Bittere Niederlage Haie verderben Kapitän Müller das DEL-Jubiläum

Pogge_Tor_Haie

Enttäuschung bei Torhüter Justin Pogge und seinen Jungs. Gegen Straubing lassen sie ganz wichtige Punkte liegen.

Köln – Es wurde viel gekämpft, doch am Ende reichte es nicht für den Sieg. Die Kölner Haie verlieren das Heimspiel gegen die Straubing Tigers mit 4:5. Und für einen Ur-Hai ist die Niederlage besonders bitter.

  • Es war das letzte Heimspiel vor den Playoffs
  • Die Haie haben zwischenzeitlich sogar 4:3 geführt
  • Noch immer steht der KEC auf Platz 6 in der Tabelle. Vier Punkte trennen sie vom vierten Tabellenplatz

Kapitän Moritz Müller wollte sein 900. DEL-Spiel heute eigentlich mit einem Sieg feiern, doch daraus wurde nichts. Gegen die Niederbayern verspielte der KEC im letzten Drittel eine 4:3-Führung.

Highlight-Videos der Kölner Haie, wie gegen die Adler Mannheim, sowie alle Spiele der Penny-DEL Saison 2020/21 können Sie auf MagentaSport verfolgen.

Im ersten Drittel ging es direkt schlecht los! Lediglich 59 Sekunden waren gespielt, da führten die Tigers bereits mit 1:0. Chasen Balisy brachte sein Team in Führung und die Haie damit gleich in Bedrängnis.

Danach fiel Straubing allerdings vor allem durch seine Strafzeiten auf. Gleich dreimal konnten die Haie im Powerplay spielen, aber nur eines davon nutzen sie. Kein Wunder, die Tigers sind in Unterzahl besonders stark. Doch Freddie Tiffels (11.) fand einen Weg zum Tor und glich auf 1:1 aus.

Lange hielt dieses Gleichgewicht nicht. Das Zepter hielten die Tigers in der Hand und holten sich durch Jeremy Williams ihre Führung zurück.

Plötzlich wird das Spiel gedreht

So gut, wie die Tigers ins erste Drittel gestartet sind, kamen nun die Haie in den zweiten Spielabschnitt. In der 22. Minute traf der Haie-Topscorer Jason Akeson zum Ausgleich. nur 142 Sekunden später traf Kevin Gagné dann zur Führung für den KEC und das, obwohl er mehr oder weniger blind aufs Tor schoss, in der Hoffnung, dass jemand dort stand. Weil Marcel Müller Keeper Sebastian Vogl aber die Sicht nahm, rauschte der Puck in die Tiger-Käfig.

Das letzte Drittel ändert alles

Im letzten Abschnitt wurde es dann noch einmal richtig rasant. Vier Tore fielen allein in den letzten 20 Minuten. Zuerst brachte Andy Eder (43.) die Tigers zurück ins Spiel, worauf die Haie allerdings schnell eine Antwort fanden. Jason Akeson traf zum zweiten Mal an diesem Abend und verteidigte damit die Kölner Führung.

Haie-Torjubel_Straubing

Die Freude bei den Haien ist groß. Im zweiten Drittel konnten sie das Spiel auf 3:2 drehen. Jetzt müssen sie in den letzten 20 Minuten nochmal alles rausholen.

Die letzten zehn Minuten der Partie gehörten dann aber den Tigers. Ex-Hai Fredrik Eriksson (51.) glich zum 4:4 aus.

Kael Mouillierat schoss sorgte mit dem fünften Treffer für die Gäste für den entscheidenden Stich ins Kölner Herz. Die Haie versuchten in der Endphase alles, Uwe Krupp nahm Keeper Justin Pogge für einen sechsten Feldspieler aus dem Tor. Doch der Lohn für das Risiko bleib aus.

Haie-Kabine-Straubing

Die Spieler der Kölner Haie gehen nach der Niederlage gegen Straubing enttäuscht in die Kabine.

