Tod in Psychiatrie Eishockey trauert um paranoiden Olympia-Star Mark Pavelich (†63)

Mark_Pavelich

Die Eishockey-Welt trauert um Mark Pavelich (r.). Das Foto zeigt ihn im Februar 2015 neben seinem früheren Teamkollegen Jack O'Callahan.

Colorado Springs – Das amerikanische Eishockey trauert um einen seiner Helden: Mark Pavelich, Mitglied jener US-Auswahl, die 1980 in Lake Placid sensationell Olympia-Gold gewonnen hatte, ist am Donnerstag (4. März) in einer psychiatrischen Einrichtung im Alter von 63 Jahren verstorben. Dies gab US Hockey am Freitag bekannt.

  • USA trauern um Eishockey-Held Mark Pavelich
  • Pavelich holte 1980 Olympia-Gold
  • Seit 2020 war Mark Pavelich in psychiatrischer Behandlung

„Wir sind sehr traurig zu hören, dass 1980-Olympiasieger Mark Pavelich gestorben ist“, teilte USA Hockey in einem Statement mit, „er ist für immer ein Teil der Eishockey-Historie.“

Mark Pavelich war Schlüsselspieler beim amerikanischen „Miracle on Ice“

Beim sogenannten „Miracle on Ice“ war Pavelich einer der Schlüsselspieler. Er legte am 22. Februar 1980 beim 4:3-Triumph der Collegeauswahl gegen die Eishockey-Supermacht UdSSR den Siegtreffer von Mike Eruzione auf.

Nach dem 4:2 der USA in der Endrunde zwei Tage später gegen Finnland war die bislang wohl größte Eishockey-Sensation der Geschichte perfekt.

Pavelich_Rangers

Mark Pavelich (l.) 1983 bei einem Spiel der New York Rangers gegen die Washington Capitals.

In der Profiliga NHL bestritt Pavelich insgesamt 355 Spiele, kam dabei auf 137 Tore und 192 Assists. Zudem spielte er auch in der Schweiz für Lugano und in Italien, dort wurde er mit Bozen 1988 Meister.

Eishockey-Legende Mark Pavelich seit Sommer 2020 in Behandlung

Pavelich befand sich seit Sommer 2020 in psychiatrischer Behandlung, nachdem er wegen Körperverletzung angeklagt worden war. Er hatte einem Nachbarn schwere Verletzungen zugefügt. Seine Familie und Freunde sagten, Pavelich sei konfus und paranoid gewesen.

Seine Frau war 2012 bei einem Unfall im Haus verstorben. Vor einigen Jahren hatte er seine olympische Goldmedaille für mehr als 210.000 Euro verkauft. (sid)

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