„Bruno Wolkenaer“ Gerhard Richters Mal-Shop macht dicht

Kunde bei Wolkenaer: Kölns weltberühmter Künstler Gerhard Richter vor seinem Bild „Familie am Meer“.

Kunde bei Wolkenaer: Kölns weltberühmter Künstler Gerhard Richter vor seinem Bild „Familie am Meer“.

Köln - Es ist eine traurige Nachricht für Köln, ein Schlag für die City: „Bruno Wolkenaer“, das berühmte Geschäft für Künstlerbedarf an der Ehrenstraße 6, macht nach EXPRESS-Informationen Ende Juli dicht. Nach fast 100 Jahren schließt damit wieder ein Traditionsbetrieb sang- und klanglos seine Türen.

In dem Shop, wo Künstler-Koryphäen wie Gerhard Richter, Sigmar Polke und Joseph Beuys schillernde Farben und Lacke einkauften, sich Hobby-Maler wie Wolfgang Niedecken, Helge Schneider oder Udo Kier mit Leinwänden und Pinseln eindeckten, so mancher Zuhälter wie Schäfers Nas’ sich Blattgold anschaffte oder Günter Netzer damals Glimmer für seine Disco bestellte, ist die Stimmung gedrückt. „Ja, es stimmt“, so Inhaberin Monika Wolkenaer. „Mehr wollen wir nicht sagen…“

Wieder stirbt ein Stück Köln, Kunden wie Künstler sind geschockt. HA Schult: „Das ist eine Schande für die Kulturstadt Köln. Das ist schlimmer, als wenn das Museum Ludwig schließen würde. Als junger Künstler bin ich früher extra von Düsseldorf nach Köln getrampt, um die richtigen Farben zu bekommen. Das Aus ist enorm bedauerlich.“

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