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Zum 30. Todestag: FC plant Gedenkspiel für Köln-Liebling Mucki Banach (✝1991)

Mucki Banach Erinnerungsfoto

Legende: FC-Profi Mucki Banach, damals größte Sturmhoffnung Deutschlands, starb im November 1991 bei einem Verkehrsunfall.

Foto:

Bopp

Köln -

Am Dienstag (17. November) jährt sich ein trauriger Tag der FC-Historie zum 29. Mal. Doch dieses Mal kann Claudia Banach diesem Datum etwas erträglicher entgegensehen...

EXPRESS hatte zuletzt berichtet, dass es Ideen gibt, dem 1991 tragisch verunglückten Ex-Torjäger Maurice Banach (23 Tore in 49 Bundesliga-Spielen) vonseiten des Klubs ein würdiges Andenken zu bereiten.

Ins Rollen gebracht hatte dies Banachs früherer Mitspieler Andreas Gielchen (56), der mit Mucki 1991 im Pokalfinale von Berlin gestanden hatte und wie ein Löwe für seinen Freund von einst und dessen Familie kämpft.

Andreas Gielchen kämpft für Mucki Banach

Denn längst ist bekannt, dass die seinerzeit FC-Verantwortlichen nach dem Tod des Stürmers, untertrieben gesagt, nicht gerade fürsorglich mit der Witwe und den Kindern umgegangen waren.

Erst im Oktober legte Gielchen vom damaligen Geschäftsführer Wolfgang Schänzler unterzeichnete Dokumente offen, die beweisen, dass Banachs Prämien eigenmächtig mit Mobiliar und Mietzahlungen verrechnet wurden – so hat man der Familie dringend benötigte Gelder vorenthalten.

Witwe Claudia Banach mit ihrer Familie

Claudia Banach (Mitte) im Kreise ihrer Familie.

Foto:

EXPRESS

Gielchens Vorsprechen bei den heutigen FC-Bossen blieb nicht ungehört!

Denn Claudia Banach sagt dem EXPRESS kurz vor dem Todestag ihres verunglückten Mucki: „Horst Heldt und Alexander Wehrle haben meinen Sohn Zico und mich am 22. Oktober ins Geißbockheim eingeladen. Wir hatten ein tolles Gespräch. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.“

1. FC Köln plant Gedächtnisspiel und Shirt für Mucki Banach

Bestürzt ließ sich das FC-Duo von Claudia und Zico Banach schildern, wie mit der Familie nach dem Tod des Ausnahmestürmers umgegangen wurde.

Maurice Banach 1991 in Berlin

Mucki Banach im DFB-Pokalfinale von Berlin 1991, das der 1. FC Köln gegen Werder Bremen im Elfmeterschießen verlor.

Foto:

Bucco

„Sie waren sehr traurig darüber, was damals passiert ist, und empfanden das als Sauerei“, schildert sie, „daher hatten sie eine Idee: 2021, wenn sich der Todestag zum 30. Mal jährt, wollen sie ein Gedächtnisspiel für Mucki im Stadion machen, mit den früheren Weggefährten. Dann können ja vielleicht auch wieder Zuschauer dabei sein. Es soll auch ein T-Shirt aufgelegt werden – und die Einnahmen unserer Familie zugutekommen.“

Was für eine tolle Geste!

Denn der Familie geht es nach wie vor nicht gut. Claudia Banach hat zum zweiten Mal Krebs. Doch die tapfere, von der Chemo gezeichnete Frau will nicht nach hinten schauen und nachkarten.

Banach-Witwe und Andreas Gielchen stehen am Grab von Maurice Banach

Claudia Banach und Andi Gielchen am Grab von Mucki.

Foto:

Gielchen

Sie dankt dem FC und vor allem Gielchen: „Natürlich hat Horst Heldt auch noch mit Mucki zusammengespielt, und ich denke, das wird ihn umso mehr berührt haben. Doch ohne Andi Gielchen wäre das nicht möglich gewesen. Ein toller Mann mit einem super Herz!“

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2005 bekam Thomas Häßler das letzte Abschiedsspiel

Das bislang letzte Abschiedsspiel für einen Köln-Profi gab es 2005 für Weltmeister Thomas „Icke“ Häßler. Ex-Stürmer Milivoje Novakovic (41) kaufte der Klub dessen vertraglich vereinbartes Abschiedsspiel ab.

Klar ist: Mucki Banach würde so endlich die ersehnte Würdigung erhalten, die diesem tollen Stürmer von einst schon so lange zusteht...