Haie zeigen bei Derbysieg Biss KEC mit Volldampf in Richtung Playoffs

Haie-Jubel

Die Kölner Haie jubeln wieder. Nach dem Sieg in Düsseldorf am 15. März ist der KEC wieder an die Playoff-Plätze herangerückt.

Köln – Der erste Derbysieg gegen den Erzrivalen Düsseldorfer EG war Balsam für die Haie-Seele. 480 Tage (seit dem 29. November 2019) musste der KEC auf einen Sieg über die DEG und dieses besondere Gefühl warten, das 6:3 am 15. März 2021 im ISS Dome war so ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz: Wir sind wieder da und beißen wieder zu!

  • Kölner Haie feiern Sieg gegen Düsseldorfer EG
  • Der KEC will jetzt auf einen Playoff-Platz vorrücken
  • Am 17. März kommen die Grizzly Wolfsburg nach Köln

Nach zuletzt zwei Auswärtssiegen bei den Grizzlys Wolfsburg (3:2) und nun in Düsseldorf ist das Team von Uwe Krupp (55) wieder ganz nah an die Playoff-Plätze herangerückt und könnte mit einem weiteren Dreier am Mittwoch gegen Wolfsburg (ab 19.15 im Liveticker auf express.de) sogar auf Rang vier in der Nordgruppe klettern. Der berechtigt zur  Teilnahme am Viertelfinales.

Playoff-Kampf: Kölner Haie wollen wieder auf Kurs kommen

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber die Haie haben durch die Erfolge zuletzt mächtig Oberwasser bekommen. Ab Sonntag mit dem Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings steigen die letzten 14 Spiele gegen die Gegner aus der Südgruppe.

Und in der Tabelle ist ein echter Kampf entbrannt. Iserlohn hat als Dritter 37 Punkte, dahinter folgen Wolfsburg (35), Köln (33) und Düsseldorf (31). Zwei Teams dieses Quartetts werden sich für die Meisterrunde qualifizieren.

„Die Playoffs waren von Saisonbeginn an unser Ziel. Daran hat sich auch nichts geändert und es ist weiterhin in Reichweite. Mit einem engen Fokus und guter Konzentration werden wir versuchen auch in den nächsten Wochen unsere Chancen auf dieses Ziel zu erhalten“, sagt Trainer Krupp.

Kölner Haie: Moritz Müller sieht KEC auf dem richtigen Weg

„Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir sehen selbst: wenn wir so spielen, geben wir uns in jedem Spiel die Chance zu gewinnen. Das haben wir gemacht“, freute sich Kapitän Moritz Müller (34) nach dem Derbysieg. „Das waren ganz wichtige Punkte. Am besten hat mir gefallen, dass wir eine hohe Laufbereitschaft bei jedem Mann hatten. Das hat uns die Chance gegeben, sowohl im ersten wie auch im letzten Drittel das Spiel für uns zu entscheiden.“

Das sieht auch Lucas Dumont so: „Wir haben über 60 Minuten konstant und souverän durchgespielt. Wir sind dank früher Tore von Beginn an einfach besser im Spiel. Wir müssen von Beginn bereit sein, vom Start weg zu ackern. Auch jetzt wieder gegen Wolfsburg“, erklärt der Stürmer.

Lucas-Dumont

Haie-Stürmer Lucas Dumont sah einesouveräne Leistung beim Sieg in Düsseldorf.

Uwe Krupp legt den Fokus in den kommenden Aufgaben besonders auf die Abwehr. „Ich sehe besonders im defensiven Bereich noch Luft nach oben. Mir ist unser Gegentorschnitt immer noch zu hoch, aber die Tendenz geht in die richtige Richtung. Wenn wir es schaffen, uns in diesem Bereich zu stabilisieren, sollten wir auch gegen die Süd-Division in der Lage sein Punkte zu gewinnen."

Kölner Haie sind in einem Übergangsjahr

Nach der Rettung der Haie vor der Saison in quasi letzter Minute sieht es für die Zukunft wieder positiver aus: „Nachdem wir einen verantwortungsvollen Saisonstart durch eine historische Gemeinschaftsleistung dank Spielern, Fans, Sponsoren, Gesellschafter, Angestellten und Partnern hinbekommen haben, sind wir auf dem richtigen Weg. Unsere konservative und seriöse Planung geht auf, wenn es nicht noch böse Überraschungen geben sollte“, sagt Philipp Walter (46) erleichtert.

Aber auch auf der sportlichen Ebene sieht der KEC-Geschäftsführer seine Mannschaft für den Kampf um die Playoffs gerüstet. Obwohl die Saison als Übergangsjahr gedacht ist und aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten für die Entwicklung junger Eigengewächse genutzt werden soll.

Krupp-Krefeld

Haie-Trainer Uwe Krupp ist mit den Fortschritten seiner Mannschaft zufrieden.

Walter: „Die Jungs spielen mit viel Leidenschaft und Einsatz. Und das Team findet mehr und mehr die Identität. Da ist auch die Handschrift von Uwe Krupp als Trainer erkennbar. Er hat Talente wie Jan Luca Sennhenn oder Marcel Barinka eingebaut. Sie zahlen das Vertrauen mit starken Leistungen zurück.“

Krupp sieht es ähnlich: „Die Mannschaft hat nach Rückschlägen mehrmals Moral und Entschlossenheit gezeigt. Das ist ein gutes Zeichen und diese Moral wird auch in der Verzahnungsrunde wieder auf dem Prüfstand stehen.“

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