Neuer NHL-MVP Draisaitl macht sich Sorgen: „Deutsches Eishockey braucht enorme Hilfe“

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Leon Draisaitl, hier beim Besuch eines Fußballspiels im August 2019, ist mit nur 24 Jahren ein Superstar im Eishockey.

Edmonton – Durch seine Auszeichnung mit der Hart Memorial Trophy für den wertvollsten Spieler (Most Valuable Player) der amerikanischen Eishockey-Liga NHL hat sich Leon Draisaitl (24) in eine genauso exklusive wie elitäre Gesellschaft gespielt. 

Der einzige andere deutsche Sportler, der während seiner Karriere in einer der US-Ligen zum MVP gewählt wurde, ist Basketball-Superstar Dirk Nowitzki (42). 

NHL-Star Leon Draisaitl will schneller sein als Dirk Nowitzki

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Wie der inzwischen im sportlichen Ruhestand befindliche Würzburger möchte Draisaitl zukünftig auch die Meisterschaft gewinnen. Wenn es nach ihm geht, soll das für den Offensivmann der Edmonton Oilers aber deutlich schneller gehen als seinerzeit für Nowitzki. 

„Ich hoffe natürlich, dass es nicht ganz so lange dauert“, machte der Kölner auf den Vergleich angesprochen klar. Das deutsche Basketball-Idol hatte nach dem Gewinn seiner MVP-Trophäe im Jahr 2007 noch vier Jahre auf den Titel mit den Dallas Mavericks warten müssen. 

Leon Draisaitl: „Ich spiele Eishockey, um den Stanley Cup zu gewinnen“

Draisaitl fügte hinzu, dass ihn die individuellen Auszeichnungen „natürlich freuen und ehren“, der Stanley Cup jedoch sei „der große Grund, warum wir alle spielen“. Er selbst sei keine Ausnahme: „Ich spiele Eishockey, um den Stanley Cup zu gewinnen und so erfolgreich wie möglich mit meiner Mannschaft zu sein.“

Neben der MVP-Trophäe hatte Draisaitl in der Nacht zum Dienstag auch den durch die Spielergewerkschaft NHLPA verliehenen Ted Lindsay Award für den herausragenden Profi der regulären Saison gewonnen. Auch diese Auszeichnung ging erstmals an einen deutschen Spieler.

Leon Draisaitl sorgt sich um DEL 

Bei allem Trubel um seine Person hat der Superstar seine Heimat nicht vergessen. So warb Draisaitl für die dringend notwendige Unterstützung der von Corona gebeutelten Deutschen Eishockey Liga (DEL). „Ich glaube, das deutsche Eishockey braucht einfach enorme Hilfe. Das haben sie sich verdient“, sagte der ehemalige Kölner Hai am Dienstag.

Er merkte an, Eishockey in Deutschland habe nicht die nötigen finanziellen Möglichkeiten, um die laut Verkündung der DEL fehlenden 60 Millionen Euro zu stemmen. Die jedoch werden benötigt, damit die neue Spielzeit am 13. November sicher starten kann. Die Liga hatte daher finanzielle Unterstützung von der Politik gefordert.

Leon Draisaitl hofft für DEL, „dass eine Lösung gefunden wird“

Die Klubs, darunter selbstverständlich auch die Kölner Haie, dürfen ihre Arenen derzeit lediglich zu 20 Prozent füllen und dies auch nur, wenn das lokale Infektionsgeschehen es zulässt. Bei den Eishockey-Vereinen übersteigen in diesem Szenario jedoch die Kosten die Einnahmen.

Laut Draisaitl gehe es in Coronazeiten zwar in erster Linie „um die Gesundheit von Menschen“, aber er hoffe, „dass eine Lösung gefunden wird und dass man irgendwie zusammenkommt“. (bl, sid)

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