Die Punkte gingen an Straubing und damit wird die Luft nach oben für den KEC sehr dünn. Vier Punkte trennen sie vom vierten Tabellenplatz, das bedeutet, dass sie die kommenden Spiele in Nürnberg (16. April, 19.30 Uhr, Liveticker auf express.de) und in Schwenningen (18. April, 14.30 Uhr, Liveticker auf express.de) unbedingt gewinnen müssen, um überhaupt noch eine Chance zu haben.

Stimmen zum Spiel

Dominik Tiffels war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht: „Ganz bitter. Ich glaube, wir haben heute eigentlich ein gutes Spiel gespielt. Nicht eines der Besten, aber auf jeden Fall eines der Top-5-Spiele der Saison. Das Ergebnis ist natürlich bitter. Vielleicht hat das Momentum gefehlt. Wir haben es in Straubing auch schon gesehen, dass Straubing im letzten Drittel gut Druck machen kann. Da ist das Momentum eben etwas auf deren Seite geschwungen und am Ende machen die dann das eine Tor mehr.“

Obwohl die Playoffs kaum mehr möglich sind, hält es er es noch nicht für vollkommen ausgeschlossen: „Rechnerisch sind die Playoffs noch möglich. Sollten wir es nicht schaffen, haben wir das es definitiv nicht in den letzten fünf, sechs Spielen vermasselt. Schauen wir mal, was Freitag und Sonntag passiert.“

Hier können Sie das Spiel der Kölner Haie gegen die Straubing Tigers nachlesen:

Kölner Haie – Straubing Tigers 4:5 (1:2 / 2:0 / 1:3)

Tore: 0:1 Balisy (1.), 1:1 F. Tiffels (11.), 1:2 Williams (14.), 2:2 Akeson (22.), 3:2 Gagné (24.), 3:3 Eder (43.), 4:3 Akeson (45.), 4:4 Eriksson (51.), 4:5 Mouillierat (56.)

Strafminuten: 6 / 8

Schiedsrichter: Schukies, Schrader

Ende: Was für ein Kampf. Das war schon fast ein Playoff-Duell. Erst führten die Tigers, dann die Haie und am Ende holten sich die Tigers doch wieder die Führung zurück und damit auch den endgültigen Sieg. Schade für die Haie, die sich zwischenzeitlich wohl doch zu sehr auf ihrer Führung ausgeruht haben. Somit wird für die Haie jetzt enorm schwer, überhaupt noch in die Playoffs zu kommen.

59. Min.: Empty-Net bei den Haien, damit sie durch einen sechsten Feldspieler mehr Druck aufbauen können, doch bisher gelingt ihnen das nicht.

58. Min.: Und auch Tigers kassieren zum Ende noch eine Strafe. Das könnte jetzt die Chance zum Ausgleich sein.

Strafe gegen die Straubing Tigers

56. Min.: Unglaublich, die Tigers drehen das Spiel und führen nun dank ihres Powerplay-Treffers.

Tor für die Straubing Tigers

56. Min.: Moritz Müller läuft in Sven Ziegler rein, der sich dabei offenbar verletzt hat. Für die Aktion muss er Kapitän auf die Strafbank.

Strafe gegen die Kölner Haie

54. Min.: Die zwei Minuten gingen glücklicherweise sehr schnell um, sodass die Haie jetzt wieder komplett sind.

52. Min.: Sebastian Uvira muss wegen Stockschlags in die Kühlbox und dieses Powerplay der Tigers könnte nun ganz gefährlich für die Haie sein.

Strafe gegen die Kölner Haie

51. Min.: Fredrik Eriksson lässt die Tigers erneut hoffen, denn er trifft zum Ausgleich und jetzt ist plötzlich alles wieder offen.

