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Dämliches Dänen-Tor EM-Mutmacher blieb trotz Müller-Comeback aus

Poulsen-Tor

Mats Hummels grätscht ins Leere, Yussuf Poulsen trifft zum 1:1.

Innsbruck – Jetzt geht sie wieder um, die EM-Angst. Droht etwa schon wieder ein erneutes Turnier-Fiasko? Das 1:1 im Test gegen Dänemark in Innsbruck war dann doch wieder ernüchternd, obwohl die Leistung über weite Strecken stimmte. EM-Auftaktgegner Frankreich gewann derweil 3:0 gegen Wales. Das wird eine harte Nuss.

  • Deutschland mit Unentschieden im Test gegen Dänemark
  • Florian Neuhaus mit zweitem Länderspiel-Treffer
  • Wirbel um Plastik-Choreografie in Innsbruck

Erst die Blamage im März gegen Nordmazedonien (1:2), nun das Unentschieden gegen die Dänen. EM-Euphorie kommt so nicht auf.

Um wen es in den nächsten fünfeinhalb Wochen geht, wurde schon beim Blick auf die Tribünen im Tivoli-Stadion deutlich: „Jogis Jungs“ stand da auf den Plastik-Folien. Löws Abschiedstournee von maximal neun Spielen begann in Innsbruck. Über den Unsinn, solch eine Parole auf hunderte Folien zu drucken, regten sich die Fans in den sozialen Netzwerken zu Recht auf. Nationalmannschaft geht einfach nicht ohne leere Marketing-Phrasen und krampfhaftes Anbiedern.

Choreo-Innsbruck

Die unnötige Choreo aus Plastikfolien brachte den DFB-Verantwortlichen viel Kritik ein.

Der Bundestrainer legte schon mal ein gutes Stück seiner EM-Karten auf den Tisch. Er wählte überraschend die 3:4:3-Taktik, obwohl viele ein 4:2:3:1 als besser für das Team ansehen. Löw will wohl angesichts der Offensivstärke, die im ersten Turnierspiel gegen Frankreich wartet, auf eine größere Stabilität Wert legen. Trotzdem reichte den Dänen eine ordentliche Torchance zum Treffer.

Löw-Innsbruck

Joachim Löw war an der Seitenlinie viel in Bewegung. Der Bundestrainer hat noch einiges zu tun.

„Es war intensiv, aber irgendwann sind wir nicht mehr so in die Zweikämpfe gekommen“, sagte Müller bei RTL, und er vertat sich sogar beim Endergebnis: „Wir waren in den Offensivaktionen relativ klar, am Ende ist es echt ärgerlich, dass wir das Spiel verlieren.“

Beim Blick auf die Startformation wurde auch klar, welche Positionen vor dem Turnier-Auftakt gegen Frankreich noch umkämpft sich. Da Antonio Rüdiger sicher ins Team rückt, müssen Niklas Süle und Matthias Ginter um ihren Platz bangen. Und vor allem Süle überraschte am Mittwoch (2. Juni) mit einer guten Leistung.

Florian Neuhaus sammelte Pluspunkte im Mittelfeld

Im Mittelfeld dürfte Toni Kroos im Turnier ins Team drängen. Aber der vermeintliche Platzhalter Florian Neuhaus sammelte mit seinem Tor Pluspunkte. Und in der Offensive ist derzeit offenbar kein Platz für Champions-League-Final-Held Kai Havertz, ebenso wenig für Leon Goretzka und Ilkay Gündogan.

Wenig überraschend ist Thomas Müller von Beginn an wieder der Lautsprecher auf dem Platz. Der Bayern-Profi kommentierte jede Aktion, gab ununterbrochen Kommandos, feuerte seine Kollegen an und rochierte in typischer Müller-Manier über weite Teile des Platzes. Die erste dicke Chance ging auch auf sein Konto. Nach feiner Kimmich-Vorlage verpasste Müller die frühe Führung nur knapp (14.). Noch knapper war es in der 44. Minute, als Serge Gnabry den Ball ans Lattenkreuz nagelte.

Dazwischen: Viel Ballbesitz und Überlegenheit für das DFB-Team, aber auch wenig echte Tor-Gefahr. Nach der Pause brach Florian Neuhaus aber den Bann. Aus kurzer Distanz drückte der Gladbacher den Ball nach feiner Gosens-Vorarbeit über die Linie. Doch zum Test-Sieg reichte es trotzdem nicht, weil der zweite Rückkehrer Mats Hummels bei seinem Comeback den Ausgleich von Poulsen nicht verhindern konnte.

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