Höchste Sicherheitsstufe in Seefeld Trainingsplätze werden rund um die Uhr bewacht

Hotel-Nidum

Das Mannschaftshotel Nidum ist exklusiv für die DFB-Auswahl reserviert. Wer vorfahren will, muss auf einer speziellen Liste stehen.

Seefeld – Im idyllischen Seefeld in Tirol will Jogi Löw (61) die deutsche Nationalmannschaft bei seinem letzten Turnier als Bundestrainer zu EM-Gipfelstürmern formen. Fans, Touristen und Schaulustige werden vor Ort aber kaum etwas vom DFB-Team mitbekommen.

  • Hotel und Trainingsplätze werden permanent bewacht
  • Hohe Sicherheits-Regeln in Seefeld
  • DFB-Trainingslager komplett abgeschirmt

Das Luxus-Hotel mit 1500 Quadratmetern Wellnessbereich wird 24 Stunden von Sicherheitspersonal überwacht. Nicht nur vor dem Nidum, sondern schon an der Zufahrt zum Quartier steht die Security. Die Mitarbeiter haben sogar eine Liste mit Fotos des Hotel-Personals, damit niemand Unbefugtes dem DFB-Tross zu nahe kommen kann. Auch Paketdienste müssen ihren Personalausweis vorzeigen.

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Ein Corona-Fall innerhalb der Mannschaft wäre der absolute GAU. Daher soll der DFB völlig abgeschirmt von der Außenwelt in seiner eigenen Blase leben.

Zäune-Platz-Angst

Die Trainingsplätze sind von zwei Zaunreihen gesichert und werden rund um die Uhr bewacht.

Die zweieinhalb Trainingsplätze sind von Zäunen umgeben. Der eine ist zwei Meter hoch und zweieinhalb Kilometer lang, der andere 1,2 Meter hoch und 500 Meter lang. Diese Maßnahme soll sowohl als Sicht- als auch Corona-Schutz dienen. Ein Zeichen für die Fans: „Es lohnt sich nicht, hierherzukommen.“

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EXPRESS-Sportchef Marcel Schwamborn im EM-Trainingslager in Seefeld.

Daher werden die Trainingsplätze ebenso wie das Hotel 24 Stunden täglich von Security-Mitarbeitern überwacht. Diese sollen sogar regelmäßig unter der Pressetribüne nach möglichen Gefahren suchen. Auch die Medienvertreter müssen sich spätestens alle 48 Stunden auf Corona testen lassen. Das gilt selbst für doppelt geimpfte oder genesene DFB-Mitarbeiter.

Mannschaftsarzt Tim Meyer (53): „Generell ist die pandemische Lage in den letzten Wochen deutlich besser geworden. In Deutschland haben wir eine sehr günstige Entwicklung. Wir stehen deutlich besser da als vor einiger Zeit, was die Ansteckungswahrscheinlichkeit in jeglichem Umfeld verringert: Je länger wir zusammen sind und je länger wir dabei auch keine Fälle von Corona haben, wird das Ganze ebenfalls sicherer.“

Keine Impfungen der Spieler während der EM

Zudem sind bereits Spieler und Betreuer geimpft. Meyer: „Wir haben einen erwähnenswerten Anteil von zumindest einmal, teilweise zweimal Geimpften, was die Sicherheit zusätzlich erhöht.“ Kein Spieler sei aber schon vollständig geimpft. Spieler während des Turniers zu impfen sei nicht vorgesehen, meinte Meyer, „das halte ich für zu gefährlich angesichts der denkbaren Nebenwirkungen“.

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