Tor für die Straubing Tigers

50. Min.: Die letzten zehn Minuten sind angebrochen. Die Haie führen immer noch und arbeiten hart daran, dass es so bleibt. Im Augenblick sind sie eher damit beschäftigt, hinten dicht zu machen, als vorne nachzulegen.

48. Min.: Der Ton auf dem Eis wird immer härter. Jetzt wird körperbetont gespielt und Ernst gemacht.

45. Min.: Die beiden entscheiden auf „kein Tor“, da der Puck nicht die Torlinie überschritten hat.

45. Min.: Die Hauptschiedsrichter Schrader und Schukies nehmen sich viel Zeit für die Entscheidung und wollen besonders sicher gehen.

45. Min.: Und schon kommt der nächste Videobeweis wegen eines möglichen Ausgleichtreffers.

45. Min.: Die Schiedsrichter geben das Tor von Jason Akeson.

45. Min.: Jetzt gibt es aber erst mal den Videobeweis.

Tor für die Kölner Haie

43. Min.: Andy Eder kommt von links aufs Tor zu gelaufen und schießt direkt selbst. Pogge wiegt sich in Sicherheit, doch die Scheibe springt von seiner Fanghand an den unteren Torpfosten und rutscht über die Linie.

Tor für die Straubing Tigers

41. Min.: Los geht es in die letzten 20 Minuten. Kann der KEC seine Führung halten oder werden die Tigers am Ende das Spiel nochmal drehen?

Pause: Für die Haie geht es sehr erfolgreiches zweites Drittel zu Ende. Mit zwei schnellen Toren durch Jason Akeson (22.) und Kevin Gagné (24.) gelang es ihnen, das Spiel zu drehen. Nach diesen Toren gingen beide Mannschaften allerdings mehr in die Defensive, sodass vor den jeweiligen Toren nicht mehr viel passierte. Wollen die Teams etwa ihre Kraftreserveren für die letzten 20 Minuten aufsparen?

36. Min.: Gerade passiert vor den Toren gar nicht so viel. Beide Teams laufen viel, arbeiten sich vor, aber es gibt keine nennenswerten Torabschlüsse.

32. Min.: Dank ihres Powerplays sind die Tigers auch wieder gut im Spiel und machen es den Haien ganz schön schwer. Aber dieses Mal sind sie ihren Angriffen gegenüber besser gewappnet und lassen sich nicht so leicht ausspielen.

29. Min.: Jan-Luca Sennhenn muss wegen Spielverzögerung zwei Minuten runter.

Strafe gegen die Kölner Haie

28. Min.: Wie man dem Spielstand entnehmen kann, sind die Haie jetzt deutlich besser im Spiel. Zumindest haben sie jetzt deutlich mehr Zug zum Tor.

24. Min.: Und so schnell haben die Kölner Haie das Spiel gedreht. Geburtstagskind Kevin Gagné holt den Haien die Führung.

Tor für die Kölner Haie

22. Min.: Was für ein guter Start für die Haie. Akeson hat vor dem Gäste-Tor unwahrscheinlich viel Platz und kann daher ganz platziert aufs Tor schießen.

Tor für die Kölner Haie

21. Min.: Weiter geht es mit dem zweiten Drittel. Jetzt müssen die Haie deutlich mehr Gas

Pause: Ein spannendes erstes Drittel geht zu Ende. Schon in den ersten 20 Minuten konnte man beiden Teams anmerken, dass es für beide um etwas geht. Das glücklichere Händchen hatten bisher die Tigers, die aktuell mit 2:1 in Führung liegen. Der KEC tritt insgesamt nicht schlecht auf, muss aber definitiv noch eine Schippe drauflegen.

16. Min.: Im Moment tun sich die Haie schwer damit, sich gegen die Tigers durchzusetzen. Die bedrängen sie nämlich direkt, sobald sie in Scheibenbesitz kommen.

14. Min.: Jeremy Williams holt den Tigers ihre Führung zurück. Das hat sich bereits angedeutet, denn im Moment sind die Tigers hier deutlich offensiver im Spiel.

