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FC-Coach verwundert Baumgart kritisiert Marco Reus: „Und er macht lieber Urlaub“

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Gewaltakt bis zum Pokalsieg: Marco Reus am 13. Mai 2021 im Berliner Olympiastadion für Borussia Dortmund beim Pokalsieg über RB Leipzig, hier ist Keeper Peter Gulacsi zu sehen.

Dortmund – Eigentlich urlaubt der neue FC-Trainer Steffen Baumgart (49) gerade mit seiner Familie in Saalbach-Hinterglemm. Doch für das Westfalen-Blatt blickt der Coach seit Freitag, 11. Juni, auch auf das EM-Geschehen – und sieht dabei die Absage eines Profis besonders kritisch. Die EM-Absage von Marco Reus (32) kann der Bald-Kölner nicht verstehen.

  • Steffen Baumgart: Verwunderung über EM-Absage von Marco Reus
  • Gegenbeispiel Toni Kroos: „Er kämpft, um fit zu werden.“
  • Marco Reus: „Will meinem Körper Zeit geben.“

Baumgart wundert sicht über Marco Reus

Der neue Kölner Bundesligatrainer Steffen Baumgart hat sich über die Absage von Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus für die Fußball-EM gewundert. „Nicht verstehen kann ich den Verzicht von Marco Reus. Der Junge ist in überragender Form, diese EM ist für ihn mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die letzte Chance, einen großen Titel zu gewinnen und er macht lieber Urlaub. Diese Entscheidung finde ich sehr speziell“, sagte der neue Chefcoach des 1. FC Köln dem Westfalen-Blatt in seiner EM-Kolumne, die er kurioserweise gemeinsam mit FC-Sportchef-Kandidat Samir Arabi (42) schreibt.

Jogi Löw, der sich mit seiner Mannschaft im Teamhotel auf das Auftaktspiel gegen Frankreich vorbereitet, hatte  den Verzicht von Reus akzeptiert.

Toni Kroos für Steffen Baumgart das DFB-Gegenbeispiel

Ein gutes Gegenbeispiel sei Toni Kroos. „Der Junge hat schon alles gewonnen und kämpft nach seiner Corona-Infektion darum, rechtzeitig fit zu werden. Mich hätte man zu meiner aktiven Zeit im Rollstuhl zum Turnier fahren können, so heiß wäre ich gewesen. Aber leider reichte die Qualität nicht“, sagte der 49 Jahre alte Trainer, der sich Deutschland und England im Finale wünscht. „Das wäre mein Traumfinale."

BVB-Gewaltakt fordert von Marco Reus Tribut

Reus hatte seinen Verzicht bei Jogi Löw mit den Folgen einer kräftezehrenden Saison begründet. „Nach einem sehr intensiven Jahr für mich persönlich und dem Erreichen der Ziele beim BVB, bin ich zum Entschluss gekommen, meinem Körper Zeit zu geben, um sich zu erholen“, schrieb der 32-Jährige Mitte Mai.

Reus hatte die letzten drei großen Turniere bereits wegen teils schwerer Verletzungen verpasst, aber der Gewaltakt bis zum Pokalfinale hatte seinen Tribut gefordert – und er hätte wohl kein Turnier durchgestanden. Im Wissen, so keine Hilfe über Wochen zu sein, sagte er dem Bundestrainer ab.

Marco Reus mit Turnier-Chance 2022?

Vielleicht bekommt Baumgart Marco Reus ja doch noch bei einem großen Turnier zu sehen: Im November 2022 ist ja schon die Weltmeisterschaft in Katar. Möglich, dass Reus dann bereit ist für eine letzte große internationale Sternstunde. (ach)