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EM 2021 Löws Kader mit zwei Überraschungen – Spieler mit Lust und Frust

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Joachim Löw geht in sein letztes Turnier als Bundestrainer. Mit der Kader-Bekanntgabe hat die EM nun ein klares Gesicht.

Frankfurt – In 27 Tagen startet die deutsche Nationalmannschaft in die EM. Zum Auftakt wartet in München gleich der größte Turnier-Brocken: Frankreich. Nach dem desaströsen Vorrunden-Aus bei der WM 2018 in Russland will das Team diesmal besser abschneiden. Für Joachim Löw (61) ist die Euro gleichzeitig die Abschieds-Vorstellung. Letztmals hat der Bundestrainer einen Kader (siehe unten) für ein großes Turnier erstellt.

  • Kader-Bekanntgabe für die EM 2021
  • Joachim Löw geht in sein letztes Turnier als Bundestrainer
  • Thomas Müller und Mats Hummels kehren zurück

In der Frankfurter DFB-Zentrale präsentiert er am Mittwoch (19. Mai) sein Team für die EM. Zusammen mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff (53), Co-Trainer Marcus Sorg (55) und Torwarttrainer Andreas Köpke (59) stellt er sich bei einer virtuellen Pressekonferenz den Fragen von Fans und Journalisten.

14.09 Uhr: Damit endet eine sehr lange Präsentation des EM-Kaders. In der kommenden Woche startet am 28. Mai das Trainingslager in Tirol. Dann ist das Team gefordert.

14.08 Uhr: Die letzte Frage gilt den nicht nominierten Dortmunder Spielern. „Mo Dahoud hat eine gute Entwicklung gemacht. Falls was passieren sollte, ist er eine gute Alternative. Nico Schulz hat sehr wenig gespielt, war viel verletzt. Er hatte echt gute Perspektiven. Ähnliches gilt für Julian Brandt. Er ist ein Klasse-Fußballer, aber die letzten Monate hatte er wenig Spielzeit, nur Kurzeinsätze. Die Entscheidung gegen die drei hat nichts mit dem BVB zu tun. Das Team war stabil und hat sich verbessert. Aber in der Beurteilung der Spieler sind wir zu den Entscheidungen gekommen.“

14.03 Uhr: Löw zur Hierarchie im Team: „Kapitän Manuel Neuer und Vize-Kapitän Toni Kroos sind die wichtigsten Ansprechpartner. Darüber hinaus sind wir alle offen für Meinungen. Ich brauche keinen festen Spielerrat.“

Florian Wirtz zur U21-EM und zum Olympia-Turnier 

13.58 Uhr: Löw zu den Jungstars: „Musiala und Wirtz sind außergewöhnlich gut für ihr Alter. Jamal hat schon Champions League gespielt, ist torgefährlich. Florian wird einen Anruf von Stefan Kuntz bekommen. Er wird bei der U21 und beim Olympia-Turnier in die Rolle reinwachsen. Das ist keine Entscheidung gegen Florian Wirtz, er wird seinen Weg bei der Nationalmannschaft machen.“

13.54 Uhr: Ein besonders unangenehmes Telefonat musste Löw mit Julian Draxler führen. „Bei ihm war die Enttäuschung logischerweise groß. Seit 2014 war er bei jedem Turnier dabei. Er ist ein Spieler, mit dem ich persönlich ein sehr gutes und enges Verhältnis hatte. Das war eine schwierige Entscheidung muss ich ehrlicherweise sagen. Ich würde ihm wünschen, dass er bei Paris Saint-Germain dauerhaft eine andere Rolle bekommt. Er war völlig zu Recht enttäuscht.“

Joachim Löw: Großer Frust bei Julian Draxler über EM-Aus

13.46 Uhr: Löw sagt: „Die Spieler, die im Champions League-Finale stehen, kommen später ins Trainingslager. Bei Toni Kroos müssen wir auch abwarten. Wir werden die Intensität hochfahren. Unsere inhaltlichen Themen: defensive Ordnung, offensive Möglichkeiten, Standardsituationen.“

13.45 Uhr: Thomas Müller und Mats Hummels sind bei Löw für die EM „gesetzte Spieler“, auch wenn er ihnen keine Stammplatzgarantie „für das ganze Turnier“ geben will. Aber natürlich werde auf die beiden Routiniers gebaut.

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So geht es bei einer Kader-Präsentation in Pandemie-Zeiten zu. Joachim Löw mit Pressesprecher Jens Grittner in der DFB-Zentrale.

