehr: Markus Gisdol braucht gegen Mainz drei Punkte – sonst war’s das für ihn beim 1. FC Köln. Intern werden aktuell vor allem drei Szenarien durchgespielt.

Nummer eins: Gisdol gewinnt gegen Mainz und springt mit Köln wieder aufs rettende Ufer.

Das wäre nicht nur typisch für das Trainer-Stehaufmännchen und diese FC-Saison, sondern auch überlebenswichtig für die Klub-Zukunft – schließlich drohen im Falle einer Pleite bis zu fünf Punkte Rückstand auf Platz 15. Und das mit den Top-Gegnern Bayer Leverkusen und RB Leipzig vor der Brust.

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Sportchef Horst Heldt (l.) und Präsident Werner Wolf am 20. August 2020 im Traininigslager in Donaueschingen

Doch selbst wenn Gisdol gewinnt, winkt ihm durch die Spiel-zu-Spiel-Ansage von Sportboss Horst Heldt (51) kein Bekenntnis bis Saisonende. Vor allem weil im Abstiegs-Finale mit Augsburg, Freiburg, Hertha und Schalke ein machbarer Gegner nach dem anderen wartet.

Und: Geschieht in den kommenden Wochen kein Wunder  – in Form einer spektakulären Sieges-Serie – deutet auch im Falle des Klassenerhalts vieles auf eine Trennung im Sommer hin. Die Bosse trauen Gisdol (Vertrag bis 2023) nicht mehr zu, am Geißbockheim nachhaltig etwas aufzubauen. Für den Schwaben, der nach dem Derby-Sieg in Gladbach noch betont hatte, wie sehr er den Klub liebt, wäre das gewiss ein schwerer Schlag.

Thorsten Fink würde nicht nur bis Saisonende unterschreiben 

Nummer zwei: Gisdol fliegt nach dem Mainz-Spiel und der FC setzt direkt auf einen Trainer, der über das Saisonende hinaus bleibt.

Bereits am Samstag hatte EXPRESS exklusiv über das Interesse an Thorsten Fink berichtet. Heldt soll mit dem Ex-Bayern-Profi und früheren HSV-Trainer schon vor dem BVB-Spiel konkret verhandelt haben. Fink sieht sich nicht als reiner Retter, müsste wohl mindestens mit einem Vertrag bis 2022 ausgestattet werden. Hier soll es im Gemeinsamen Ausschuss (GA) allerdings Bedenken geben – auch weil längst nicht mehr jeder im Führungsgremium von Heldt überzeugt ist.

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Thorsten Fink als Trainer von Vissel Kobe mit Welt- und Europameister Andres Iniesta am 12. Februar 2020

Fink, der bis September 2020 in Japan bei Vissel Kobe an der Seitenlinie stand, will sich zu einem möglichen FC-Engagement aktuell nicht äußern, sagte gegenüber „Sport1“ zuletzt aber: „Ich habe bewiesen, dass ich Teams kontinuierlich entwickeln kann. Mein Traum ist es, langfristig bei einem Verein zu bleiben.“

Auch ein Abstiegskampf-Experte wie Bruno Labbadia (55, bei Hertha entlassen) würde sich, wenn er überhaupt Interesse hat, nicht auf einen kurzfristigen Deal einlassen.

Steffen Baumgart heißer Kandidat beim 1. FC Köln

Nummer drei: Gisdol muss gehen und Köln holt zunächst einen Feuerwehrmann.

Friedhelm Funkel steht für den Fall einer Entlassung weiterhin bereit und würde ohne Wenn und Aber nur bis Saisonende bleiben. Im GA wird diese Variante bevorzugt, denn so könnte man im Sommer – in welcher Liga auch immer – einen sauberen Neustart hinlegen.

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Wird Friedhelm Funkel (l.) Nachfolger von Markus Gisdol? Hier trafen sich die beiden Trainer am Rande des Derbys gegen Borussia Mönchengladbach am 11. März 2020.

Mit wem? Steffen Baumgart gilt derzeit als heißester Kandidat. Der gebürtige Rostocker hat den SC Paderborn sensationell aus der 3. Liga in die zwischenzeitliche Erstklassigkeit geführt und damit bewiesen, dass er aus geringen Mitteln viel herausholen kann.

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Steffen Baumgart beim Zweitliga-Spiel 1. FC Nürnberg gegen SC Paderborn am Ostersonntag, 4. April 2021

Zum 30. Juni läuft sein Vertrag bei den Ostwestfalen aus. Der SCP würde gerne verlängern – Baumgart bislang nicht. Öffentlich schweigt er zu seiner Zukunft. Auch falls Gisdol nach Saisonende gehen muss, ist Baumgart eine Wunschlösung des FC.

Und was ist mit Peter Stöger? Kölns Ex-Erfolgscoach (2013 bis 2017), der bei Austria Wien unzufrieden ist und sich eine FC-Rückkehr liga-unabhängig vorstellen kann, hat im Klub nicht nur Fürsprecher.

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Peter Stöger (hier am 7. März 2021) steht noch bis Saisonende bei Austria Wien unter Vertrag, wo er gleichzeitig als Trainer und Sportvorstand wirkt.

Während Finanzboss Alexander Wehrle (46) für ein Comeback des Ösis plädieren könnte, ist die Skepsis im Vorstand größer. Frei nach dem Motto: Aufgewärmter Kaffee schmeckt nur selten.

Horst Heldt kommentiert keine Namen

Sportboss Heldt will sich zu den zahlreichen Optionen nicht äußern, sagt nur: „Ich kommentiere keine Namen. Das halte ich nicht für richtig.“

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Eins, zwei oder drei – Gisdol hofft zunächst mal, dass es für ihn am Sonntagabend nicht heißt: Letzte Chance vorbei...

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