Tor für die Straubing Tigers

11. Min.: Jon Matsumoto hat den perfekten Überblick und sieht Freddie Tiffels vor dem Gäste-Tor, der den Pass direkt weiterspielt und trifft.

Tor für die Kölner Haie

10. Min.: Und schon wieder sitzt einer der Gäste auf der Strafbank. Jetzt muss der KEC das Powerplay doch mal nutzen.

Strafe gegen die Straubing Tigers

8. Min.: Erneute Strafe für die Tigers. Dieses Mal trifft es Fredrik Eriksson.

Strafe gegen die Straubing Tigers

8. Min.: Malla Müller mit der Chance für den KEC! Er schießt aufs Tor, Tigers-Goalie Sebastian Vogl fängt die Scheibe. Die löst sich dann aber wieder und liegt frei vor dem Tor, aber dann ist ein Abnehmer mehr da.

6. Min.: Die Haie haben gar kein so schlechtes Powerplay gespielt, doch die Tigers sind nicht umsonst eines der stärksten Teams in Unterzahl.

4. Min.: Ebenfalls früh kommt die erste Strafe des Abends: Sven Ziegler muss wegen Hakens zwei Minuten runter.

Strafe gegen die Straubing Tigers

1. Min.: Pogge geht einen Schritt zu weit aus dem Tor, lässt den Schuss der Tigers zum Rebound kommen und den staubt Chasen Balisy dreist ab. Somit steht es nach nicht mal einer Minute schon 0:1.

Tor für die Straubing Tigers

1. Min.: Die Hauptschiedsrichter eröffnen die Partie und los geht es in Köln.

Starting Six: Pogge – Tiffels, D., Müller. Mo. – Ma. Müller, Sheppard, F. Tiffels

Quoten vor dem Spiel bei sportwetten.de: 2,07 / --- / 1,70

Vor dem Spiel: Die Straubing Tigers gewannen vier ihrer letzten fünf Auswärtspartien. Sie sind also auswärts besonders stark und nicht zu unterschätzen.

Vor dem Spiel: Wo wir gerade bei Jubiläen sind: der Sieg in Straubing war für Haie-Coach Uwe Krupp der insgesamt 250. Sieg als Trainer in der DEL.

Vor dem Spiel: Haie-Kapitän Moritz Müller bestreitet heute sein 900. DEL-Spiel, was gleichzeitig auch sein 900. Spiel im Trikot des KEC ist.

Vor dem Spiel: Der KEC konnte in seinen letzten fünf Spielen insgesamt viermal punkten. Damit wollen sie heute ganz gewiss nicht aufhören. Gerade jetzt sind die drei Punkte wichtiger denn je.

Vor dem Spiel: Die Haie müssen heute neben Alex Oblinger, der wegen seiner langen Verletzung immer wieder pausiert, auch auf Pascal Zerressen verzichten. Dafür ist Maurie Edwards zurück im Kader und wird neben Jan-Luca Sennhenn verteidigen.

Vor dem Spiel: Hallo und herzlich willkommen zum letzten Heimspiel vor den Playoffs. Das Bully ist um 20.30 Uhr.

Aufstellung der Kölner Haie:

Im Tor: Pogge, Weitzmann (Back-up)

1. Reihe: Tiffels, D., Müller. Mo. – Ma. Müller, Sheppard, F. Tiffels

2. Reihe: Ugbekile, Gagné – Akeson, Matsumoto, Barinka

3. Reihe: Sennhenn, Edwards – Dumont, Sill, Chrobot

4. Reihe: Gnyp – Uvira, Zalewski, Ferraro

*Hinweis der Redaktion: Wir stellen Ihnen diesen Liveticker im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit sportwetten.de zur Verfügung. Der Kooperationspartner hat keinerlei Einfluss auf unsere objektive, redaktionelle Berichterstattung.

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