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Kein Mietvertrag Kölner Haie derzeit heimatlos, Lizenz ist in Gefahr

Lanxess-Arena mit Haien

Köln – Die Kölner Haie stecken in komplizierten Verhandlungen mit der Lanxess-Arena. Momentan gibt es keinen gültigen Mietvertrag, die Haie sind also derzeit heimatlos.

So gerät einer der wichtigsten Bausteine der KEC-Existenz in den Blickpunkt: Der Mietvertrag mit der Heimspielstätte Lanxess-Arena ist am 30. April abgelaufen. Bis zum 24. Mai müssen die Haie nun bei der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihre Lizenzunterlagen einreichen. Ist dort keine Heimspielstätte hinterlegt, wird es eng. Die Lizenz der Kölner Haie ist also derzeit in Gefahr.

Die DEL will dem Vernehmen nach trotz der für alle schwierigen Lage in der Coronakrise an ihrer Frist festhalten.

Arena-Boss Stefan Löcher sagt über die Verhandlungen: „Wir sind weiter in Gesprächen.“

Lanxess-Arena: Welche Rechte haben die Kölner Haie in Zukunft?

Das Problem: Löcher weiß momentan nicht, welche Rechte er den Haien als Mieter weiter einräumen kann. Er muss derzeit hunderte ausgefallene Termine (Konzerte und sonstige Veranstaltungen) verschieben. Da dürfte es ihm schwer fallen, den Haien im Jahr 2021 zwischen März und Mai rund 20 Termine für mögliche Playoff-Spiele zu blocken.

Uvira

Sebastian Uvira und Alexander Oblinger in der Lanxess-Arena. Momentan haben die Kölner Haie keinen Mietvertrag.

Zudem ist noch längst nicht klar, wie der Eishockey-Spielplan ab September aussehen könnte. Auch da könnte es zu Terminüberschneidungen mit Konzerten kommen. Bisher sind Großveranstaltungen bis 31. August mit Zuschauern verboten, was danach kommt, kann noch keiner genau sagen.

Doch Fakt ist auch: Die Haie sind als Hauptmieter enorm wichtig für die Arena und die Stadt Köln. Es ist also viel Verhandlungsgeschick gefragt, um die Situation irgendwie zu retten.

So berichteten wir bereits am 4. Mai über die schwierigen Verhandlugen zwischen den Kölner Haien und der Lanxess-Arena:

Arena-Boss Stefan Löcher erklärt uns auf Anfrage den Stand: „Wir sind mit den Haien immer noch in einem Verhandlungsprozess. Der ist natürlich aktuell durch die Corona-Pandemie unterbrochen, aber wir werden zeitnah die Gespräche wieder aufnehmen. Wir sind uns in vielen Punkten schon einig, aber es sind noch Details zu klären.“

Kölner Haie und Lanxess-Arena verhandeln hart um neuen Mietvertrag

Doch ganz geschmeidig sind die Verhandlungen bisher nicht gelaufen, sonst hätten die Parteien nicht den 30. April verstreichen lassen. Seitdem ist das Vertragsverhältnis ausgelaufen.

Löcher erklärt: „Es sind harte Verhandlungen, die in einer guten Atmosphäre geführt werden. Für den Mai haben wir für die Kölnarena 2 eine Übergangslösung gefunden. Dass die Haie durch die Coronakrise ein begrenztes Budget zur Verfügung haben, ist klar. Aber auch wir haben alleine bis Ende August ein Defizit von rund 20 Millionen und müssen 120 Veranstaltungen mit 1,5 Millionen Besuchern verlegen.“

Kölner Haie: Übergangslösung für Kölnarena 2

Noch kann der KEC also im Trainingszentrum Kölnarena 2 bleiben, auch wenn die Räumlichkeiten momentan wegen Corona nicht für Gruppentraining und Eis-Einheiten genutzt werden können.

Ab Mai würden die Kölner normalerweise in intensiveres Training mit mehreren Spielern einsteigen. Dazu muss aber nun ähnlich wie beim Fußball ein Hygienekonzept erarbeitet und umgesetzt werden.

Auch das dürfte in Verantwortung von KEC-Geschäftsführer Philipp Walter liegen. Folgende Details sind von ihm zudem  in den Verhandlungen für einen neuen Mietvertrag mit der Lanxess-Arena noch zu klären: Höhe der Miete, Trainingshalle (verschluckt im Jahr rund eine halbe Millionen alleine an Energiekosten), Gastronomie, Logenverkäufe und Spielplan. Dabei geht es um einen neuen Dreijahresvertrag. Walter sagt uns: „Wir sind mit der Arena weiter im Austausch und führen intensive Diskussionen.“

Walter

Kölner Haie-Gesellschafter Ralf Pape und Geschäftsführer Philipp Walter (r.)

Lanxess-Arena muss Nachholtermine von Konzerten und Haie-Spiele unter einen Hut bekommen

Die Spielplan-Thematik ist eine größere Baustelle, schließlich weiß der KEC noch nicht, ob September in die Saison startet. Bis Ende August sind Großveranstaltungen erstmal verboten. Und wenn es dann losgehen könnte, ist die Arena auch voll mit Nachholterminen für Konzerte. Derzeit laufen Gespräche mit der DEL und den Haien wegen Terminkompromissen.

Hier lesen Sie mehr: Kölner Haie-Trainer Uwe Krupp kritisiert Berliner Senat

Winter Game in Köln: Haie starten Vorverkauf gegen Adler Mannheim

In Sachen Wintergame sind die Haie derweil vorsichtig optimistisch. Für das Duell am 9. Januar gegen Mannheim im Rhein-Energie-Stadion begann am Montag der Vorverkauf für Dauerkartenkunden.