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Team besser als letzte Saison: Kreis bringt die neue DEG ins Rollen

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Harold Kreis formte eine DEG, bei der es vorn und hinten stimmt.

Foto:

Anke Hesse

Düsseldorf -

Es könnte schlechter laufen bei der DEG. Nach einem Saisonstart wie im Bilderbuch stehen die Düsseldorfer Eishockey-Cracks auf dem 3. Tabellenplatz, feierten mit einem fulminanten 6:0 in Bremerhaven und einem 4:2 gegen Iserlohn zuletzt ein 6 Punkte-Wochenende.

Vater des Erfolgs ist Trainer Harold Kreis, der die neue DEG mit 12 Neuzugängen ins Rollen brachte. Bei seiner Truppe greifen alle Rädchen ineinander, es passt in allen Mannschaftsteilen. Was sich natürlich auch in der Statistik zeigt.

Special Teams

Das Powerplay der DEG ist in der ganzen Liga gefürchtet. In bisher 66 Überzahlsituationen trafen die Düsseldorfer 18 Mal. Eine Erfolgsquote von 27,3 Prozent – absoluter Liga-Spitzenwert. Dass man gegen die DEG besser nicht zu viele Strafen kassieren sollte, bekamen jüngst die Iserlohn Roosters zu spüren, als die DEG in einer Powerplay-Situation gnadenlos das Spiel für sich entschied.

Auch in Unterzahl gibt die DEG eine gute Figur ab. Zu 86, 4 Prozent übersteht die Mannschaft von Harold Kreis eine Strafzeit unbeschadet. Immerhin viertbester Wert der Liga.

Offensive

5 Tore, 13 Assists – mit 18 Scorerpunkten thront Reid Gardiner auf Platz 1 der Stürmertabelle. Tatkräftige Unterstützung gibt’s von Alexander Barta (14 Scorerpunkte) und Ken Andre Olimb (13 Scorerpunkte). Chad Nehring und Jerome Flaake kommen jeweils auf 11 Scorerpunkte.

Tor

Mit 28 Gegentoren kassierte die DEG die wenigsten Treffer in der DEL. Der Hauptgrund für die herausragende Quote steht im Tor und heißt Matthias Niederberger. Der Goalie ist der große Rückhalt der Düsseldorfer, kann eine galaktische Fangquote von 94, 1 Prozent nachweisen. Die gegnerischen Stürmer verzweifeln reihenweise am DEG-Keeper, statistisch gesehen kassiert Niederberger nur 1, 7 Tore pro Spiel. Bislang spielte der Düsseldorfer Torwart sogar drei Mal zu Null.

Defensive

Die sagenhafte Gegentorquote ist mit Sicherheit aber auch ein Verdienst der Verteidiger, die Harold Kreis mit höchster Effizienz und Disziplin zu Werke gehen lässt. Auffällig ist nämlich, dass die DEG trotz der resoluten Abwehrarbeit nur relativ wenige Strafen kassiert: Bisher setzte es für die Düsseldorfer lediglich 2 Minuten-Strafen – 75 an der Zahl. Damit verbrachte die DEG nur 150 Minuten in der Kühlbox – Platz 4 in der Fair Play-Rangliste.

Trainer

Auch wenn der Katzenjammer zunächst aufgrund der vielen Abgänge groß war: Die DEG ist offenbar besser, als das Team vom Vorjahr. Coach Kreis, der an alle Profis die gleichen Maßstäbe ansetzt und zu allen Akteuren, ob jung oder alt, einen guten Draht hat,  schickt eine Truppe aufs Eis, die im Laufe der Saison immer gefestigter zu werden scheint.

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Auch Spiele, die auf der Kippe stehen, entscheidet die DEG oft für sich. Was zuletzt im Schlussdrittel gegen Iserlohn zu sehen war. Zufrieden war der Trainer doch nicht. Der erfahrene Kreis machte nach der Partie seine Spieler rund, um keine Zweifel aufkommen zu lassen, dass es noch besser gehen kann. „Es waren keine gut herausgespielten Tore“, polterte er. „Wir hatten Mühe, auf Betriebstemperatur zu kommen, hatten nicht die gewünschte Schärfe in unserem Spiel.“ Aha. Mal schauen, was dann noch so kommt.