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„Stehe in der Verantwortung“ FC-Boss Wehrle bleibt FC treu – Absage an Bundesligisten

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Alexander Wehrle (hier nach der triumphalen Rückkehr aus Kiel am 29. Mai 2021) wird dem 1. FC Köln weiter treu bleiben.

Köln – Unmittelbar nach dem famosen 5:1-Rettungssieg in Kiel lagen sich die beiden Geschäftsführer des 1. FC Köln Alexander Wehrle (46) und Horst Heldt (51) herzlich in den Armen. Nur einen Tag später, am 30. Mai, wurde das Duo beim FC vom Vorstand gesprengt. Horst Heldt wurde von seinen Aufgaben entbunden. Für Wehrle ein Schlag ins Kontor, aber kein Grund, das Weite beim FC zu suchen.

  • Alexander Wehrle bleibt dem 1. FC Köln treu
  • Sportboss sagte VfB Stuttgart ab
  • Wehrle genießt vollstes Vertrauen von Präsident Werner Wolf

Der Unmut über die Entlassung von seinem Geschäftsführer-Kollegen war Alexander Wehrle bei der Pressekonferenz „Neuausrichtung Sport“ deutlich anzumerken. „Ich habe dem Vorstand mitgeteilt, dass ich die Entscheidung bedauerlich finde. Das hat mich nachdenklich gestimmt, aber ich gehe damit professionell um", sagte ein zerknirschter Alex Wehrle auf Nachfrage.

Alexander Wehrle bleibt dem 1. FC Köln treu

Befürchtungen, dass nun auch er das Weite suchen will, erstickte der Finanzboss aber prompt im Keim.

Wehrle gab dem FC ein Treue-Bekenntnis! „Ich habe meinen Vertrag bis 2023 verlängert, in dem Bewusstsein Verantwortung zu übernehmen. Wer mich kennt, weiß, dass ich während der schwierigsten finanziellen Situation der Klub-Historie keinen Rückzieher mache. Ich werde meiner Verantwortung gerecht“, sagte er angesprochen auf seine Zukunft.

Alexander Wehrle sagt dem VfB Stuttgart ab

Dabei gab es durchaus lukrative Alternativen für Wehrle. Sein Ex-Klub VfB Stuttgart warb intensiv um die Dienste des Finanz-Experten. Der FC-Boss gab auch unumwunden zu, dass er sich mit dieser Anfrage ernsthaft auseinander gesetzt habe. „Ich habe mit Herrn Wolf über Anfragen anderer Klubs gesprochen. Ich respektiere die Entscheidung des Klubs, mich nicht aus meinem Vertrag zu lassen. Ich habe dem VfB Stuttgart abgesagt", sagte Wehrle.

In diesen Sätzen schwang auch immer wieder das angekratzte Verhältnis zwischen Vorstand und Geschäftsführung mit, das nun in der Entlassung von Horst Heldt gipfelte. Wehrle ließ dabei durchblicken, dass er zuletzt nicht immer einer Meinung mit dem Vorstand war und auch weiterhin kontrovers mit dem Präsidium diskutieren wolle.

Alexander Wehrle fordert zweiten Geschäftsführer beim 1. FC Köln

Zudem forderte er schnellstmöglich die Installation eines zweiten Geschäftsführers. „Langfristig ist es nicht ratsam, dass ich der einzige Geschäftsführer bin“, sagte er am Montag.

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Werner Wolf (64) ist jedenfalls froh, dass Wehrle sich für einen Verbleib beim FC entschieden hat. „Ich habe mich damals sehr dafür eingesetzt, dass Alex Wehrle diese Position erhalten hat. Ich bin sehr froh, ihn an unserer Seite zu wissen. Wir haben ein offenes, vertrautes Verhältnis. Er hat unser vollstes Vertrauen", sagte der FC-Präsident.

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