Düsseldorfs Tennis-Legende Helga Masthoff - Traumhotel von Feuerwalze zerstört

Fassungslos steht Hans Masthoff vor den Trümmern seines ehemaligen Traumhotels.

Fassungslos steht Hans Masthoff vor den Trümmern seines ehemaligen Traumhotels.

Maspalomas/Düsseldorf - Ein Paradies liegt in Schutt und Asche. Fassungslos stehen Helga Masthoff und Ehemann Hans vor den verkohlten Trümmern ihres Traumhotels „Los Palmitos“ im Süden von Gran Canaria.

Der vor 35 Jahren erbaute Gebäudekomplex wurde Opfer der verheerenden Waldbrände auf der Kanareninsel. Eine gigantische Feuerwalze hat den Großteil des Hotels vernichtet.

Die frühere Tennis-Weltklassespielerin (65) schüttelt den Kopf, als könne sie es noch immer nicht fassen. Der Münchner „tz“ sagte sie: „Restaurant, Küche und Rezeption sind vollständig verbrannt - und damit das Herz des Hotels.“

Aber nach der ersten Erschütterung gewinnt in ihr doch wieder die Kämpferin, die sie immer war, die Oberhand. Die 47 Zimmer seien gottlob verschont geblieben, stellt sie fest. Das sei doch eine Basis. Deshalb hätten Hans und sie sich auch schon dazu entschieden, alles wieder aufzubauen. „Nein, nein, wir geben nicht auf!“

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Aus ihrem Gemütszustand macht die Tennis-Lady kein Hehl. „Natürlich sind wir furchtbar geschockt. Es tut sehr weh. Zuerst dachte ich, das Feuer da oben kommt nicht zu uns runter. Aber der Scirocco kam mit Windstärke 10 und 50 Grad Hitze auf uns zu. Er hat das Feuer von den Bergen ins Tal gedrückt.“

Noch am Abend zuvor hatte Hans Masthoff, der in Düsseldorf eine Werbeagentur leitet, gemütlich mit Gästen auf der Terrasse gesessen und Wein getrunken. Da sei die Polizei angerücket und habe das Gebäude evakuiert.

Helga Masthoff: „Erst als alles vorbei war, konnten wir wieder durch die Absperrungen. In der Nacht hatte der Direktor des benachbarten Vogelparks die Volieren öffnen lassen, um alle Vögel, die nicht verbrannt waren, freizulassen.“

Ex-Weltklassespieler Wilhelm Bungert war mehrfach im Hotel der Masthoffs zu Gast. „Es war wie im Märchen, mitten in Pinienhainen gelegen. Hier konnte man in herrlicher Umgebung Tennis und Golf spielen.“ Auf die Pläne seiner Freunde, alles wieder aufzubauen, reagiert der ehemalige Wimbledon-Finalist nicht begeistert:

„Wenn sie mich fragt, werde ich ihr sagen: Mensch, Mädel, du hast wohl nicht alle Tassen im Schrank. Tu dir das in deinem Alter nicht mehr an!“

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