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Spieler massiv bedroht Krefeld Pinguine erwägen Strafanzeigen

Krefeld-Pinguine-Haie

Kölns Jon Matsumoto jubelt nach einem Tor gegen die Krefeld Pinguine am 24. Februar 2021.

Krefeld – In der laufenden Eishockeysaison sind die Krefeld Pinguine fast nur Kanonenfutter. Die Schwarz-Gelben haben in der Gruppe Nord der Deutschen Eishockey Liga in 31 Spielen nur 15 Punkte gesammelt und haben keine Chance mehr, an der Playoffs teilzunehmen.

  • Die Krefeld Pinguine sind abgeschlagenes Schlusslicht der Deutschen Eishockey Liga.
  • Spieler wurden in sozialen Netzwerken übel beleidigt
  • Der Verein erwägt nun rechtliche Schritte

Bereits 26 Zähler hängt der KEV am 6. April 2021 bereits hinter dem Vorletzten, den Kölner Haien, zurück. Man sehnt in der Seidenstadt praktisch das Ende der Saison herbei.

Dementsprechend groß ist die Enttäuschung im Umfeld bei Sponsoren und den treuen Anhängern. Zuletzt hatten sich die Pinguine in der Spielzeit 2014/15 für die Meisterrunde qualifiziert, scheiterten da jedoch in den Pre-Playoffs an den Grizzlys Wolfsburg.

Krefeld Pinguine: Spieler werden massiv beleidigt

Neben dem sportlichen Misserfolg müssen sich die überforderten Spieler auch noch massive Beleidigungen über sich ergehen lassen.

Jetzt hat der Verein klare Kante gezeigt und in den sozialen Netzwerken öffentlich Stellung bezogen. Die Verantwortlichen erwägen sogar Strafanzeige gegen die Schreiber.

„Von Clubseite möchten wir klarstellen, dass wir uns uneingeschränkt hinter unsere Spieler stellen und gegen die uns vorliegenden Nachrichten rechtliche Schritte einleiten werden. Außerdem werden Spieler und Mitarbeiter dafür sensibilisiert, beleidigende oder die Gesundheit bedrohende Kommentare zukünftig zügiger zu melden“, hieß es in einer Mitteilung.

Krefeld Pinguine: Spieler sind geschockt

Einige Spieler waren von den Anfeindungen so geschockt, dass sie den KEV um vorzeitige Auflösung ihres Vertrages gebeten haben. Einer davon ist der russische Mittelstürmer Ivan Petrakov (27).

„Ivan nahm sich die Kritik an der Mannschaft und insbesondere seiner Person in dieser Saison sehr zu Herzen. In der vergangenen Woche habe diese Kritik für ihn eine Grenze des Zumutbaren überschritten, die ihn nun zu diesem, aus unserer Sicht nachvollziehbaren, Entschluss brachte“, erklärte Geschäftsführer Sergej Saweljew.

Auch der frühere Nationalspieler Laurin Braun (30) wurde in der Woche zuvor im Netz mit Hass-Kommentaren und Beleidigungen überschüttet. Ein Anhänger schrieb laut „WZ“: „Ich wünsche Dir, dass Du Dir alle Knochen brichst und nie wieder auflaufen kannst.“ Die Verantwortlichen betonten, dass die Krefeld Pinguine keine Plattform für Hass, Diskriminierung und Beleidigungen seien.

Martins Karsums (35) wird auch nicht mehr für die Krefelder auflaufen. Der Lette, der erst im Dezember aus der KHL nach Deutschland gewechselt war, hatte sich vergangene Woche verletzt und will seine Verletzung in der lettischen Heimat behandeln zu lassen. (fne)

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