13.30 Uhr: Auch Thomas Müller meldet sich zu Wort – via FC Bayern. „Ich freue mich, wieder Teil der Nationalmannschaft zu sein. Bei den angenehmen und offenen Telefonaten mit Joachim Löw, die wir im Vorfeld der Nominierung führten, haben wir besprochen, was wir beide in den nächsten Wochen voneinander erwarten“, beschrieb Müller. „Die sportliche Herausforderung nochmals gemeinsam mit den Jungs die deutschen Farben bei einem Turnier zu vertreten und die damit verbundene Chance den EM-Titel zu holen, reizen mich sehr.“

13.28 Uhr: Hofmann weiter: „Da sind viele Emotionen dabei. Wir sind heiß darauf, es im Turnier weit zu bringen. Wir müssen noch gewisse Abläufe trainieren, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Wir spielen direkt gegen eine große Mannschaft. Wir müssen es schaffen, innerhalb kürzester Zeit sofort da zu sein.“

13.22 Uhr: Während Tah trauert, freut sich Gladbachs Jonas Hofmann über das EM-Ticket. „Das war grandios. Für mich ist das sensationell, mein erstes großes Turnier zu spielen. Den Sprung in den Kader geschafft zu haben, zeigt, welche Wertschätzung ich beim Bundestrainer habe.“

13.19 Uhr: Löw weiß auch, dass sein Team Kredit verloren hat. „Wir wissen schon auch, dass wir unsere Fans wieder überzeugen müssen. Wir wollen eine Mannschaft, die vor Energie und Ehrgeiz sprüht, und die den Fans das Gefühl vermittelt, dass da eine Einheit auf dem Platz steht. Leute, mit denen sich die Fans identifizieren, die gewisse Werte verkörpern und die auf dem Platz alles investieren, was möglich ist, um erfolgreich zu sein.“

13.18 Uhr: Manuel Neuer beantwortet Fan-Fragen. Er sagt: „Wir freuen uns, wenn es möglich ist, dass Fans im Stadion sind, die uns supporten.“

13.14 Uhr: Während die PK läuft, meldet sich Leverkusens Jonathan Tah in den sozialen Netzwerken zu Wort. „Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich mein persönliches Ziel nicht erreicht habe. Ich akzeptiere aber sowohl die Entscheidung als auch die Erklärung, Spieler mit mehr Turniererfahrung zu nominieren“.

13.12 Uhr: Noch eine Anwort von Joachim Löw, warum Jerome Boateng nicht zur den zurückgeholten Weltmeistern gehört: „Ich habe allergrößten Respekt, er hat für Deutschland unfassbar viel geleistet. Für die Bayern einen sehr starken Anteil dazu beigetragen, dass sie erfolgreich waren. Wir hatten allerdings Spieler, die in der Abwehr gute Arbeit geleistet haben. Deswegen haben wir uns entschieden Mats zurück zu holen, aber nicht Jerome Boateng.“

13.09 Uhr: Fast schon Kult-Charakter. Ein Rentner aus dem Seniorenheim in Frankfurt/Oder will wissen, wie Manuel Neuer mit seinem Mittelfuß zufrieden ist. Die lässige Antwort vom Kapitän: „Alles in Ordnung“.

13.03 Uhr: Löw will die Erwartungen dämpfen: „Wir zählen nicht zu den absoluten Top-Favoriten, deswegen habe ich keine Zielsetzung ausgegeben. Aber natürlich wollen wir so weit kommen wir möglich. Es wird wichtig sein, die Gruppenphase zu überstehen. Wir dürfen nicht an den zweiten oder dritten Schritt denken. Die Mannschaft muss jedes Spiel so annehmen, wie als wäre es das Letzte.“

13.00 Uhr: Zu den Rückkehrern Müller und Hummels wird der Bundestrainer auch gefragt. Deren Rauswurf 2019 bereut er bis heute nicht. „Wir mussten alles nochmal überdenken. Ein erfolgreiches Turnier steht über allem. Beide haben eine sehr starke Saison gespielt. In puncto Führung können sie der Mannschaft auch einiges geben“.

12.58 Uhr: Kevin Volland hat sich mit 16 Toren und acht Vorlagen in der Ligue 1 in Monaco in Stellung gebracht. „Wir haben diese Saison gesehen, was er in Frankreich geleistet hat, er ist durchsetzungsstark. Mit seiner starken Physis und seiner Torgefahr kann er uns sicherlich bereichern“, ist Löw überzeugt.

12.57 Uhr: Löw zum Freiburger Rückkehrer Günter: „Er hat eine tolle Entwicklung genommen in den vergangenen drei Jahren. Er ist sehr dynamisch und bringt sowohl in der Defensive als auch in der Offensive Energie ins Spiel.“

12.56 Uhr: Bitter dürfte die Nominierung für drei Spieler sein, die häufig dabei waren: Julian Brandt, Julian Draxler und Thilo Kehrer sind nicht mehr dabei.

