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FC ohne Chance in Frankfurt Eiskalte Eintracht lässt Gisdols Derby-Helden abblitzen

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Frankfurts Evan N'Dicka steigt höher als die beiden Kölner Rafael Czichos und Tolu Arokodare und erzielt das 2:0 für die Eintracht.

Frankfurt – Der 1. FC Köln konnte den famosen Derby-Sieg gegen Mönchengladbach in Frankfurt nicht vergolden. Nach zuletzt drei Siegen aus den vergangenen vier Bundesliga-Spielen musste sich der FC bei der Eintracht mit 0:2 geschlagen geben. Gisdols Derby-Helden blitzten bei Team der Stunde eiskalt ab. Mit 21 Punkten bleibt der FC auf Platz 14. „Es wäre mehr drin gewesen, wenn wir es einen Tick besser gemacht hätten. Wir haben aber insgesamt gut verteidigt gegen eine Topmannschaft. Ich bin überzeugt, dass wir am Saisonende unser Ziel erreichen werden“, sagte Markus Gisdol nach der Partie.

  • 1. FC Köln zu Gast bei Eintracht Frankfurt
  • Gisdol-Elf verliert beim Team der Stunde
  • Sorgen um Ondrej Duda

Klirrend kalt war es an der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise, aber die Sonne schien strahlend und die Derbysieger zeigten gleich, dass sie sich mittlerweile wohl fühlen in der Rolle des Außenseiters beim haushohen Favoriten im 107. Duell der beiden Traditionsvereine, bei dem es in normalen Zeiten an einem Karnevalssonntag auch auf den Rängen hoch her gegangen wäre.

Der FC gleich mit viel Ballbesitz, rigorosem Zweikampfverhalten und dem Mut zum Spiel nach vorne. Doch da Zielspieler Emmanuel Dennis nahezu jeden Ball verlor, ging nicht wirklich was im Kölner Offensivspiel.

Alles zum Thema Timo Horn

Timo Horn rettet 1. FC Köln in Hälfte eins die Null

Und nach einer Viertelstunde besann sich der Tabellenvierte auf seine Stärken und übernahm das Kommando. André Silva nach starkem Pass von Amin Younes und Daichi Kamada aus fünf Metern per Kopf sowie per Schuss von der Strafraumgrenze hatten die größten Chancen für die Eintracht, doch FC-Keeper Timo Horn machte die Chancen in seinem 300. Pflichtspiel für den 1. FC Köln mit starken Reflexen zunichte.

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Die Abwehrfehler häuften sich, insbesondere Rafael Czichos bekam mehrere Ansagen von Coach Markus Gisdol. Entlastung gab es kaum, Elvis Rexhbecajs Schuss aus deutlich über 20 Metern war der einzige nennenswerte Kölner Abschlussversuch.

Der wiedergenesene Marius Wolf bekam Filip Kostic nie in den Griff, der Ex-Hamburger war es auch, der 17-Tore-Mann Silva kurz vor der Pause nochmal in Szene setzte, doch der Portugiese setzte den Ball knapp drüber. Der FC rettete sich mit einem blauen Auge und einem 0:0 in die Kabine.

Emmanuel Dennis verpasst Traumstart für den 1. FC Köln

Direkt nach Wiederanpfiff hatte der FC dann prompt die beste Chance bis dato. Doch der äußerst glücklose Dennis „klärte“ eine aussichtsreiche Schusschance zum Einwurf.

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Zudem musste Ondrej Duda verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Jan Thielmann.

Am Spiel änderte sich nichts, die Eintracht drückte und ließ beste Chancen fahrlässig liegen. Horn hatte keine Mühe mit einem unplatzierten Kopfball von Silva (51.). Bei einem Kopfballtreffer des Portugiesen nur eine Minute später war der Ball bei der Flanke schon im Tor-Aus. Riesen-Dusel für zunehmend schwimmende Kölner.

André Silva lässt Timo Horn keine Chance

Doch das Glück war nur wenige Minuten später aufgebraucht. Dieses Mal zählte das Tor von Silva. Nach einem abgefälschten Schuss tauchte der Toptorjäger frei vor Horn auf und ließ dem FC-Keeper mit einem Lupfer keine Chance (57.).

Der FC hatte Mühe sich von dem Rückschlag zu erholen. Vielmehr stand Horn auch in der Folge im Mittelpunkt, lieferte sich phasenweise ein Privat-Duell mit Silva.
Vorne lief wenig zusammen, ein Schuss von Dennis, der knapp am Frankfurter Gehäuse vorbeirauschte war noch das Gefährlichste.

Als sich der FC gerade gefangen hatte und sich eine Schluss-Offensive andeutete, machte das Team der Stunde in der Bundesliga den Deckel drauf. Nach einer Ecke stieg N'Dicka am höchsten und brachte die Eintracht mit 2:0 in Führung. Die Vorentscheidung!

Horst Heldt ärgert sich über Niederlage des 1. FC Köln

„Am Ende war es eine verdiente Niederlage – aber eigentlich auch eine unnötige. Wir haben in der ersten Halbzeiten einige Großchancen zugelassen, sind aber mit 0:0 in die Halbzeit gegangen. Dann haben wir zwei Tore gekriegt, die wir hätten vermeiden können. Insgesamt haben wir heute zu wenige Bälle festgemacht, für zu wenig Entlastung gesorgt. Wir hätten es besser spielen müssen, dann wäre etwas drin gewesen. Die Frankfurter sind ein körperlich hartes Team, da muss man gewappnet sein. Das waren wir heute nicht“, sagte FC-Geschäftsführer Horst Heldt (51) nach der Partie.

Die Niederlage bei der Eintracht, die damit weiter Champions-League-Ambitionen hegt, ist aber kein Beinbruch für die Gisdol-Elf. Die Eintracht dagegen kann mit 22 Punkten aus den letten 8 Spielen mehr denn je von der Königsklasse träumen.

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