Acht Profis des FC Bayern München im EM-Aufgebot

12.52 Uhr: Insgesamt acht Profis des FC Bayern im deutschen Aufgebot: Neuer, Süle, Kimmich, Goretzka, Gnabry, Goretzka, Müller, Musiala. Boateng wie erwartet nicht.

12.49 Uhr: Ebenfalls überraschend: Freiburgs Abwehrspieler Christian Günter kehrt zurück.

12.48 Uhr: Die größte Überraschung im Aufgebot: Monacos Stürmer Kevin Volland ist dabei!

Kevin Volland, Christian Günter und Jamal Musiala im deutschen Aufgebot

12.46 Uhr: Nun gibt es das Aufgebot: Jamal Musiala ist dabei, Florian Wirtz nicht.

12.45 Uhr: Löw: „26 Spieler sind total ausreichend. Drei Spieler werden bei den jeweiligen Spielen auf der Tribüne sitzen. Es ist schon wichtig, dass die Energie auch bei denen vorhanden ist. Das ist ausschlaggebend für den Erfolg und den Teamgeist.“

12.43 Uhr: Auffällig schon mal: Der Bundestrainer trägt keinen schwarzen Rollkragenpullover sondern ein weißes Hemd. Namen lässt er noch keine raus.

12.39 Uhr: Löw weiter: „Wichtig war es, die Positionen doppelt zu besetzen. Wir haben für jede Position ein Anforderungsprofil erstellt. Bei einem Turnier ist es zudem wichtig: Wie ist die Energie im Team? Wie ist die Frusttoleranz bei denen, die nicht spielen? Alles wird dem Erfolg untergeordnet.“

12.37 Uhr: Löw spricht erstmals: „Die letzten Wochen waren eine intensive Zeit. Wir haben alles analysiert, sind die Spiele im Detail durchgegangen. Wir haben viele Stunden gemeinsam verbracht und diskutiert. Wir wollten alles überprüfen, auf den Kopf stellen, um die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen.“

12.33 Uhr: Insgesamt 6500 Teilnehmer sollen in den Chat, entsprechend holprig läuft es noch. Immer wieder gibt es Rückkopplungen.

12.30 Uhr: Pünktlich geht's los. Pressesprecher Jens Grittner (51) begrüßt die Teilnehmer.

12.26 Uhr: Der Chat ist bereits brechend voll. Über 1000 Teilnehmer sind inzwischen in der Zoom-Schalte. Viele Fragen werden schon eingestellt: Warum ist Lars Stindl nicht dabei? Warum fehlt Max Kruse?

12.17 Uhr: Kapitän und Weltmeister Manuel Neuer (35) wird sich gleich ebenfalls zu Wort melden. Er wird aus dem Quarantäne-Hotel des FC Bayern sprechen.

12.14 Uhr: Heute sind nicht nur die Journalisten gefragt. Über ein Gewinnspiel qualifizierten sich auch Fans für die Pressekonferenz. Das Städtische Gymnasium Rheinbach und die Werkrealschule Böblingen sind auch zugeschaltet.

11.44 Uhr: Auch die Kollegen von Sport1 sowie von der WAZ sind mit ihren Drähten bei Spielern und Beratern. Wenig überraschend die Nachricht für zwei Borussen: Mahmoud Dahoud und Nico Schulz sind nicht Teil des Aufgebots.

11.11 Uhr: Nach und nach sickern weitere Details zur Kader-Zusammenstellung durch. Bisher stimmen die EXPRESS-Prognosen: Robin Koch, Jonas Hofmann und Robin Gosens haben es ins Aufgebot geschafft. Philipp Max und Amin Younes sind nicht dabei.

10.12 Uhr: Im Vorfeld waren bereits einige Details bekannt geworden. So berichtete EXPRESS, dass die beiden Weltmeister Thomas Müller (31) und Mats Hummels (32) zurück in die DFB-Auswahl kehren. Marco Reus (31) verzichtete jedoch auf seinen Kaderplatz, obwohl Löw ihn dabei haben wollte.

10.05 Uhr: Traditionell gibt es vor dem Turnier mal wieder Sorgen beim Bundestrainer. Toni Kroos (31) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befindet sich in Quarantäne und wird voraussichtlich etwas verspätet ins Trainingslager in Seefeld (ab 28. Mai) einsteigen.

10.00 Uhr: Auch Ilkay Gündogan (30) ist angeschlagen. Der Star von Manchester City wurde nach einem Schlag gegen sein Knie am Dienstagabend im Premier-League-Spiel gegen Brighton & Hove Albion vorzeitig ausgewechselt. Die Blessur soll aber nicht schwerwiegend sein. Leon Goretzka (26) vom FC Bayern ist nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel derzeit außer Gefecht.

EXPRESS-Überblick:
Deutschlands EM-Kader

Manuel Neuer (35)

29 Länderspiele, 1 Tor

44 Länderspiele, 9 Tore

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